Media Monday #180

I don’t like Mondays… und warum laufen im Dezember eigentlich so viele neue Filme in den Kinos an? Da ist ja Planungstalent gefragt…

1. Wenn ich mir meine Filmvorlieben so anschaue, muss ein Film vor allem eines haben, um mich zu begeistern:
Ich würde ja gerne behaupten ein gutes und abwechslungsreiches Drehbuch. Vorzugsweise etwas (bissigen) Witz und eine verzwickte Story.  Wenn man es aber genauer nimmt, dann muss einer meiner unzähligen Lieblingsschauspieler mit an Bord sein. Dann ist die Sache meistens schon zur Hälfte geritzt.

2. Erfahrungsgemäß gefallen mir Filme mit Benedict Cumberbatch auch überdurchschnittlich oft, denn mir gefällt seine Rollenauswahl im allgemeinen sehr gut. Vermutlich weil er sich nicht nur auf einen Rollentypus festlegt und sich nicht vor Herausforderungen scheut. Davon abgesehen sieht er nicht nur umwerfend aus, sondern er hat auch unglaublich viel Talent und eine enorme Leinwandpräsenz. Die Vorfreude auf The Imitation Game ist dementsprechend groß.

3. Die Tötung von [Spoiler] in diesem Park Chan-wook-Film war für mich besonders schockierend, weil man den Hintergrund hinter der Tat erst spät erfasst, bzw. man damit gar nicht mehr wirklich gerechnet hat. Es war nicht nur schockierend, sondern auch grausam. Und mittlerweile schockt mich nicht mehr so vieles.

4. Das coolste Vater-Sohn-, alternativ Mutter-Tochter-Gespann gibt es auf die Schnelle für mich in Alles eine Frage der Zeit.
Ich meine hey, Bill Nighy macht alles und jeden cooler. Und Domhnall Gleeson konnte davon nur profitieren, auch wenn er seine Sache ohne „väterlichen Beistand“ gut gemacht hat. Hach, es ist ein rundum schöner Film.

Dad: „You can’t kill Hitler or shag Helen of Troy.“

5. Selten wurde Krieg glaubwürdiger und grausamer dargestellt als in Johnny zieht in den Krieg. Klar gibt es einige Vertreter, die auf optischen Schrecken setzen, wie Der Soldat James Ryan oder Full Metal Jacket. Aber Johnny zieht in den Krieg setzt auf ein viel grausameres Was wäre wenn?-Szenario. Wenn ein Soldat nur noch mit seinen Gedanken in seinem Körper eingeschlossen ist, weil ein Granateneinschlag sämtliche seiner Sinnesorgane zerfetzt hat. Daraufhin verfällt er auf der Krankenstation erst in einen Monolog mit Gott, ehe er seine aussichtslose Lage verzweifelt realisiert. Etwas brutaleres ist mir in diesem Sinne noch nicht untergekommen. Daher warne ich euch eindringlich: Nach dem Film fällt man in ein deprimierendes Loch. Alternativ könnt ihr euch einen Einblick in den Film verschaffen, wenn ihr euch das Musikvideo zum Song „One“ von Metallica anschaut.

6. Nicht unbedingt ein Weihnachtsfilm, ist es inzwischen quasi Tradition, dass ich mir alljährlich die HBO Miniserie Band of Brothers ansehe. Apropos, das Jahr ist ja bald schon wieder vorbei. Wird also wieder Zeit für die Easy Company. Für mich bisher die beste Miniserie überhaupt.

7. Zuletzt gesehen habe ich The Unforgiven und das war gut, weil das japanische Pendant zum Eastwoodfilm zwar sehr eng an Erbarmungslos angelehnt ist, dank des Samuraisettings aber seinen eigenen Grundton findet. So lohnt sich ein Remake.


Und wieder ist eine Fragerunde beendet. Wie immer wünsche ich euch einen enthusiastischen Start in die Woche!

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17 Kommentare zu “Media Monday #180”

  1. Band Of Brothers ist wirklich cool. Könnte ich auch mal wieder gucken.

    Auf UNforgiven hab ich irgendwie auch Lust. Vor allem, überhaupt mal ein asiatisches Remake zu sehen, dürfte interessant sein. Sonst ist das ja immer andersrum.

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    1. Den kannste dir auch beruhigt ansehen. Schon allein wegen der wunderschönen Landschaftsbilder.
      Obwohl der Film sehr sehr nah ans Original gerät, hat er wie gesagt seinen eigenen Grundton gefunden. Auch wenn mir Erbarmungslos einen Ticken besser gefällt, ist er wirklich nicht schlecht. Nur etwas zu lang.

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  2. The Unforgiven wurde also inzwischen gesehn 😀
    kommt dazu noch eine ausführliche Review? =)

    und Johnny zieht in den Krieg wurde gleich vorgemerkt
    ich finde auch den psychischen Schrecken und die Brutalität eigentlich deutlich schlimmer als wenn dieser, wie beispielsweise beim Soldat James Ryan, optisch offen ausgetragen wird

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    1. Jo, spätestens Mitte der Woche wird was zum Film kommen!

      Naja, man kann nicht leugnen, dass Spielbergs und Kubricks Filme nicht an die Nieren gehen. Da sind es aber vergleichsweise kurze Phasen, während man in Johnny zieht in den Krieg während der gesamten Laufzeit damit frontal konfrontiert wird. Und das ist wirklich hart.

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    1. Seit Jahren liegt The Pacific schon im Regal, bisher habe ich mich aber noch nicht rangetraut. Wird gegen BoB bestimmt abstinken, soll aber trotzdem noch gut sein. Hast du The Pacific schon gesehen? Zur Zeit wollen sie wieder so ein Projekt aufziehen, diesmal mit einer Fliegerstaffel. Hoffentlich wird das was.

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  3. Eine wunderbare Antwort bei 4., die mir partout nicht einfallen wollte. Dabei habe ich verzweifelt nach Vater/Sohn-Beziehungen gesucht — und nun im Nachhinein fallen mir etliche ein. Naja, ich hätte vermutlich ohnehin die „Gilmore Girls“ gewählt… 😉

    Hast du nach „Band of Brothers“ auch „The Pacific“ gesehen? BoB liebe ich ja auch, doch an die Nachfolgeserie habe ich mich noch nicht rangetraut…

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    1. Da musste ich aber auch ewig lange überlegen. Bei den anderen Antworten stieß ich dann auf Indy und seinen Vater. DAS wäre es gewesen. Aber hey, Abwechslung ist eine feine Sache 😀
      Nein, mit „The Pacific“ geht es mir da wie dir. Steht zwar schon ewig im Regal, aber ich habe die Befürchtung, dass es (für mich) einfach nicht reicht. BoB hat das Maß aber auch unerreichbar hoch gesteckt… aber vielleicht wage ich mich demnächst doch mal ran. Muss man eben versuchen, es als eigenständiges Projekt zu sehen. Ist nur schwer, wenn einem die Jungs der Easy Company so sehr ans Herz gewachsen sind.

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  4. Oh jaaaa – gute Wahl. Habe auch überlegt Mr Vengeance bei der Frage zu nennen. Erstens weil es so überaus VIELE Tode in dem Film gibt. Und zweitens weil mich da mehrere sehr geflasht haben. Ich traue es mich gar nicht in die Kommentare zu schreiben wer und wann und wie …

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