Media Monday #162

media-monday-162Es ist Montag. Ein Tag wie jeder andere, nur dass dieser hier entweder für eine weitere (arbeitsreiche) Woche steht, oder doch lieber für etwas weitaus erfreulicheres steht: Nämlich Wulfs aktuellsten Media Monday Fragebogen, dem ich mich gerne wieder stelle. Diesesmal mit den Freuden und Leiden eines Whovians, dem Wunsch, der Lieblingsserie ein würdiges Ende zu verpassen und den Missgeschicken deutscher Filmverleihe bei der Wahl von Filmtiteln. Brrrr.

1. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Eine meiner liebsten Serien läuft und läuft und läuft seit nunmehr 11 Jahren. NCIS mag ich nach wie vor unheimlich gerne, auch wenn sich selbst mir als Fan der Serie unzählige sich wiederholende Serienmotive und Plots nicht verborgen bleiben. Aber irgendwie ist es eine der ganz wenigen Serien, die ich immer und immer wieder schauen kann, ohne dass sie mir langweilig wird.
Eine meiner anderen Lieblingsserie umgeht dieses Problem seit über 50 Jahren und wechselt einfach regelmäßig seine Hauptfigur aus. Zwar ist es immer sehr schade, wenn der favorisierte Darsteller in seiner Rolle als Doctor Who zur Regeneration gezwungen wird und man sich kaum an den alten gewöhnt hat, man schon wieder einen neuen vor die Nase gesetzt bekommt, doch so bleibt die Serie immer in Bewegung und frisch.

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Die Freuden und Leiden eines Whovians…

2. Mit den Filmen der <30er als Dekade konnte ich bisher wenig anfangen, weil ich mit den wenigsten Filmen, aus der Ursprungszeit des Films an sich nur schwer zurecht komme. Auch Stummfilmen kann ich nur wenig abgewinnen. Generell haben es ältere Filme bis zu den 50ern sehr schwer bei mir, einfach weil mir da so viele Kniffe der (modernen) Filmtechnik fehlen und ich wohl doch etwas technikvernarrter bin.

3. Ich fände es ja toll, wenn es zu den Special Agents Mulder & Scully aus Akte X neue Abenteuer und Geschichten gäbe und sei es nur als 3. Film, denn diese Serie hat ein abgeschlossenes Ende mehr als nur verdient. Gute 9 Staffeln über fiebert man mit diesem Dreamteam von FBI-Ermittlern mit und dann kommt dieses Serienfinale, welches die Tür für einen Abschluss sperrangelweit offen lässt. Es ist ja nicht so, als würden die beiden Hauptdarsteller für ebenjenen Film nicht bereitstehen und diesen Film genauso wie die Fans wollen. Zumal wir die Apokalypse 2012 ja ohne Probleme überstanden haben… Drehbuchschreiber Chris Carter darf sich gerne nochmal ransetzen und die Geschichte zu einem belohnenden Abschluss führen.

4. Seit ich von John Woo’s Bullet in the Head so viel Gutes auf moviepilot habe lesen können, drängt es mich richtiggehend, ihn mir endlich mal anzusehen. Der Film liegt hier auch schon bereit, John Woo’s Stil mag ich sowieso, genauso wie den Cast, aber irgendwie… hat es einfach noch nicht geklappt. Kennt ihr ja wahrscheinlich, bei hoffentlichen Volltreffern wartet man immer auf diesen einen Moment, wo man sagt: Jetzt oder nie! Der kam einfach noch nicht, oder ich ticke zu verrückt und ihr könnt dieses Problem nicht nachvollziehen… Wahrscheinlich liegt es aber eher an den Berichten zur qualitativ grausigen Laser Paradise Disc, auf der ich den Film habe. 😉

5. An manchen effektreichen Filmen wie bspw. The Avengers verzweifle ich um des reinen Effekts willen, denn so ein zerstörungsfreudiges, knapp 30 minütiges Finale wird auf Dauer einfach zu anstrengend. Das erste Mal im Kino ist es noch in Ordnung, beim zweiten Mal schaut man schon auf die Uhr und Zuhause sucht man vergeblich die Fernbedienung oder kämpft mit den zufallenden Augenlidern. Aber ich glaube ich bin an der Frage irgendwie sinnlich vorbeigeschlittert. Egal…

6. Dieser unsägliche Zwang, englische Filmtitel mit dämlichen deutschen Untertiteln zu versehen, fand [damals schon] bei Singin‘ in the rain seinen Höhepunkt, weil Du sollst mein Glücksstern sein so gar nicht doof klingt. Nöö… Lass ich jetzt einfach mal unkommentiert. Oder wenn aus dem normalen We were soldiers ein vor Pathos nur so triefender und wertender Titel wie Wir waren Helden wird.
Aber beinahe noch schlimmer ist diese typisch deutsche Angewohnheit, wenn sich die Verleihe dazu hinreißen lassen, einem Film statt einem deutschen einen weiteren englischen (Unter-)Titel zu verpassen. Wer schon 96 Hours nicht versteht, der wird sich an Taken wohl sicherlich die Zähne ausbeißen… oder der neue Captain America… oder… oder…
Achso: Behaltet mal den engl. Film What We Did On Our Holiday mit David Tennant und Rosamund Pike im Auge. Ich schätze der deutsche Titel wird zum schießen, nach all den Vorschlägen die ich bisher lesen durfte…

