[Games] Metal Gear Solid 3: Snake Eater (2004)

MGS-3-Cover-(via-ocremix.org)

Oh nein, Videospiele jetzt auch noch auf Infernal Cinematic Affairs? Eigentlich nicht, aber ich muss einfach diese Lobeshymne loswerden, die mir nun schon seit gut 10 Jahren auf der Seele brennt. Denn Spiele sind die besseren Filme.

Nachdem ich vor wenigen Tagen dachte: Jetzt fängst du endlich mal mit Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots an, welches sein kümmerliches Dasein nun schon seit mehr als einem Jahr auf dem Stapel ungespielter Spiele fristet. Um wieder in die Story und in das Gameplay zu finden, musste allerdings noch einmal Metal Gear Solid 3: Snake Eater ausgekramt werden, ebenso die eingemottete Playstation 2 (upps, noch während des Verfassens dieses Textes fiel mir rein zufällig noch die HD-Collection in die Hände, was für noch mehr Spielspaß sorgen wird…).
Beim Blick in die Hülle fiel mir die Quittung heraus, die mir das Kaufdatum vom April ’05 datierte. 10 Jahre ist es schon wieder her… der letzte Speicherstand immerhin 7 Jahre. Und was soll ich sagen? Nachdem ich in den letzten Tagen knapp 20 Spielstunden investierte, saß ich am Ende erneut mit Freudentränen in den Augen vor dem Fernseher – wie schon damals mit meinen 12 Lenzen. Es war dieselbe Freude wie damals, im Jahre 2005, als mich Hideo Kojima mit seiner Geschichte so unglaublich berührte und auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle entsandte.

Doch was genau ist es, das mein Herz höher schlagen lässt? Ist es die Geschichte, die tiefgründigen Dialoge und Charakterbeziehungen, die Musik, die Optik, die Liebe zum Detail? So klischeehaft das auch klingen muss, es ist alles. Das Gesamtpaket ist so stimmig, dass es das alles für mich zum perfekten Spiel macht.
Wer mit der Metal Gear-Reihe vertraut ist, weiß zumindest um das konfliktgebeutelte Setting. Snake Eater, der Prolog zu den nachfolgenden Teilen, schickt uns in die Wirren des Kalten Krieges. Zwar mit reichlich Fiktion gespickt, wird der damalige reale Konflikt mitsamt der daraus resultierenden bedrohlichen und angespannten Stimmung perfekt eingefangen. Der Zeitgeist ist bei all den fiktiven Elementen so greifbar, was stets durch kleine Details aufgefrischt wird. Und handle es sich dabei nur um die berühmt berüchtigten Funksequenzen. Die Gespräche zwischen Para-Medic, der Sanitäterin auf „Abruf“ und Snake, sind ein Genuss für jeden Cineasten. Wenn Para-Medic versucht, Snake über die damalige filmische Landschaft aufzuklären und mit Filmen wie Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben, über James Bond um die Ecke kommt… dann geht einem als Filmfreund doch das Herz auf. Und das ist nur eine der vielen Kleinigkeiten, die MGS so reizvoll machen.

Es ist doch nur ein Spiel

Wer im größeren Maßstab denkt, der wird um die cinematischen Videosequenzen nicht herum kommen. Für den einen ist das die pure Epik, der andere wiederum wird von den Cutscenes wenig angetan sein, die zum Teil weit mehr als 10 Minuten für sich beanspruchen. Doch genau das gehört zum Spielerlebnis dazu. Das ist eines der Kernelemente der Reihe. Mastermind Hideo Kojima, der sich mit der Metal Gear Solid-Reihe ohnehin ein Denkmal setzte, ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er bringt historische sowie fantastische Elemente, wie hier zum Beispiel die COBRA-Einheit – die zudem die Bosskämpfe bilden – unter einen Hut, was so flüssig von der Hand zu gehen scheint. Fast möchte man meinen, dass das, was einem das Spiel auftischt, glatt der Realität entzogen sein könnte, obwohl ständig das Wissen um die Fiktion im Hinterkopf schwebt. Es ist das feingliedrige Einflechten in das Große und Ganze, was die Spiele so besonders machen und eine selten dagewesene erzählerische Dichte erzeugt.

