Top 16 der Film und Songmomente

Frohe Ostern allerseits! Falls ihr noch auf Eiersuche geht, habe ich einen schönen Soundtrack für euch. 😉

Und weiter geht’s mit Film und Musik und Liedern und besonderen Momenten. Von taranKino ausgehend erreicht mich über Zirkusmanege dieses gar wunderprächtige Stöckchen. Die (leicht erweiterte) Top 16 der Film und Songmomente. Ohja!
Ob ich in dieser Woche nochmal von der Musik weggkomme? Ich bezweifel es ja schon fast. 😉

Bevor die Nominierten aber untergehen, werden sie schon vorab bekannt gegeben:

FriedlVonGrimm (Again and again and again… I’m sorry!)

Die Singende Lehrerin (Du bist doch prädestiniert dafür, hm?)

Mighty-Movies (Da, bekommst noch mehr zu tun!)

Und jetzt geeeeht’s looos. Die Reihenfolge ist dabei vollkommen irrelevant:

Time of my Life (Bill Medley & Jennifer Warren)
– Dirty Dancing

Und da starten wir auch schon mit einem musikalischen Bolliden, der seinesgleichen sucht. DER Song, DIE Szene. So und nicht anders hat das Zusammenspiel von Musik und Film zu sein. Denke ich an das eine, denke ich an das andere. Höre ich den Song, habe ich die Szene in all ihren Bewegungen vor Augen. Sehe ich die Szene, spielt sich automatsch „Time of my Life“ ab. „Nobody puts Baby in a corner. Come on.“ Gibt es eigentlich ein schöneres Duett?


Freedom (Anthony Hamilton & Elayna Boynton)
– Django Unchained

„Felt like the weight of the world was on my shoulders…
Pressure to break or retreat at every turn;
Facing the fear that the truth I discovered;
No telling how all this will work out;
But I’ve come too far to go back now. […]“

Ich weiß nicht wie Tarantino so ein verdammt feines Gespür für Bild und Tonkomposition erlangt hat. Wie er es allein mit der Songwahl schafft, eine Szene hervorzuheben und sie ins Gedächtnis zu brennen.  Obwohl es fast schon wie ein separates Musikvideo wirkt, schafft er es, dieser Szene ganz besonders seinen Stempel aufzudrücken. Zum einen passt der Song wie die Peitsche zum Rücken (who’s bad?) und zum anderen lässt er den Song so konträr zu skurillen Einschüben laufen, dass es trotzdem passt, ohne die tragische Gewalt dahinter zu verherrlichen oder sich gar an ihr zu weiden. Und dann holt er einen mit einem saloppen „Yep“ wieder zurück in den eigentlichen Film. Wahnsinn.


Twisted Nerve (Bernard Herrmann)
Kill Bill
Vol.1

Es.gibt.zu.viele.großartige.Songs.,.die.Quentin.Tarantino.in.seinen.Werken.verbaut. Da an anderer Stelle schon eines der besten Stücke aus Kill Bill Vol. 1 genannt wurde, verweise ich hier auf Daryl Hannah in sexy Krankenschwesternoutfit, die locker flockig „Twisted Nerve“ von Bernard Herrmann pfeift. Muss ich denn noch mehr sagen?


My Rifle, my Pony and Me & Cindy (Dean Martin)
– Rio Bravo

Zwar ist mir El Dorado der liebere Western, aber wenn es sich die Haudegen im Sheriffsbüro bequem machen und Dean Martin mit seiner himmlischen Stimme „My Rifle, my Pony and Me“ einstimmt, dann hat das Kultcharakter. Und wann sieht man den Duke schon so lächeln? Auch nicht zu verachten ist „Cindy“, die Songzugabe bei der sie dann alle einstimmen. Coolness in alter Form.


