One Lovely Blog Award

Der liebe bullion vom moviescape-Blog hat mich bei meinem ersten Blog Award nominiert. Ich fühle mich gleichzeitig geehrt und geschmeichelt. Was für eine Premiere, juhuuu! Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen solch einem Blog-Award und einem Stöckchen? Egal, ich freue mich trotzdem sehr, nur nicht über die Beule am Kopf, die mir bullion mit seinem excellenten Wurf verpasst hat…
Es geht um 7 Fakten, die ich über mich preisgeben soll. Mal sehen was sich dadurch alles aufdeckt…

  1. Ich kann Filme nur noch im Kino richtig genießen. Wenn die ausgehenden Lichter den Saal verdunkeln, die Soundkulisse über einen hereinbricht, nach der nervenden Werbung die Trailerschau und danach das Spektakel auf der riesigen Leinwand beginnt, dann werde ich zum glücklichsten Menschen auf der Welt. Außer jemand gruschbelt mit unnatürlicher Lautstärke in seiner Popcorntüte herum… aber das gehört dazu. Zuhause fehlt diese Magie schlicht und ergreifend.
  2. Niemand glaubt mir, dass ich ein total schüchterner Mensch bin. Liegt wohl an meiner großen Klappe und dem bissigen und vorallem dreckigen Humor den ich vertrete. Gesprächig bin ich trotzdem nicht. Daher bin ich die perfekte Zuhörerin für alle Probleme, die meine Mitmenschen mit sich rumschleppen.
  3. Vor gut fünf Jahren hätte ich es im Frauenfußball vermutlich weit bringen können. Mir wurde ständig gesagt ich sei eine super Torhüterin, und mit Verlaub: Das war ich tatsächlich. Und gegen Ende saßen sogar mal ein paar Scouts von der Jugendmannschaft des FFC Frankfurts auf der Bühne. Da der Sport aber eine für mich zu verletzungsreiche Plackerei war und aus anderen, viel trivialeren Umständen wie Stress und Unlust, habe ich die Stollenschuhe an den Nagel gehängt. Ich war immer mehr der Trainings- statt Spieletyp. Tja, wer weiß wo ich jetzt stünde. Manchmal bereue ich diese Entscheidung ja…
  4. Ich bin ein Bingewatcher durch und durch. Ich habe kein Problem mich Abends hinzusetzen und 4-5 Folgen einer Serie durchzuschauen. Mehr wird nicht nur zeitlich kritisch, sondern nach etlichen Versuchen stelle ich fest, dass mein Erinnerungsvermögen ermüdet (klingt das logisch?) und ich einzelne, an dem Abend gesehene Folgen nicht mehr auseinanderhalten kann, geschweige denn, was vor fünf Minuten in der Folge passiert ist.
  5. Musik ist vermutlich meine größte Leidenschaft. Ein Tag ohne Musik ist wie ein Tag voller Sorgen und noch dazu stinklangweilig. Irgendwann kam ich beim Betrachten eines „die ärzte“-Posters auf die Schnappsidee, es selber mal zu versuchen. Also zog ich los, mietete mir eine E-Gitarre mitsamt Verstärker und versuchte es mir selbst beizubringen. Spielen kann ich trotzdem nicht, zumindest komme ich nicht über simple Punksongs hinaus… und trotzdem stehen hier mittlerweile 4 Gitarren rum. Muss man nicht verstehen… oder?
  6. Ich hatte mal eine kurze Phase, in der ich wirklich sowas wie ein Rockstar werden wollte. Ihr wisst schon, voll in der Pubertät, aber der Ruhm und das Geld (für weitere Instrumente) und vorallem der Spaß… zum Glück habe ich eingesehen das mein Talent dafür nicht reicht. Außerdem leide ich an akutem Lampenfieber, was einem Kindheitstrauma in der Mittelstufe geschuldet ist. Wir sollten das Theaterstück „Dornröschen“ aufführen. Ich hatte die Rolle der Erzählerin ganz am Anfang und weil ich so vergesslich bin, hatte ich den Text sogar vor mir, in einer Pergamentrolle. Ich habe es trotzdem verhauen. Und das bei der wichtigsten Vorführung, nämlich der vor den Eltern… Seitdem habe ich Angst vor Bühnen.
  7. Meinen ersten Serienmarathon hatte ich damals als 16 oder 17-Jährige durchgezogen. Das Serienopfer? Akte-X. Der Grund? Kindheitstraumabewältigung. Präziser: Meine Eltern haben diese Serie geliebt und daher regelmäßig geschaut. Ich hatte als kleines Kind schon allein eine dermaßen große Angst vor der Titelmelodie, das ich nur schwer einschlafen konnte. Also dachte ich mir: Konfrontationstherapie! Klein Schlopsi schleicht sich also aus dem Bett und stellt sich hinter die gläserne Wohnzimmertür, mit perfektem Blick auf die Flimmerkiste. Und dann passierte es: Es muss Einbildung oder ein verdammt fieser Traum gewesen sein, denn eine solche Folge habe ich auch im Re-Rewatch nie gesehen. Aber dieses Bild von einem im Wald stehenden Auto mit Insassen, auf den gleich ein Skelett zustürmen sollte, hat sich so dermaßen in meinen Schädel gebrannt, dass ich diese Szene bis heute nicht vergessen kann. Der Gruselfaktor ist zwar weg, aber ich frage mich ständig, warum gerade dieses Bild und vorallem: Woher?! …