Natürlich darf bei all der Lobbekundung der eigentliche Spielanteil nicht fehlen. Wir schleichen uns als „Naked Snake“ durch das Unterholz, gehen auf die Jagd nach Nahrung – vom kleinen Fallobst bis hin zu Schlangen – versorgen Wunden und infiltrieren feindliche Basen. Wie man dabei vorgeht, ist dem Spieler selbst überlassen. Entweder man bemüht sich um möglichst wenig Aufsehen und schaltet die feindlichen Einheiten bedacht mit der Betäubungspistole aus, nachdem man das Gebiet sorgfältig studiert hat und erhält anschließend in der Tarnung als Wissenschaftler Zutritt, oder man schlägt sich im Rambomodus mit feinster Musik von Harry Gregson-Williams untermalt durch feindliche Späh- und Unterstützungstrupps und lässt Maschinengewehre und Granaten ihre Arbeit erledigen. Doch leicht ist das nicht.
Es gab und gibt Spiele, die ihre Handlung, das Allumfassende, komplett ins Gameplay einbinden. Und es gibt Spiele wie Metal Gear Solid, die genau das in filmreifen Sequenzen zeigen. Den Spielanteil strikt vom Storyanteil unterscheiden und deshalb eine unglaublich dichte Atmosphäre und Spannung für den weiteren Spielverlauf aufbauen.

Ist das überhaupt noch ein Spiel?

Natürlich. Ich mache es zwar nicht gerne, da sich die Spiele doch unterscheiden, aber The Last Of Us geht ähnliche Wege, auch wenn außerhalb der Cutscenes mittels tiefergehenden Gesprächsfetzen eine emotionale Bindung zu den Figuren erreicht wird. Aber darum soll es hier und jetzt nicht gehen. Lieber möchte ich auch weiterhin von Metal Gear Solid 3: Snake Eater schwärmen. Denn eigentlich ist es eine glatte Lüge. Auch in Snake Eater gibt es diese Gesprächsfetzen. Doch da man die meiste Zeit über allein der Mission nachgeht, fallen diese nicht so sehr ins Gewicht. Stattdessen komme ich lieber nochmal zu den Videosequenzen zurück. In diesen Teilen des Spiels bleibt uns nicht viel anderes übrig, als zuzusehen (oder den Dialogmuffeln das wegklicken). Doch manche Parts erlauben an bestimmten Stellen mit Drücken der R1 Taste, in die Sicht von Snake zu wechseln. Es mag wie ein unnötiges Gimmick erscheinen, und doch ist die Wirkung dessen immens. Während man sonst nur unbeteiligt als dritte Person zuschaut, erhält man als Spieler die Möglichkeit der Identifikation. Ich sehe genau das was meine Spielfigur auch sieht. Aus genau dem gleichen Winkel, aus genau den gleichen Augen.
Unbedeutend? Im Prinzip ja. Nimmt es Einfluss auf die Handlung? Nicht im geringsten. Ist es geschickt? Und wie! Wir werden Teil des Films, korrigiere: der Geschichte, wenn auch nur auf den kleinstmöglichen Nenner gebracht. Noch dazu sind diese Einschübe hin und wieder mit einem netten Gimmick geschmückt. Zudem verlieren wir nicht das Gefühl, von der Handlung ausgeschlossen zu sein, sie als Außenstehender zu sehen. Stattdessen erleben wir sie in ihren Grundzügen mit. Und das ist wichtig.

Videospiele sind die besseren Filme

Eine gewagte These. Eine scheinheilige These. Bei entsprechendem Spiel jedoch eine passende These.
Wie nun schon mehrfach angedeutet, in Metal Gear steckt immer eine ganze Menge cineastisches Potenzial. Das Geschehen wird zu einem epischen Zusammenkommen geformt. Natürlich gab es das schon in früheren Teilen, aber die Grafik in MGS 3 war doch schon ein Meilenstein, wenn man das Erscheinungsjahr 2004 berücksichtigt. Nun konnte den filmischen Einschüben noch mehr Tiefe zugefügt werden. Und damit ist beileibe nicht nur die räumliche Ebene gemeint…

