Media Monday #177

Gestern abend durfte ich Midge Ure solo und einzig und allein mit einer Akustikgitarre bewappnet sehen, heute Abend geht es dann zu Linkin Park und am Donnerstag geht es nochmal in die NT Live Aufführung von Frankenstein, diesmal mit vertauschten Rollen. Ich freue mich. Sehr sogar. Doch bevor die Woche richtig losgeht, bekommt ihr flugs die neusten Antworten auf die 7 Fragen des Medienjournals:

1. Tony Leung Chiu Wai gefällt mir nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Privatperson sehr gut (sofern man das in diesem Kontext sagen kann), da er sich nebst anderen angesehenen Hongkong-Schauspielern bei der sogenannten „Regenschirm-Revolution“ für die Protestanten und gegen den Gebrauch von Gewalt seitens der chinesischen Regierung ausgesprochen hat. Selbst in Anbetracht dass er und andere Schauspielkollegen auf die schwarze Liste gesetzt werden, was gleichbedeutend für ein Film-/Werbe- & sonstiges Arbeitsverbot in Festlandchina ist. Sich gegen solche Regierungsmethoden auszusprechen erfordert Eier. Kudos dafür.

2. Park Chan-wook ist in meinen Augen ein/e vollkommen außergewöhnlicher RegisseurIn, weil er einen unverkennbaren Stil hat, dabei aber immer wieder neues wagt. Sei es ein Rachethrill à la Oldboy, ein total skurilles und komödiantisches Drama wie I’m a Cyborg, But That’s OK oder doch eher etwas bodenständiges wie Joint Security Area. Er wagts und macht einen Film ganz nach seinen eigenen Vorstellungen. Dafür respektiere und schätze ich ihn sehr, obwohl ich nicht jeden seiner Filme ganz so toll finde. Trotzdem ist es doch immer wieder spannend, was er uns als nächstes präsentiert.

3. Die Szene kurz vor der Regeneration von Matt Smiths 11. Doctor in Doctor Who wird mir als Szene unvergessen bleiben, denn es hätte wahrlich keine schönere Referenz an sein Debüt und auch keine treffenderen letzten herzergreifenden Worte für diesen Doctor, meinen Doctor, geben können. Da kommen mir jetzt schon wieder die Tränen, wenn ich nur daran denke. Darauf eine Runde Fish Finger and Custard!

4. George Lucas hat mit den (alten) Star Wars Filmen eine derart spannende Welt geschaffen, die ich als Kind schon so beeindruckend und genial fand, weil Lichtschwerter, pewpew-Laser und schlechte Stormtrooperschützen einfach cool sind. Und Darth Vader, X-Wing-Fighter, R2D2, C3PO,…, sind ohnehin Kult. Definitiv eine schöne Kindheitserinnerung, an die ich mir gerne zurücksinne.

5. Als großer Fan von Luke Evans, würde ich es begrüßen, wenn ihm auch weiterhin viele viele Rollen, gerne auch abseits des Rebootwahns zu Teil werden. Und im Theater würde ich ihn auch echt gerne mal sehen. Der Mann ist nicht nur Eyecandy pur, sondern auch unglaublich talentiert und präsent, worauf Hollywood und die ganzen Filmemacher wohl erst jetzt gekommen sind. Also: Gebt ihm verdammt nochmal mehr und mehr Rollen, gerne auch anspruchsvoll!

6. Einer der schönsten Aspekte am Hobby ‘Film’ ist es zu beobachten, wie sich Schauspieler in ihrem Spiel entwickeln und über sich hinauswachsen. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass mir dieses Hobby das Theater, selbst Shakespeare, so richtig schmackhaft machen kann. Dazu braucht es nur starke Darsteller und pfiffige Dialoge – schon bin ich glücklich und zufrieden.

7. Zuletzt gesehen habe ich Sympathy for Mr. Vengeance und das war wiedermal die Sprache verschlagend gut/genial/superb, weil das Ende nur die emotional herzzereißende Spitze des Eisbergs war. Der gesamte Film hat außerdem beim zweiten Mal sehr viel besser gezündet, als noch bei der ersten Sichtung, als mich der eigenwillige Stil etwas abgeschreckt hatte.


Ich hoffe ihr werdet diese Woche auch so viel Spaß haben wie ich! Kommt gut in die Woche!

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17 Kommentare zu „Media Monday #177“

  1. „Star Wars“ und Park Chan-wook habe ich auch genannt. Von letzterem kenne ich allerdings bisher nur „Oldboy“, aber so wie Du das schreibst, bin ich schon auf seine anderen Werke gespannt. „Sympathy for Mr. Vengeance“ habe ich noch nicht, dafür liegt „Lady Vengeance“ schon hier, auf den ich mich auch schon freue.

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    1. Gerade wegen der Vielfalt in Parks Filmen ist es schwer vorrauszusagen, ob einem einer seiner Filme taugt.Muss man einfach ausprobieren und notfalls nochmal sehen. „Sympathy for Mr. Vengeance“ war beim ersten Mal wirklich ein Wackelkandidat für 7 Punkte, beim zweiten Mal hat er dann aber richtig Eindruck geschunden.Kann dir beide Filme nur ans Herz legen, sind so unterschiedlich und doch so ähnlich. Viel Spaß erstmal mit der „Lady“.

