Media Monday #173

Monday! Media Monday!

1. Nicht zum ersten Mal habe ich der Serienfigur Lori aus The Walking Dead den Tod gewünscht, weil jeder der die Serie kennt, genau weiß warum. Muss schon eine starke Leistung sein, wenn sie (SPOILER)* selbst nach

2. Jason Statham habe ich früher echt gemocht, aber ihre/seine neue(re)n Filme bewegen sich alle im Dunstkreis unspektakulärer Drehbücher und immer flacher werdender Klopperorgien. Selbst in The Expendables 3 hatte ich kaum noch Spaß mit ihm.
Als wären seine Filme damals schon mit Anspruch gefüllt, aber zumindest war der Spaß- & Coolnessfaktor gut dreimal so hoch wie heute.

3. Kill Bill Vol. 1 zog einen so gravierenden stilistischen Bruch nach sich, dass ich innerlich beinahe applaudiert hätte. Zwar bin ich in der Hinsicht ein Gewohnheitstier und tue mich mit künstlerischen Brüchen schwer, aber zum einen sind die s/w-Szenen sowas von cool gemacht und zum anderen ist die Animesequenz um O-Ren Ishii einfach wahnsinnig intensiv und genial in das Racheepos eingebettet. Da kann man sich nur vor verneigen.

4. Aus Der Hobbit: Eine Unerwartete Reise wurde im Extended/Directors Cut ein ganz anderer Film, denn bei manchen Szenen war ich mir nicht sicher, ob mich Peter Jackson veräppeln wollte oder doch nur den kindgerechten Aspekt der literarischen Vorlage aufzeigen wollte. Aber wenn der Goblinkönig im Gebirge plötzlich anfängt zu singen(!)… ja dann ist die Atmosphäre endgültig gekillt. Zwar bietet der Extended Cut ein, zwei schöne zusätzliche Szenen, aber verhunzt er die Geschichte doch zu sehr im Gesamtbild.

5. Maze Runner: Die Auserwählten hat mich ja thematisch sehr gereizt, allerdings ist es wirklich spannend mit anzusehen, wie innerhalb des letzten Drittels aus einem annehmbaren Teenieblockbuster absoluter Mist wird und die Kommerzglocken des Studios wiedermal unüberhörbar laut läuten. (Kurzreview folgt)

6. Dank dem äußerst fordernden und merkwürdigen Film I Come With The Rain von Trần Anh Hùng bin ich überhaupt erst auf den koreanischen Schauspieler Lee Byung-hun aufmerksam geworden. Zum Glück, denn innerhalb kürzester Zeit hat er sich zu einem meiner Lieblingsschauspieler gemausert. Selbst den 2 stündigen Zusammenschnitt der 20 teiligen koreanischen Agentenserie I.R.I.S. kann ich ihm nicht übel nehmen.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Salvation und das war leider zu sehr Krampf statt Genuss, weil dieser Abgesang auf den alten Western doch sehr viel Leerlauf und Nichts in seiner Story bot. Hätte ihn ja gerne gemocht, aber leider wusste ich bereits nach 10 Minuten Laufzeit, dass es mit uns nichts werden würde. Trotz eines wiedermal super aufspielenden Mads Mikkelsens.


*SPOILER zu Nr. 1:ihrem Serientod noch ohne Ende nervt.


Euch wünsche ich wie immer einen guten Start in die Woche!

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17 Kommentare zu “Media Monday #173”

  1. Also bitte, Jason Statham ist noch immer ne coole Sau 🙂

    Klar sind die Filme vielleicht etwas stumpfer geworden aber es sind nun einmal Actionfilme, da kann man in der heutigen Zeit nicht wirklich viel erwarten.

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    1. Isser ja auch!

      Entweder leide ich an Ermüdungserscheinungen, oder aber seine letzten Filme sind einfach nicht mehr so cool wie „damals“ (WAR, Transporter, Crank).
      Der einzig aktuellere den ich mag ist The Mechanic.
      Über Blitz und Parker hülle ich dagegen besser den Mantel des Schweigens…
      Und nur weil sich etwas Action schimpft, darf ich keine Ansprüche mehr daran haben? Ist doch käse. 😉

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  2. Im Feed ist der Spoiler übrigens klar zu lesen — das nur als Warnung, falls sich jemand beschwert (ich habe die Staffel ja schon gesehen).