Das Charakterdesign wurde immer ausgefeilter und realistischer. Spezifische Details versüßen den Eindruck und die perfekte Besetzung der englischen Synchronsprecher runden diesen Eindruck ab. Wer hat bei Snake nicht sofort die raue, tiefe Stimme von David Hayter im Sinn? Oder bei wem stößt die schiere Autorität und Bestimmtheit von The Boss (die superbe Lori Alan) nicht auf pure Ehrfurcht? Während Kojima seinen filmreifen Cutscenes mehr als genug Zeit einräumt und diese großzügig für sich sprechen lässt und nebenbei bemerkt punktgenaues figurenbasiertes Storytelling betreibt, lässt er es sich außerdem nicht nehmen, jedem seiner Charaktere spezielle und erinnerungswürdige Besonderheiten zukommen zu lassen. Die freizügige, nichtsdestotrotz auch toughe Motorradfahrerin EVA oder Revolverheld Ocelot, der ‚elektrisierende‘ Oberst Volgin oder The Sorrow, einem Mitglied der COBRA-Unit, dessen Anführer und Geliebte The Boss war… es sind die Entwicklungen dieser Figuren, die die Geschichte nebst der eigentlichen Handlung vorantreiben. Ihr mehr als nur eine eindimensionale Ebene liefern, auf der sie sich ausbreiten kann. Es sind diese perfekt eingefangenen Momente, die in ihren besten Augenblicken mindestens genauso viel aussagen können, wie es ein Film schafft. Die Tragik dahinter, die schlicht und ergreifend unter die Haut geht.

Natürlich gibt es auch hier ausgesprochen pathetische Szenen.
Wenn Snake im Finale auf The Boss trifft und im Hintergrund das großartige Titellied „Snake Eater“ von Cynthia Harrell spielt, dann geht das trotzdem an die Nieren. Und das nicht zu knapp. Mir steigen bei den letzten Worten tatsächlich immer wieder aufs Neue die Tränen in die Augen, weil man sich mit den Figuren über den gespielten Zeitraum hinweg so verbunden fühlt. Man mit ihnen und ihrem Schicksal leidet und ungläubig zusieht, wie sich die Geschichte allmählich ihrem Ende zuneigt. Und doch sitzt man nach den gut 15 Stunden Spielzeit da und genießt den Abspann. Kein Ärgernis darüber, dass die Geschichte zu kurz sei, kein Ärgernis um überhaupt etwas. Stattdessen ist es die pure Befriedigung um des Wissens willen, soeben eines der besten Spiele überhaupt durchgespielt zu haben. Und egal wie oft das noch passieren wird. Es wird mir immer eine große Ehre sowie Freude sein, dies auch weitere Male so zu empfinden.

„What a thrill…
With darkness and silence through the night
What a thrill…
I’m searching and I’ll melt into you
What a fear in my heart
But you’re so supreme! […]“
Yeah. You are.
MGS-3---Boss-&-Big-Boss-(via-videogameszone.de)

Schafft das ein Film? Ja. Schaffen das viele Videospiele? Nein. Habe ich zuweilen das Gefühl, dass mich ein Videospiel noch stärker fesseln und mit einbeziehen kann, weil man zwischenzeitlich mit den Charakteren interagiert? Selbstverständlich. Und doch kann man nicht über die unglaubliche Macht der reinen Cutscenes hinwegsehen. Sie sind wie ein Film und doch… treffen sie zumindest mich dieses eine Quäntchen mehr, als es ein Film vermag. Das ist nicht nur Kunst und Können. Das ist Magie. Kinoreife Magie.

The Boss: „Life’s end… Isn’t it beautiful? It’s almost tragic. When life ends, it gives off a final lingering aroma. Light is but a farewell gift from the darkness to those on their way to die. I’ve been waiting, Snake, for a long time. Waiting for your birth, your growth, and the finality of today.“


Metal Gear Solid 3: Snake Eater ist nicht nur mein Lieblingsspiel schlechthin. Es ist weit mehr als das. Die Geschichte. Die Musik. Die Darsteller. Das alles wurde unter Hideo Kojima und Konami zu einem zeitlosen Spiel geformt, dass über die Jahre hinweg nichts, aber auch gar nichts an seinem Charme eingebüßt hat. Das erlebte, das gesehene und gefühlte, das alles macht dieses einzigartige Spiel zu mehr als nur einem simplen Spiel. Es macht es zu einem detailverliebten Erlebnis, an welches ein Film in seinen Grundzügen niemals rankommen kann.

