Media Monday #164

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Montag! Juchhey! Auf in die nächste Runde der berüchtigten 7 Fragen des Media Mondays!

1. Wenn ich an Western wie Sacramento von Sam Peckinpah denke, werde ich richtiggehend nostalgisch, weil ich früher in den Sommerferien ständig mit meinem Großvater im Dritten Western geschaut habe. Damals liefen sie ja noch regelmäßig. Eine entscheidende Phase meines Filmfantums!

2. Mit ihrer/seiner Rolle als komödiantischer Londoner Börsenmakler den es auf ein familieneigenes Weingut zieht,  ist Russell Crowe in Ein gutes Jahr endlich mal aus ihrem/seinen Rollenschema ausgebrochen, denn Crowe weiß auch hier zu unterhalten, ohne gleich wieder den toughen Typen mimen zu müssen. Hach, die Szene am Pool bringt mich immer wieder zum schmunzeln…

3. Coming-of-age-Stories schaue ich erstaunlich selten, die meisten haben doch eh nur doofe Happy Ends. Ich glaube sowas deprimiert mich oft mehr, als die ständig aufkommenden schlechten Familiengeschichten… Aber gut, The Perks of Being a Wallflower (Vielleicht lieber morgen) und Konsorten liegen eh noch vor mir. Also halten mich nur meine Vorurteile davon ab.

4. In Men Behind the Sun war die mitunter brutalste Szene, die mir je in einem Film untergekommen ist und schon allein der Gedanke daran, dass das so wirklich passiert sein könnte (die Einheit vernichtete die meisten Dokumente) macht mich innerlich fertig. Ich bin ja nicht gerade empfindlich wenn es um Gewalt in Filmen geht, aber hier saß ich scho so weit weg vom Rechner, wie nur irgendwie möglich… Wer etwas Lesestoff möchte:
Men Behind the Sun
Einheit 731

5. Godzilla, Robocop und andere moderne Vertreter der „alten Schule“ hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich leben die alten Filme von ihrem nostalgischen Charme. Natürlich ist ein modernes Remake nicht immer schlecht, aber gerade bei den beiden Filmen steckt sowas von kein Herzblut drin und es verkommt zur reinen Effektschau ohne nennenswerte Message.

6. Normalerweise kann ich dänischen (/skandinavischen) Dramen nur selten etwas nichts abgewinnen, aber Thomas Vinterbergs Die Jagd hat mich eines besseren belehrt. Nicht so trocken wie ein Film von Susanne Bier, dafür umso packender und unangenehm bedrückend, dazu ein stetiges Tempo, das gegen den Beschuldigten (herausragender Mads Mikkelsen) arbeitet.

7. Zuletzt gesehen habe ich Lone Survivor und das war richtig beklemmendes aber starkes Kino, weil mich die Bilder, der Soundtrack, die Darsteller und überhaupt alles vom ersten Moment an mitgerissen haben. Bis auf ein, zwei mächtige Pathos-Ausrutscher war vom berüchtigten Amipatriotismus erstaunlich wenig zu spüren, stattdessen war es auf den knallharten Kampf hinter feindlichen Linien reduziert. Heftig, intensiv und nachhallend. Spoiler: Auch packend war nochmal das Ende, das zeigt das es meist auf beiden Seiten Helden gibt.

Kommt gut in die Woche!

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21 Kommentare zu „Media Monday #164“

  1. Och, den neuen „Godzilla“ fand ich schon ziemlich sehenswert bis ganz gut. Dafür war das „Total Recall“-Remake ziemlicher Müll und ich glaube auch der neue „RoboCop“ ist nicht besser.

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  2. MEN BEHIND THE SUN gehört auch bei mir zu den übelsten Filmen, die ich kenne. Alleine diese Tiersnuff-Szene bestätigt den Ruf des Streifens.
    Ich stehe total auf dänische Filme, vor allem schwarze Komödien. Aber auch tolle Dramen haben die dort: Kennst du Vinterbergs DAS FEST oder IN EINER BESSEREN WELT?

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    1. Ich kann ja wirklich einiges ab, aber die Szene mit den gefrorenen Extremitäten… ne, sowas kann ich mir nicht mehr anschauen.

      Ohh, ich liebe „Adams Äpfel“! Muss mich zwar noch durch ein paar Komödien gucken, aber den habe ich damals sofort ins Herz geschlossen.
      „Das Fest“ will ich definitiv noch sehen, darüber hört man ja nur gutes. Von letzterem habe ich allerdings glaube ich noch nichts gehört, da muss ich gleich mal nachsehen.

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      1. Der hat in den letzten Jahren mal den Auslands-Oscar gewinnen oder war zumindest nominiert.
        Mein Favorit bei den schwarzen Komödien ist wohl In China essen sie Hunde. Das Ende ist sooo herrlich 😀 Und Dänische Delikatessen ist auch nicht verkehrt. Quasi alles, was Anders Thomas Jensen geschrieben hat.