You Know My Name (Chris Cornell)
– James Bond: Casino Royale

Ich könnte gut 2/3 aller James Bond Openingsequenzen aufzählen, bei denen ich beim hören sofort den Vorspann vor Augen habe. Da mich aber Chris Cornell mit seiner rockigen Nummer „You Know My Name“ damals im Kino so umgehauen hat, steht er mitunter stellvertretend hier. Denn nur zu gut denke ich nicht nur an die bunten Karten, die in verspielten Mustern über die Leinwand flimmern, sondern auch an den perfekt inszenierten schwarz/weiß Einstieg in den Film, der die Rocknummer umschmiegt. Was bekomme ich bei dem Titel Bock auf den Film!


Take My Breath Away (Berlin)
Top Gun/As Tears Go By

Da die Ursprungsversion dank Top Gun ja sowieso schon in einer kürzlichen Liste erschienen ist, weiche ich auf die kantonesische Version des Songs aus. As Tears Go By ist einer der wenigen Filme von Wong Kar-wai, den ich bisher gesehen habe und tatsächlich auch gut fand. Wenn Andy Lau im Bus sitzt, in der Nacht noch die Sonnenbrille trägt und dann an der Fährenstation auf Maggie Cheung wartet und sie quasi Abschied nehmen und dann… reizend. Auch wenn der Song zum Ende hin wirklich nervt, da das  kantonesische Gebrabbelsinge doch etwas anstrengend wird.


The Parting Glass (Lauren Cohen & Emily Kinney)
– The Walking Dead

Es ist ein kleiner Moment in der Hektik und dem Kampf ums Überleben. Wenn die Gruppe aus The Walking Dead kurz zur Ruhe kommt und Beth und Maggie The Parting Glass singen, dann geht das durch und durch. Die Studioversion gefällt mir jedoch noch um einiges besser.


How Deep Is Your Love (BeeGees)
Adams Äpfel

Wenn Pfarrer Ivan Neonazi Adam vom Bus abholt.
Wenn Ivan und Adam zum Bus fahren und ein paar Typen abholen. Und dieser Song spielt und Ivan ganz unbekümmert mitträllert und Adam erst ablehnend in seinem Sitz versinken möchte und dann doch mit einstimmt. Das ist der Zuckerguss auf diesem apfelkuchigen Film.

„How deeeep is your loveeee?“


It’s hip to be square (Huey Lewis and the News)
– American Psycho

Wenn Christian Bale als Jason Bateman so hip und groovy am abtanzen ist, dann bleibt das natürlich im Gedächtnis haften. ‚Cause it’s hip to be square! Es gibt keinen, der flippiger eine Axt schwingt. Auch wenn ich Bale nicht sonderlich mag: Großartig. Ganz ganz großartig!

„The song’s so catchy!“ So true!


Love Me Again (John Newman)
Live.Die.Repeat/Edge of Tomorrow

Wir hatten es schon von Vorspannen(?), aber auch Abspanne können cool sein! Vor allem wenn im Kino John Newmans Song „Love Me Again“ durch die Boxen dröhnt und man die „Again. Again. Again. And again“-Szene vor Augen hat…
Und hier nochmal ein Zusammenschnitt des Films unterlegt mit dem Song. Der ist einfach zuuu groovy und wie gemacht für den Film!


Christmal is all around (Billy Mack/Bill Nighy)
– Tatsächlich… Liebe

Ich liebe Bill Nighy. Ich liebe Tatsächlich… Liebe. Und ich liebe das Original von Wet wet wet, das ich noch zu Kassettenzeiten rauf und runter und wieder rauf gehört habe.
Als ich erst letztes Jahr zum ersten Mal den Film gesehen habe, konnte ich nicht mehr aufhören zu lachen. Bill Nighy ist so eine coole Sau. Der Nachteil ist jetzt nur, dass ich selbst beim wundervollen Original nur noch an den fluchenden Billy Mack denken kann. Und sein freizügiges Musikvideo. Welch Teufelskreis. Na wenigstens ergibt sich dadurch immer etwas zum lachen.