Das ist Liebe.

Hideo Kojima, Konami und den restlichen Beteiligten:
I salute you.

Hier nochmal die Chronologie der einzelnen (Haupt-) Teile und wann sie spielen:

Metal Gear Solid 3: Snake Eater (1964)
Metal Gear Solid: Peace Walker (1974)
Metal Gear Solid V: Ground Zeroes (1975)
Metal Gear Solid V: The Phantom Pain (1984)
Metal Gear (1995)
Metal Gear 2: Solid Snake (1999)
Metal Gear Solid (2005)
Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty (2007/09)
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots (2014)

Bilder via ocremix.com; imgkid.com; de.games.konami-europe.com; metalgear.wikia.com; videogameszone.de; killstreakmedia.com [© Konami]

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31 Kommentare zu „[Games] Metal Gear Solid 3: Snake Eater (2004)“

  1. Habe ja schon mal erwähnt, dass ich das Spiel auch einfach nur klasse finde. Leider schaffen es Spiele aber viel zu selten, mit einer guten Story zu überzeugen, die einen wirklich in ihren Bann zieht. Meistens wirken die mehr schlecht als recht hingeklatscht und nur als Mittel zum Zweck, um den Spieler von einer Mission in die nächste zu jagen. Emotionen kommen dabei sowieso fast nie zustande. Ausnahmen wie Heavy Rain oder eben MGS sind da leider nur Ausnahmen, in einem Brei von immer demselben Quark.

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    1. Ja, das stimmt. Wobei man bei den guten Spielen ja sogar noch unterscheiden kann, ob der Spielanteil nur reiner Mittel zum Zweck ist, oder es die Geschichte erheblich weiterbringt. Heavy Rain steht leider noch aus, aber da frage ich mich, ob der Interaktionsteil nicht doch etwas zu wenig ist. Zumindest dem nach zu urteilen, was ich bisher gesehen habe.

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      1. Heavy Rain muss man eher als interaktiven Film betrachten. Allerdings ist man eigentlich durchgehend emotional im Spiel drin, auch wenn sich (oder gerade weil) sich die Interaktion darauf beschränkt, Entscheidungen zu treffen und zu reagieren. Ich kanns aber nur empfehlen. Für mich eine des besten Spielerfahrungen ever.

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        1. Werde ich mir sicherlich mal ausleihen, nur um des Spielgefühls wegen. Aber ich brauche doch etwas Action zwischendrin, das macht mich skeptisch…
          Ist doch auch so, dass es mehrere „Wege“ gibt, das Ende zu erreichen, oder?

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  2. Nie gespielt, da nie die PS-Konsolen gehabt, und doch: Die Ausschnitte, die ich gesehen habe, die machen schon Lust auf mehr. Auch wenn ich ein paar Bedenken habe, bezüglich meiner Kompatibilität mit dem Spiel, ich hab ja schon manche Kämpfe bei Uncharted neu starten müssen, und ich geh davon aus, dass hier die Rücksetzpunkte deutlich günstiger platziert sind als mei MGS, oder?

    Und ja, es gibt diese Spiele, die filmische Tiefen erreichen, tolle Charaktere und Geschichten bieten. Filmschrott sprach bereits Heavy Rain an (spiele ich gerade zum ersten Mal), aber es gibt auch andere, wie Remember Me oder Life is Strange.

