[Serie] American Horror Story Staffel 2 – Asylum (2012 US)

HeaderKranker Shit, schützt vor Wahnsinn nit.
Spoilerfrei!

Nachdem mir Staffel 1 mit seinem „Murder House“ recht was taugte, erwartet uns in Staffel 2 eine Menge an krankem Zeug. Wortwörtlich gesehen.
So verschlägt es den Zuschauer nach Briarcliff, einer katholischen Irrenanstalt der 1960er Jahre. Und da Wiedersehen Freude macht, gibt es auch in der zweiten Staffel von American Horror Story einige altbekannte Gesichter aus der vorigen Staffel zu sehen. U.a. Jessica Lange, Evan Peters und Lily Rabe. Doch auch Neuzugänge wie James Cromwell, hier als experimentierender Arzt, und Joseph Fiennes als frommer Leiter der Einrichtung versüßen eine weitere, in sich geschlossene Geschichte.

Nachdem mich die erste Staffel horrormäßig etwas auf dem Trockenen ließ, dachte ich, mit diesem neuen Setting würde es etwas gruseliger zur Sache gehen. Falsch gedacht. Denn anstelle von Jumpscares und Gruselmomenten bekommt man hier einen Ekelmoment nach dem anderen präsentiert, was doch recht ernüchternd sein kann, gerade bei diesem so einladenden Horrorsetting: Irrenantalt, dunkle Korridore, ein düsterer Wald…
Dabei schlagen gerade die ersten paar Minuten volles Lottchen ins Splatterkerbholz, lassen Großes erwarten, ehe sich die Serie dann wieder ihren altbewährten „Was zum…?!“-Momenten zuwendet. Und da darf man sich einerseits die Hände vor Spannung reiben, andererseits aber auch an den Kopf greifen, was sich die Drehbuchautoren da wohl nur gedacht haben mögen…
Denn was ich hier am meisten vermisst habe, war ein roter Faden in der Geschichte. Klar hat jeder Insasse sein eigenes Päckchen mit sich rumzuschleppen und es gehen einige teuflische Dinge in der Anstalt vor, die in der Gesamtheit so etwas wie eine grobe Struktur bieten. Auch die Aufmachung mit Sarah Paulson als Journalistin in die Anstalt einzubetten, damit sie den verstörenden Methoden der Leitung auf den Grund gehen kann, macht das ganze auf seine eigene Art und Weise faszinierend. Doch das reicht einfach nicht. Klingt paradox, aber anders lässt es sich nicht beschreien.
Zwar war ich auch hier wieder auf das Ende gespannt und so mancher Twist kam wiedermal unerwartet, doch für eine gute Staffel fehlte es an einigen Ecken und Enden der Geschichte. Vieles geriet zu wirr, einiges wirkte hingegen doch etwas zu berechnend und manches wiederum zu abstrus, selbst für diese Serie. Des Weiteren wurde es in den letzten drei Folgen überdeutlich, dass den beiden Machern Ryan Murphy & Brad Falchuk allmählich die Ideen ausgingen. Die Hauptstory war bereits zu Ende erzählt, doch die letzten drei Folgen mussten noch mit teils unbedeutendem gefüllt werden, um dem Staffelpensum von je 13 Episoden gerecht zu werden.
Und was die Macher da mit der Sidestory von Evans‘ Charakter angestellt haben… naja. Das war jetzt nicht ganz so überzeugend, wie erhofft.

Und doch bleiben einige Dinge (positiv) im Gedächtnis haften. Denn egal wie abwegig diese Staffel auch wurde, man muss letztendlich doch wissen, wie es zu Ende gehen wird.

Promo

Staffel 1: 7,5/10 Punkte
Staffel 2: 5,5/10 Punkte

PosterAmerican Horror Story – Asylum – Staffel 2
Jahr: 2012 US
Idee: Ryan Murphy, Brad Falchuk
Cast:
Zachary Quinto, Joseph Fiennes, Sarah Paulson, Evan Peters, Lily Rabe, Lizzie Brocheré, James Cromwell, Jessica Lange, Chloë Sevigny, Ian McShane, Naomi Grossman, Fredric Lehne, Clea DuVall, Britne Oldford, Jenna Dewan-Tatum, Dylan McDermott, Frances Conroy, Adam Levine, Barbara Tarbuck, Mark Engelhardt, Mark Consuelos, Mark Margolis, Franka Potente

 

 

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