Ten Million Slaves (Otis Taylor)
– Public Enemies

Ich gebe zu, ich musste gerade nochmal nachschauen auf welchem Soundtrack dieser Song steckt. Aber manchmal bleibt mir eher ein Musiktitel im Gedächtnis, als die komplette Szene. Beim schauen fiel mir wieder auf, warum ich den Mix so mag. Es erinnert entfernt an einen Tarantino (was hier allerdings scheitert), da dieser offene Rhythmus die holprige Verfolgungsjagd in ihren Grundelementen unterstützt und am Ende obskur der Kaltschnäuzigkeit gegenübersteht. Klasse. (Die Banjoversion von dem Song ist übrigens noch besser!)


Fire Woman (The Cult)
– Doctor Who


(Leider spielt der Song nur kurz und es gibt kein Snippet dazu. Aber der Song ist auch so geil. Sollte mehr von The Cult hören, stelle ich mal wieder fest.)

Was wäre eine Liste ohne Doctor Who? In der Folge „Journey to the Centre of the T.A.R.D.I.S.“ überreicht der Time Lord seinem Companion Clara die kurzzeitige Führung über das Schiff, ehe das Raumschiff von einem interstellaren Schrottsammler angezogen wird. Und als die beiden über ihre Meinungsverschiedenheit, wie man mit einem simplen Raumschiff umzugehen, bzw. NICHT umzugehen hat, endlich bemerken dass sie in der Bredouille stecken, spielt der fetzige Song Fire Woman von The Cult. Kriegt mich jedes mal wieder. Und da wir wissen, dass die T.A.R.D.I.S. sowieso eine feurige Braut ist… And this Doctor… is on fire in this episode! And everything!
Und überhaupt. Wie die Folge auf den Song wieder zurückgreift. Genial.


The Hanging Tree (James Newton Howard & Jennifer Lawrence)
– Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 1

(Diverse Tools vorausgesetzt.)

Kam das im Kino episch rüber. Wenn ein einziger Song aus leicht schiefen Tönen zu dieser episch breiten Soundtrackwand und zum Sinnbild des Umbruchs wird. Boah, wenn die Menschenmassen auf den Damm zumarschieren, dann bekomme ich jedesmal Entenpelle…


Sweet Home Alabama (Lynyrd Skynyrd)
– Con Air

Da war ich mit der Liste schon fertig und vergesse einen DER kultigsten Filmmomente schlechthin, wenn Steve Buscemi in Con Air dem Begriff Ironie die perfekte Beschreibung verpasst. Das geht doch nicht, dass ausgerechnet das hier fehlt.


Bonus: Dance Hall Days  (Wang Chung)
– GTA Vice City

Ich habe in meiner Kindheit schon viel gezockt. Und wirklich der 90er Song schlechthin, den ich auf immer und ewig mit der Spielereihe und speziell Vice City verbinde, ist das ultragroovige Dance Hall Days von Wang Chung. Wenn man mit dem Spielecharakter an die Bootsanlegestelle bei der Villa geht und dieser Song läuft… Groovy! Aber nur eine Perle in den ganzen Soundtracks, aber den Titel verbinde ich wirklich mit dieser Szene.


So. Das waren zwar keine 11, sondern gleich 16 verschiedene Film und Songmomente, aber das sammeln hat einfach zu viel Spaß gemacht. Ich hoffe ihr hattet beim durchklicken genauso viel Freude, wie ich beim Zusammenstellen dieses grandiosen Blogstöckchens von taranKino.

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21 Kommentare zu „Top 16 der Film und Songmomente“

  1. Ich habe es „befürchtet“, dass mir irgendjemand dieses Stöckchen weiterreicht! 😉 Danke dir! Aber das mag eine Weile dauern, denn von so ganz offensichtlichen Dingen wie „Time of My Life“ mal abgesehen, muss ich da doch ganz genau in mich gehen… Aber es ist eine tolle Idee und ich werde mich seeeeehr gerne damit beschäftigen! 🙂

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    1. Sowieso grad ein krasses Problem mit der Serie. Ich habe ja nix gegen das Kill your Darling-Prinzip aber in TWD wird es etwas überstreckt. Vor allem, wenn den Opfern noch eine Folge vorher richtig tolle Charaktermomente zugeschrieben werden. Mit Beth kam ich zwar erst spät zu recht (schätze es war die Solofolge „Alkohol“ in S4), aber dafür dann umso mehr. War auch das erste mal wo ich mir dachte: Nee. Absolute Fehlentscheidung. Bin mal gespannt wie es weitergeht, kam bisher noch nicht zur zweiten Hälfte der 5. Staffel.