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    1. Eigentlich schade, gerade du als Spielekenner. Bei MGS kannst du manuell speichern (mehrere Spielstände), wo du genau aus der Situation neu beginnst, bei der du gespeichert hast. Ansonsten ist dieser Teil ja in sehr überschaubare Abschnitte gegliedert, da wirst du meist um 5 Minuten zurückgeworfen. Nur ärgerlich, wenn es während einer größeren Map passiert, da darfst du alles nochmal machen, im Falle des Todes. Haben sie aber schon gut gelöst und es erhöht den Reiz, wirklich leise und bedacht vorzugehen.
      Ach, Heavy Rain würde ich so gerne mal spielen. Allerdings frage ich mich ja, ob da nicht zu wenig Interaktion stattfindet. Meinem Eindruck nach ist es eben mehr Film als Spiel.
      Life is Strange ist auch so ein Fall (nur die Demo gespielt). Könnte mich nicht entscheiden ob mir das nun gefällt oder nicht. Gibt es da mehr als nur zwei Alternativen? Mir war es wieder ein wenig zu offen, da hat mir der deutlich sichtbare rote Faden etwas gefehlt. Aber die Idee fand ich klasse.

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      1. Naja, auf der PS3 hol ich einiges nach, vor kurzem hab ich FF X gespielt, FF 7 sitzt auf der Platte, Mass Effect wartet, Last of Us auch, die ganzen Assassins Creed, usw. usf. Der SuG freut sich. XD
        Hm, ok, das hört sich so schlimm nicht an. Wie ist denn der Schwierigkeitsgrad? *heimlich nach der Legacy Collection schiel* 😳

        Heavy Rain macht mir gerade unglaublich viel Spaß, weil die Story fesselnd ist. Interakiton hat man schon, ich hatte bereits mehrere Szenen, die auch anders hätten ausgehen können – bin einmal im Supermarkt an ne Getränkekasten hängengeblieben. Tjoa… Inwiefern das alles dann eine Rolle für die Handlung bzw. das Ende spielt, das kann ich noch nicht abschätzen. Aber es lohnt sich, denn wenn man es als einen interaktiven Film betrachtet, ist das Niveau schon recht hoch.
        LiS ist sooo toll! Die Aufmachung, die Atmosphäre, die Figuren, die Mysterien… Am Dienstag kommt Episode 3 und ich bin schon aufgeregt. 😀

        Sagen wir es so: In Episode 2 hast du eine ganz große Szene, die auf zwei Arten enden kann. Das Ende der Episode wird bereits davon beeinflusst, welche Entscheidungen du in Episode 2 getroffen hast. Jetzt ist die Frage, wie es in Ep. 3 weitergeht, da immerhin das große Ereignis von Ep. 2 im Raum steht. Darauf bin ich sehr gespannt, wenn sie das nämlich gut hinbekommen, dann ist es ein Meisterwerk. Denn hier dürften sich die Spielerlebnisse deutlich unterscheiden. Ganz davon abgesehen, dass ich bereits von einer Szene weiß, die im Spiel auftauchen kann, die ich aber aufgrund meiner Entscheidungen nicht gesehen habe.

        Ansonsten, du hast eben lauter kleine Entscheidungsmöglichkeiten, und du kannst deren Auswirkungen so wie im echten Leben nicht abschätzen. Der rote Faden an sich ist die Frage nach dem, was mit Rachel Amber geschehen ist, und warum Max diese Träume hat. Sicher, man nähert sich dem recht langsam (es sind aber insgesamt auch fünf Episoden geplant), und trotzdem erkennt man schon, dass nicht alles rund läuft an dieser Schule.
        Ok, ich dreh mich gerade ein wenig im Kreis, und ich weiß auch nicht, ob dir meine beiden Einträge zu Life is Strange helfen könn(t)en, aber ich finde das Spiel großartig. 🙂

        PS: Was ist mit Remember Me, eher dein Fall?

