Media Monday #158

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Wuhuu, mein erster Media Monday-Beitrag. Ich bin ja schon ganz aufgeregt. Huii.
Nee, jetzt mal ernsthaft. Ist wohl mehr ein Zwang, wenn meine Readersektion von dieser Aktion schlicht überflutet wird. Abgesehen davon finde ich sowas total super, da es ein paar Einblicke in den typischen Bloggergeist vermittelt.
(Klang jetzt total bescheuert, oder? Ich hör ja schon auf…)

1. Der coolste Westernheld ist und bleibt John Wayne!
Abseits seiner intoleranten, widerlichen persönlichen Ansichten war er in seinen Filmen stets ein cooler Hund, der nicht nur ernst, sondern auch selbstsicher ironisch auftreten konnte. An der Seite von Robert Mitchum und James Caan in El Dorado hat er sich mit seiner Lockeren, und dennoch rohen Art mit Leichtigkeit in mein Filmherz gespielt.

2. Die Serie NCIS hat in dem Moment stark nachgelassen, als es in die 6. oder 7. Staffel ging , weil irgendwann schlicht die Luft in der Geschichte fehlte . Oder es einfach daran lag, dass ich die Serie beinahe seit Anfang an verfolge, einen alljährlichen NCIS Marathon hinlege und mit jeder Wiederholung auf diversen Sendern weitere Ermüdungserscheinungen auftreten. Obwohl die Teamchemie noch immer wie am ersten Tag super dufte ist, leidet die übergreifende Geschichte enorm unter sich wiederholenden Mustern und belanglosen Gegenspielern. Der Mut zur Veränderung fehlte stets, doch mit der neuen Emily Wickersham im Cast könnte die Durststrecke hoffentlich bald überwunden sein. Nach 11 Jahren/Staffeln immernoch auf Platz eins der Dramaserien zu landen, das kommt ja auch nicht von ungefähr.

3. Wenn in Filmen Serien Engel in Erscheinung treten, dann bekomme ich es mit der Angst zu tun! Ich las mal, dass die britische Kultserie Doctor Who auch was für Kinder sei. Damit war es endgültig vorbei, als ich letztes Jahr erstmals die Doppelfolge „The Time of Angels/Flesh and Stone“ (S05EP04/05) mit den Weeping Angels sah. Nicht nur das diese Kreaturen mit ihren unschuldigen Posen absolut harmlos aussehen, diese Dinger sind abgrundtief gemein, brutal und haben mir als Doctor Who-Newbie einen Mordsschrecken eingejagt. Ihr könnt euch diese oder die Kultepisode „Nicht blinzeln“ ja gerne mal anschauen…

4. ______ würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn ______ .
Ach, man sagt sich doch immer so vieles. Ich schaue mir niemals Twilight an, so waren mal meine Worte. Und doch habe ich es getan. Zwei mal sogar, das eine Mal war es aber wirklich erzwungen“ Das zweite Mal hingegen dann doch freiwilig. Mit gewissen Getränken und der besten Freundin konnten wir uns prächtig über den Film und uns über seine, in der Sonne vor sich hin glitzernden Vampire amüsieren.

5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig gute Musik! Wo sind die Zeiten der 90er hin, in denen Actionfilme mit ihrem packenden und vorallem melodiösen Hans Zimmer Bombast zu glänzen vermochten? Solche Glanzperlen der komponierten Meisterlichkeit wie zu The Rock – Fels der Entscheidung?
Heute gibt es in rund 95% aller Filme keine gelungenen Soundtracks mehr, geschweige denn welche, die man überhaupt voneinander differenzieren kann. Um bei Hans Zimmer (einen Komponisten den ich wirklich mal bewundert habe) zu bleiben: Vergleicht Man of Steel mit Inception und guckt nebenbei 12 Years a Slave. Ich dachte kurz die hätten eine falsche Tonspur drübergezogen…

6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, die Adlerreihe von Simon Scarrow zu verfilmen?! Mein absoluter Lieblingsautor und ein hervorragender Geschichtenerzähler, wenn es um die alten römischen Schlachten in Großbritannien und Südosteuropa/den Nahen Osten geht. Ich habe selten so packende Sandalenaction gelesen und noch viel weniger auf Leinwand gesehen. Bis auf eine handvoll Filme ist dieses Genre doch tot, da wird es Zeit für einen Neubeginn. Und dieser Stoff würde sich ausgesprochen perfekt dafür eignen. Oder muss man soetwas noch selbst in die Hand nehmen?