    Was die s/w-Szene in „Kill Bill“ angeht, so ist diese wohl weniger Stilmittel als vorauseilende Zensurmaßnahme, da die Sequenz im japanischen Cut komplett farbig ist. Funktioniert für mich aber auch so gut.

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    1. Oh verdammt, danke für den Hinweis! Bei mir ist er nicht zu lesen, seltsam.

      Ja, dessen bin ich mir bewusst. Allerdings gefiel mir auch der Anfang mit der Braut in s/w richtig gut. Im zweiten wird es ja noch ausführlicher genutzt.

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      1. I Come with the Rain ist doch super. Das ist doch der mit dem Typ, der aus Menschen Kunstwerke macht oder?

        Ich fand seine Verfilmung von „Naokos Lächeln“ noch sehr geil.

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    1. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde ich hätte schon mehr als ein Dutzend gesehen. Jetzt mal die Klassiker wie Kurosawas Werke oder die alten Filme wie „Hiroshima mon amour“ ausgeklammert, die gebe ich mir irgendwann mal. Da siegt das Interesse.
      Aber bisher fand ich einzig „Geständnisse“ wirklich überragend.
      Ansonsten hatte ich bereits Bekanntschaft mit Miike („Wara no tate“ – 6-7 Pkt. und „Lesson of the Evil“ 4 Pkt.) und einem schwachen Kitano („Outrage“ – 4 Pkt.) gemacht.
      Achja, und die Verfilmung von „Battle Royale“ fand ich richtig schlecht.

      Bisher habe ich also immer nur diese extrem „kalten“ Filme gesehen, die mir das japanische Kino etwas verdorben haben. Bin aber generell lieber in Hongkong und Korea unterwegs. Ich bezweifle, dass mich noch einer mit japanischen Filmen überzeugen kann… außer ihr habt etwas durchweg freundliches im Angebot.

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      1. „Hiroshima mon amour“ ist eigentlich ein französischer Film, aber spielt halt in Japan.
        „Geständnisse“ hab ich nicht gesehen, aber die vorherigen Filme des Regisseurs, die alle geil waren („Kamikaze Girls“, „Memories of Matsuko“).
        Du hast 2 Auftragsarbeiten von Miike gesehen, da sudelt er immer irgendwas hin. Du musst da sowas sehen wie „Audition“ oder „Izo“ sehen, da sieht man die wahren Qualitäten Miikes.
        „Outrage“ ist einer der schwächeren Kitanos. Gib dir mal „Hana-Bi“, „Sonatine“ oder „Kikujiros Sommer“.
        „Battle Royale“ liebe ich, aber das ist Geschmackssache.
        Was ich dir empfehlen kann: Alles von Kurosawa, alles von Yasujiro Ozu, Masaki Kobayashi, Seijun Suzuki, Hayao Miyazaki, Shohei Imamura etc.
        Es gibt seeehr viele japanische Feel-Good-Movies. Gib dir nur mal „Kamikaze Girls“ vom „Geständnisse“-Regisseur. Genauso gut wahrscheinlich, aber ein völlig anderes Feeling 😀

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        1. Oh, pardon. Habe den nur immer in dem Kontext aufgeschnappt.
          Ich schaue mich mal in der Filmographie von Nakashima um. Vielleicht ist da ja was für mich zu holen.
          Es war mir klar, dass du mir jetzt mit den bekannteren von Miike und Kitano kommst. 😛 Die werde ich auch im Auge behalten, wenn mir danach ist, schaue ich mal rein. Kann ja nix schaden. „Outrage“ fand ich im Prinzip nicht schlecht, war mir dann aber doch zu ruhig und kalt und zu gemächlich.
          Okay, da haste jetzt doch einiges an interessantem hervorgeholt. „Kamikaze Girls“ gebe ich mir auf deine Verantwortung. Mal sehen wie das wird. Gedankt! 😀

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          1. Der ist sehr gut. Ich hab vorher das Buch gelesen und fand dann die Verfilmung absolut auf einer Augenhöhe. Was nicht leicht ist, weil das Buch bombastisch gut ist.

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