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    1. Ohja. Jedes Jahr waren diese Filme Pflicht, wenn sie im TV liefen. Wird mal wieder Zeit. Ich finde es ja immer noch krass, wie sie die Filme zu der Zeit so spektakulär gestalten konnten. Da steckte noch richtig viel Herzblut in solchen Projekten drin.
      (Vielleicht sollte ich mir auch endlich mal die Box(en) kaufen, um die schon seit einer Ewigkeit herumgeschlichen wird…)

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      1. Ich schätze mal ,die Box bekommt man schon relativ hinterher geworfen.
        Wenn man sich überlegt, dass das alles nur Modelle waren… keine aufwendigen CGI – Modelle, ist das sehr viel Herzblut 🙂

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        1. Vielleicht verirrt sie sich ja unter den Weihnachtsbaum… 😉
          Auch bei sowas habe ich größten Respekt. Die Geduld und die Fertigkeiten, die für diese Jobs notwendig sind, sind schon bemerkenswert.

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    1. Da sind wirklich viele viele Perlen dabei, die selbst demjenigen, der nur westliche Sehgewohnheiten vorzieht, gefallen.

      Du kannst dir ja mal „Snowpiercer“ ansehen, wäre ein guter Einstieg in den fernöstlichen Filmmarkt. Und dann kann man ja weitersehen… ob es dir überhaupt was taugt oder ob du weitere Blicke riskieren möchtest. Ggf. lieber heftige Revengethriller mit Tiefgang aus Südkorea, stylische Hongkongaction oder japanische Dramen oder Yakuzagangsterfilme sehen magst. Nur mal so grob übers Knie gebrochen, kann man natürlich nicht so pauschal sagen, da es etliche gute Filme aus anderen Genres in den jeweiligen Ländern gibt.
      Das soll nur so als kleiner Anstoß dienen. Falls du weitere Tipps brauchst, nur zu. 😉

      (Jetzt habe ich das Gefühl dich damit dezent erschlagen zu haben. ;D)

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      1. Ein paar asiatische Filme kenne ich schon und weiß, glaube ich, auch in welche Richtung ich weitermachen würde. Ich liebe Wong Kar-Wai (kenne alles von ihm bis zu exklusive „In the Mood for Love“), fand „Oldboy“ sehr gut, mochte „Running Out of Time“ und hatte auch sonst noch ein paar Begegnungen, in den letzten Jahren allerdings immer weniger. Also danke für die Tipps! 🙂

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        1. Ahh, okay. WKW ist natürlich schon eine Ansage. Da gibt es Filme, die mir viel zu, hmm, wenig im Sinne von Handlung sind, was anstrengend sein kann. Aber ich kann auch jeden verstehen, der darin viel mehr sieht, als ich es könnte. Ich lege dir daher spontan Kim Ki Duks „Bin Jip“ ans Herz, der könnte dir gefallen. 🙂
          Ansonsten eben die üblichen Verdächtigen wie Johnnie To, der hat ja auch alles mögliche gedreht.

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  2. Oh, hey, du gehst ja doch noch in die zweite Version von „Frankenstein“!!! 🙂 Sehr cool – bin gespannt, wie deine Meinung zu beiden Versionen sein wird! Hattest du eigentlich schon was geschrieben? Hab irgendwie nix gesehen…

    (Den Rest deines Media Mondays habe ich jetzt noch nicht so genau gelesen, ich muss schaun, ob ich überhaupt Zeit finde, MEINEN Eintrag noch zu schreiben…)

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    1. Jaa, ich hätte mich sonst garantiert geärgert, deshalb der spontane Trip! Der Originalcast war einfach der Hammer; bin schon sehr auf Millers Creature gespannt. Obwohl es eine Inszenierung von Doyle ist/war, fand ich gerade die reduzierte Art des Stücks an den Höhepunkten der Geschichte überragend gut gemacht. Kann nachvollziehen dass du mehrmals drin warst, hätte ich wohl auch so gemacht. 😉 Das Stück hätte ich wirklich gerne auf DVD, aber zumindest das Drehbuch habe ich mir bestellt (und ein paar englische Import DVDs mit Cumberbatch, die es hier leider nicht gibt).

      Da konnte ich mir guten Gewissens das eigentlich geplante Billy Idol Konzert verzeihen…

      Aktuell habe ich viel zu tun, aber hoffentlich schaffe ich ein, wenn nicht sogar zwei Artikel darüber zu schreiben. Muss mal sehen wie ich das am besten mache.

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      1. GENAU!!! 🙂

        Übrigens gibt es ja nicht wirklich ein „Original“, zumindest nicht, was die Theateraufführungen anbelangt. Aber live übertragen wurde damals die Version mit BC als Creature. Erst später haben sie dann noch ein Recording der anderen Version gezeigt.

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        1. Ahh, okay. So lange verfolge ich NTLive noch nicht, deswegen war ich wegen der Begriffe „Original“ und „Reversed“ auf meinem Ticket von einer Stammbesetzung ausgegangen. Danke für die Aufklärung!
          Habe mir vorhin mal das Drehbuch durchgelesen und bin jetzt gespannt wie ein Flitzebogen, wie das umgekehrt wirken wird. Cumberbatch hatte mich ja schon vom ersten Moment an emotional ergriffen. Wird eine spannende Kiste, der Bericht wird alsbald folgen. 🙂

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