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      1. Ja, die Solofolge „Still“ (Alkohol) ist sogar eine meiner liebsten in Staffel 4. Ich bin ja eh Daryl-Fan (wie wahrscheinlich 80 % aller anderen TWD-Zuschauer) und in dieser Folge hat alles gestimmt. Melancholische Atmosphäre, ein redseliger Daryl (was ja was heißen muss) und dann Beth, die sich endlich mal ein wenig frei spielen darf und nicht nur das hilfsbedürftige Etwas mimt. Ihren Tod fand ich extrem überflüssig. Wieso ist Ricks Sohn eigentlich nicht mal aus Versehen in der Schusslinie? (Ein mir noch immer ziemlich unsympathischer Charakter.)

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        1. Die Folge war wirklich stark. Das Midseasonfinale war in der Serie auch erstmals ein Punkt, wo ich vor lauter Ärger gar nicht zum „trauern“ kam. War ziemlich gewurmt von der Entscheidung, auch wenn ich (leider) vorher schon wusste, dass es passiert (fiese Spoiler überall). Sie wäre eine super Ergänzung zu Ricks Wesen gewesenm finde ich. Schade dass es so gekommen ist.
          Carl… auch wenn er mir nicht mehr ganz so auf den Sack geht wie noch in der 3. Staffel, so frage ich mich, warum gerade bei ihm die Notbremse in der Handlung gezogen wurde (Staffel 3, als er den Jungen erschießt). Da hatte ich für die Zukunft eigentlich fest mit gerechnet, dass bei ihm eine Bombe platzen würde. Aber das hat sich wohl erledigt. Naja, TWD: Eine wahrhaftige Hassliebe mit all ihren Stärken und Schwächen.

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  2. bin ich eigentlich der einzige, der keine Benachrichtigungen mehr bekommt, wenn er irgendwo verlinkt wurde? 😮
    sehr schöne Liste, wird gleich mal zu den Favoriten hinzugefügt, das ein oder andere Lied wird sicher noch seinen Weg auf den MP3 Player finden 😛
    You Know my Name ist auch mein absolut liebster Bond-Song, Skyfall war aber ebenfalls grandios. Allgemein habe ich das Gefühl, dass in den letzten drei, vier Jahren Songs wieder eine größere Rolle im Kino spielen, bspw. beim großen gatsby oder den auch von dir benutzten Django oder The Edge of Tomorrow

    nur The Time of My Life ist etwas klischeehaft 😛

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    1. Nein. Es kommt nur darauf an ob du auf einen deiner Beiträge direkt verlinkt wirst. Dann gibt es eine Benachrichtigung, ansonsten nicht.
      Danke. „You Know My Name“ gehört eigentlich gar nicht unbedingt zu meinen liebsten Bondsongs, da liegen Skyfall, Goldfinger und Co. weiter vorne. Aber bei dem bekomme ich einfach pure Lust auf den Film.
      Ist auch so, denn gerade in den Trailern werden Songs eingebunden, die artout nicht mehr aus dem Ohr wollen. Auch wenn vieles mittlerweile ähnlich klingt.
      Pfft, klischeehaft. Er ist toll, er darf das sein. 😀

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  3. Also mit der Nennung von Twisted Nerve und Time of my life und How deep is your love und Christmas is all around ist das praktisch schon die perfekte Liste. Die anderen können aufhören zu posten. Und ich muss auch nicht mehr anfangen zu sammeln XD

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