7. Zuletzt gelesen gesehen habe ich Non-Stop und das war spannend, weil bis zum Finale auf unnötig viel Effekthascherei verzichtet und sich stattdessen auf das Wesentliche, nämlich die Non-Stop Spannung fokussiert wurde. Schade dass das Ende dann so belanglos und 0815-mäßig rüberkam, aber man kann ja nicht alles haben. Im Groben gesehen war es ein durchaus gelungener Suspensethriller mit einem gut aufgelegten Liam Neeson.
Da mir eben erst aufgefallen ist dass ich mich bei der Frage 7 verlesen hatte, hier die passende Antwort:
Zuletzt gelesen
habe ich einige Kapitel aus Harry Thürks Roman Die Stunde der toten Augen, was mir von einer anderen Bloggerin quasi empfohlen wurde. Sollte ich irgendwann mal damit fertig werden(langsam ernährt sich das Eichhörnchen und so…), kommt auch noch etwas dazu. Bisher ist das Buch erschreckend, aber gut und recht einfühlsam geschrieben, und beschreibt den Dienst einer handvoll Wehrmachtssoldaten zur Zeit des 2. Weltkriegs. Erschreckend offen wirkt das ganze, auch wie die Grausamkeiten des Krieges auf teils saloppe Art und Weise verarbeitet werden. Interessanter Stoff ist es allemal.

Kommt wie immer gut in die Woche und genießt die etwas abgekühlten Temperaturen da draußen! Ha, das war nur ein Scherz, hier brennt die Sonne schon wieder. Auf das Wetter ist aktuell aber auch kein Verlass…

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7 Kommentare zu “Media Monday #162”

    1. Ich bin leider nicht so die Comicleserin. So erging es schon einigen anderen meiner Lieblingsserien, konnte mich aber nie überwinden da mal reinzuschauen. Trifft nicht so ganz den richtigen Nerv. Würde mich daher lieber über einen Film freuen, der sich der ganzen mythologischen Geschichte nochmal annimmt und nicht so verkorkst ist, wie es der zweite zu sein scheint.
      Aiaiai, noch nicht zuende geschaut? Woran liegt’s? Motivation verloren? Tolle Serie, auch wenn sich die letzten 2, 3 Staffeln etwas zogen.

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      1. Geht mir leider mit Comics genauso („Firefly“, „Buffy“, „Angel“) — alles probiert aber nie richtig riengekommen.

        „Akte X“ hatte ich damals in den 90ern noch während der TV-Ausstrahlung geschaut — und war begeistert! Aber nur bis Season 3 oder 4. Vor ein paar Monaten habe ich mir nun die DVD-Komplettbox zugelegt, bin aber noch nicht dazu gekommen.

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        1. Bei Comics ist es vermutlich so, dass wenn man mal diesen einen richtig guten Comic erwischt, es einem mit anderen leichter fällt. Aber ich mach mir da nichtmal große Mühe nach dieser einen Perle zu suchen…

          Oh, na dann freu dich drauf! Ich wünschte ich könnte die Serie nochmal von vorn, so ganz ohne Vorwissen sehen. Auch wenn sie heute schon etwas eingestaubt ist, die Dynamik ist dafür frisch geblieben.

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  1. Es gibt durchaus Filme aus den 30ern, deren Effekte sich sehen lassen können. Der Zauberer von Oz hat da beispielsweise sehr gute Arbeit geleistet und kann sich auch heute noch sehen lassen.
    Auf der anderen Seite gibt es aber auch einfach viele verdammt gute Filme aus dieser Zeit, die gar keine Effekte brauchen. Man mag es kaum glauben, aber es ging mal ohne.

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    1. Das weiß ich doch, so war das ja auch gar nicht gemeint. 😉
      Ich meine bestimmte Kamerakniffe, die Möglichkeit Szenen auf bestimmte Weise aufzuziehen, sie nicht zu starr wirken zu lassen. Es ist einfach nicht meine Zeit. Ab den Western der 40er aufwärts fühle ich mich da schon besser aufgehoben.
      Es sollte keinesfalls so rüberkommen, als seien mir Effekte wichtig. Keinesfalls. Je mehr handgemacht ist, desto besser,

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      1. Okay, habe ich wohl etwas falsch verstanden. Die Entwicklung ging dann natürlich viel weiter.
        Ich kann allerdings auch jeden verstehen, der mit diesen Uraltfilmen nicht so viel anfangen kann. Man kennt ja Filme seit der Kindheit und dann diese Uraltstreifen anzugucken ist schon mal sehr ungewohnt.

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