So. Wer weiß was für ein verkapptes Bild ihr nun von mir habt… aber ich stehe dazu. Muss ich ja auch, irgendwie.
Nun denn, jetzt seid ihr Nominierten gefragt. Die folgenden Spielregeln bitte ich mitzukopieren, ansonsten habt ihr komplett freie Wahl.

Spielregeln:

  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat
  • Blogge die Spielregeln und präsentiere den Award
  • Veröffentliche 7 Fakten über dich
  • Nominiere 7 andere Blogger

Ich nominiere (schei*e, ich komme nicht auf 7… ha, doch!):

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20 Kommentare zu „One Lovely Blog Award“

  1. Tolle Antworten! Danke fürs Mitmachen 🙂

    1. ist bei mir glücklicherweise nicht so — ansonsten käme bei mir wohl nur 3-4 mal pro Jahr Filmfeeling auf. Ich brauche eine Beamer im Heimkino! 😀

    2. geht mir ähnlich und 4. würde ich auch am liebsten so handhaben, doch komme ich maximal auf 1-2 Episoden. Das Alter halt… 😉

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    1. So ein Beamer wäre wirklich was feines. Wer könnte dazu nein sagen?
      4. Ach hör auf mit dem Alter… Läufst deine 12km runter und machst nach 2 Episoden schon dicht? Verrückte Welt. 😛 (Nein, ist verständlich bei deinem Filltime-Leben.)

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  2. Zu 1.: Geht mir genau andersrum. Das schönste Kino ist das Heimkino, frei von Popcornraschlern, Handlungparallelerzählern und Handynervern. „Richtiges“ Kino gibt’s nur noch im Notfall (keine VÖ geplant, Flatscreen kaputt)!

    Und merci für’s Stöckchen, am Wochenende nehm ich es mir vor 🙂

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    1. Gerne 🙂
      Bei uns im Kino nehmen viele noch einigermaßen Rücksicht. Nur wenn jemand neben mir das Handy zückt oder an den unpassendsten Stellen beherzt in die Tüte greift, bekomme ich die Krise. Zum Glück nicht allzu oft. Aber deine Geduld hätte ich gerne, wenn es darum geht auf die BD/DVD zu warten… 🙂

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  3. Ah, dann war ich ja sogar zweimal nominiert! Dankeschön! Hatte gesehen, dass bullion dich schon erwählt hatte, sonst wärst du auch eine heiße Kandidatin gewesen! 😉
    Zustimmung bei 1.! Zwar schaffe ich es doch nicht ganz, alle Filme im Kino zu sehen, aber so richtig reingezoomt werde ich auch viel mehr im Kino als zu Hause. Bin ein großer Verfechter der Leinwand!
    Das mit dem Binge-Watching kenne ich bei Serien auch. Gestern habe ich z. B. alle drei 60-Minuten Folgen von „The Escape Artist“ hintereinander weggeschaut. 🙂 Kritik folgt noch, aber so viel sei gesagt: sehr sehenswert!

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    1. 🙂
      Ahh, The Escape Artist. Ist mir letztens auch in den Einkaufswagen „gerutscht“. Wird auch bald geschaut (hoffentlich *grins*)! Sehr fein, wenns dir gefallen hat, dann bin ich da guter Dinge, auch wenn mich die deutsche Synchro etwas gestört hat, als ich mal reingeschaut hatte,

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  4. Profi-Fußball und Lampenfieber decken sich nicht so besonders gut, oder? 😛

    im Ernst: Riesenrespekt vor so etwas!
    kickst du noch vereinsmäßig oder wurde die Karriere komplett beendet?

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    1. Naja, ob es zum Profifußball richtig gereicht hätte weiß ich nicht. Aber es lag definitiv nicht am Lampenfieber, das habe ich wirklich nur auf der Bühne. 😉
      Ich habe komplett mit dem kicken aufgehört. Mir hat irgendwann einfach die Motivation gefehlt und die Verletzungen waren auf Dauer auch zu nervend, als das es noch richtig Spaß gemacht hätte. Werde immer wieder bequatscht doch nochmal anzufangen, aber nee. Ich glaube der Zug ist längst abgefahren.

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