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    1. Stimmt. Emmerichs Film war wirklich nicht so gut. Gelinde gesagt. Hatte den kurz nach dem letzten wiederholt und wow. Ich hatte den als relativ amüsant in Erinnerung. Mittlerweile ist dieser Möchtegern-Godzilla wirklich ganz unten auf meiner Bewertungsskala angekommen.

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  3. Haha, warum musste ich bei deiner Antwort mit Susanne Bier sofort an „Nach der Hochzeit“ denken XD
    Insgesamt bin ich aber ein großer Fan des dänischen Kinos. Aber ich sehe, das Thema „Adams Äpfel“ war schon 😉

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    1. „Nach der Hochzeit“ war dann auch der Titel, der mir in dem Kontext sofort einfiel. Wobei der ja gar nicht schlecht ist. Aber eben so träge… Primär wurde der aber auch nur wegen Mikkelsen geschaut. 😉

      Ein paar Komödien wie „In China essen sie Hunde“ oder „Flickering Lights“ habe ich hier noch liegen. Auf diese Dänen freue ich mich zumindest. 😀

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        1. Ist ja nicht so das Mikkelsen keine enorme Präsenz ausstrahlt oder so… Ich mag den einfach.
          Ich stehe nur vor dem Problem das ich Mikkelsen mag, mit Winding Refns Filmen aber so gar nichts anfangen kann und die „Pusher“-Trilogie auch schon im Regal steht. Ich finde nicht die Überwindungskraft, mir diese Filme zu geben. :/

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          1. Ja … die mochte ich auch nicht besonders.
            Während viele Filme bestrebt sind einen Hauptcharakter zu skizzieren, den man als Zuschauer „mag“, sieht das der Winding Refn wohl etwas anders 😉 Eigentlich ja realistisch und lobenswert, aber mich stoßen Filme im Drogenmilieu sowieso immer ab wegen des hoffnungslosen Themas. Kommt immer sehr roh rüber …
            aber zumindest Pusher II habe ich ganz gern gemocht. Man munkelt, dass das am Mikkelsen lag. 🙂

            Die Stärke von MM liegt auch eher an dem Nicht-Overacting. Es wirkt immer sehr realistisch was er macht.

            Walhalla Rising (schreibe ich stets falsch) ist auch vom Refn und mit MM – war auch sehr … ja. Nein. Dann doch eher die Pusher-Filme 🙂 Vielleicht gibst du denen ja nochmal eine Chance. Wenigstens Teil 1 und 2? 🙂

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  4. „Walhalla Rising“ hatte ich damals gesehen. Und öhm, nein. Da stimme ich dir zu. Konnte ich gar nichts mit anfangen. Genauso wenig wie mit „Only God Forgives“… Mit solch überstilisiertem Kino tue ich mich allgemein schwer.
    „Pusher“ werde ich mir dann mal geben, irgendwann… die laufen mir ja nicht weg.
    Zur Zeit bereitet mit MM in „Hannibal“ größte, nein allergrößte Freude. Ich nehme an, das verfolgst du auch? 😉
    Dieses bestimmte, selbstbeherrschte, intellektuelle, kultivierte, sadistische, fiese nimmt man ihm super ab, wobei es mir gegen Ende von Staffel 1 fast schon zu hart war. Aber es macht soo Spaß ihm zuzusehen. Mehr so ein bescheidener Typ, der durch seine Klasse immer etwas ins Zentrum rückt, auch wenn er es gar nicht immer will. Freue mich daher schon riesig auf Staffel 2.

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  5. 4. Wer sich so einen Müll wie „Men behind the sun“ anguckt, ist eh nicht mehr richtig im Kopf 😀 oder zumindest die, die es auch noch feiern
    5. Ich glaube „Godzilla“ werde ich mir als Remake nur geben, weil im zweiten Teil Mothra und Ghidora vorkommen sollen 🙂
    6. WTF?! Gerade Dänemark und Schweden sind doch mitunter die besten Filmländer der Welt!

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    1. 4. Bereue ich auch zutiefst. Wer sowas noch etwas abgewinnen kann gehört… ich sag es besser nicht.
      5. Ich hoffe sie lernen aus den Schwachpunkten des Erstlings und packen eine ordentliche Schippe Qualität drauf. Das Potenzial ist jedf. da.
      6. Mag sein, dann hatte ich bisher einfach noch nicht so viel Glück, abgesehen von „Die Jagd“ und „Adams Äpfel“ (♥). Vieles ist mir da zu trocken, schaue mir aber sicherlich noch einige an. Muss nur die richtigen Filme finden.

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        1. Hmm, der wurde mir schon oft ans Herz gelegt. Muss ich mal zusehen das der mir in die Finger fällt. Die Prämisse passt ganz gut.
          EDIT: Ich lasse dann von mir hören, wenn ich ihn endlich gesehen haben sollte! 😉

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