7. Zuletzt gesehen habe ich Act of Valor von 2012, der mich zu Tode genervt und gelangweilt hat. Ich habe kaum bis gar nichts gegen überschwänglichen Amipatriotismus/Pathos, aber selbst bei mir ist irgendwann die letzte Synapse durchgeschmorrt. Ein Film der weder eine einigermaßen ansprechende und vorallem spannende Handlung vorzuweisen hat, noch irgendwelches angedeutetes Schauspieltalent, noch irgendetwas anderes. Bis auf die weitestgehend handgemachte Action gibt es dort nichts zu bestaunen. Ein Text dazu folgt später noch. Dann sehe ich mir lieber zum x. Male den noch giftigeren Vietnampropagandastreifen „Die grünen Teufel“ von 1968 an, der wenigstens eine erzählerisch dichte und spannende Story mitsamt gutem Cast bietet…


Und das war’s von meiner Seite zum ersten Media Monday auf diesem Blog. Euch allen wünsche ich einen guten Start in die Woche und lasst euch nicht unterkriegen!

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12 Kommentare zu “Media Monday #158”

  1. Stimmt, die Media Monday Flut ist so groß, da kann man sich kaum zurück halten 😀
    Gute Antworten. Von John Wayne muss ich noch einiges sehen.
    Mit ihm habe ich mich bisher kaum beschäftigt.

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    1. Allerdings. Ist aber auch eine wirklich coole Aktion!

      John Wayne geht im Prinzip immer, auch wenn seine bekanntesten Filme meist die besten sind. Aber gut, mit vielen Italowestern kann ich auch nichts anfangen, da sind mir die realtiv lockeren Amistreifen doch lieber. Obwohl ich noch viele Perlen sehen muss…

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    1. Geht mir genauso. Gerade die ernsten Episoden sind göttlich, wobei es mir bei der Smithära ohenhin egal ist. Der konnte von jetzt auf gleich seinen Gemütszustand ändern wie kein zweiter. Genial.
      Und Danke 😉

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        1. Reine Ansichtssache. Hatte damals mit Smith angefangen und bin dann über Eccleston zu Tennant. Smith hat mir am besten gefallen, einfach weil er so schrullig durchgeknallt ist. War Tennant zwar auch, aber da liegen von Stil her auch schon wieder Welten dazwischen. Schon allein von der Machart und dem staffelübergreifenden Storytelling war mir Smiths 11. am liebsten. Naja, das ist aber auch wieder typisches Whoniverse, und die Frage, wer denn nun der beste ist/war. Bei mir war es eben der erste.

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          1. Macht ja auch Sinn, wenn du mit Smith eingestiegen bist. Letztlich haben auch alle ihre eigenen Facetten und einen recht eigenen Stil mit reingebracht, weshalb das nicht wirklich vergleichbar ist. Hat einfach jeder seine Vorlieben, was Doctor, Companions, Aliens usw angeht. Jedenfalls ne geile Serie.

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  2. Oh ja, „The Rock“ war wirklich noch ein Actionfilm von Format. Heute schimpft die ganze Welt über Michael Bay, aber der Film ist wirklich großartiges Actionkino. Solche Filme vermisse ich auch…

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    1. GBH habe ich leider noch nicht gesehen, freue mich aber schon darauf.
      Klar gibt es hin und wieder Perlen, auch in den großen Blockbustern taucht hin und wieder mal eine ins Ohr gehende Melodie auf, aber mittlerweile dominiert der Boom-Faktor zu sehr. Wirklich schade.

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