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        1. Uff, der SuG… da war ja was… *grins* Die Legacy Collection macht schon ordentlich was her. Wie es mit der Knovertierung vom 2. Teil bspw aussieht, weiß ich allerdings noch nicht. Den dritten Teil haben sie aber enorm aufwerten können. Endlich hängt man nicht mehr in der fixierten 3rd Person Sicht fest, sondern kann in geschmeidiges selbst steuerbares 3rd Person wechseln… Die Geschichte ist eben einfach der Hammer, anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Schwierigkeit geht von sehr leicht (kannst auch explizit auswählen, dass du MGS noch nie gespielt hast) bis hin zu „European Extreme“. Ich spiele es derzeit nochmal auf Schwer, nachdem ich mit der normalen Schwierigkeit erst wieder reinkommen musste. War doch etwas härter als gedacht. 😀
          Ja, Heavy Rain… muss ich mir dann mal ausleihen. Das ganze System ist ja außerordentlich interessant und schon ein vollkommen eigenständiges Erlebnis. Werde sicher dazu berichten. 🙂
          LiS… so wie du davon schwärmst werde ich es mir auf Youtube nochmal genauer ansehen. Bin mir aber wirklich nicht sicher, ob ich mehrere Episoden davon schaffen würde, ohne Abwechslung zu brauchen. Weiß nicht wie ich es formulieren soll, aber es ist so frei, dass es schon wieder „unfrei“ wirkt. Weiß auch nicht… Na mal sehen. Ansprechend ist es ja, so ist es ja nicht.
          Remember Me sagt mir überhaupt nichts.

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          1. Ja, die Legacy wäre für mich die Wahl, da ich ja so gar keine Erfahrung mit MGS hab und so alle nachholen könnte. Von der Geschichte hab ich hier und da im Netz immer nur Gutes gehört, muss man aber selbst erleben, weil da Zusammenfassungen nicht reichen. Und ein „Easy-„Modus gefällt mir sehr gut, das brauch ich vermutlich auch. Ich hab halt so meine Probleme damit, und weiß noch zu gut, wie oft ich bei Uncharted oder Tomb Raider draufging. ^^

            Ich glaub, ich schreib auch noch mal was zu Heavy Rain, wenn mich die Muse küsst. Gerade stand ich unter Hochspannung, puuh, Adrenalinschub! Leih es dir auf jeden Fall aus!

            Momentan hast du bei LiS ja sowieso Wartezeit zwischen den Episoden, da macht das auch weniger aus. Und du hast schon Fixpunkte, die du machen musst, damit die Handlung weitergeht. So ist ja nicht. 😉
            Aber wie du das machst, bzw. was du erledigst, bevor du weitergehst, das ist deine Entscheidung. Beispiel: Ein Mädchen bekommt ne Toilettenpapierrolle an den Kopf, was machst du? So Kleinigkeiten verleihen dem Geschehen auch eine gewisse Tiefe.

            Remember Me ist vom selben (französischen!) Entwickler wie Life is Strange, und spielt in einem futuristischen Paris. Es dreht sich sehr viel um Erinnerungen in einer Gesellschaft, in der diese zur Ware wurden. Ich fand und find das Spiel trotz der ein oder anderen etwas frustrierender Passage super, und die Memory Remix-Sequenzen sind fantastisch! Schau dir mal ein paar Videos dazu an. 😉

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            1. Stimmt. Selber erleben ist das A & O. Wobei über Zusammenfassungen du vermutlich trotzdem nicht verzichten wirst, da die Geschichte nicht chronologisch veröffentlicht wurde. Da gibt es so vieles was nur angeschnitten wird, da hilft der ein oder andere Blick ins Metal Gear Wiki. bestimmt.
              Und das mit dem Schweregrad: Macht nichts, ging mir bei besagten Spielen auch so. Richtig mies wurde es, wenn ein Savegame extrem unglücklich gesetzt wurde. ^^
              Mach mal! Bin daran interessiert. 🙂
              Hmm… ich habe doch schon zwei neue Spiele auf dem SuG und du schwatzt mir immer mehr LiS auf… verdammich. Werde es mal weiterverfolgen, kann aber für nichts garantieren. Zumindest ist es kein Allerweltsspiel, das hebt den Anreiz.
              Jupp, zu Remember Me schaue ich mich später mal um. 🙂

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              1. Gerade bei Games. Die leben ja von der persönlichen Interaktion! Weshalb ich ein Game auch nie komplett nur als Let’s Play schauen könnte, ganz davon abgesehen, dass ich bei jedem Schritt denke: „Neeiiin, wieso gehst du denn da lang, schau doch erst einmal, was in der anderen Richtung ist! Wie, du schaffst den Sprung nicht, das ist doch so schwer nun auch nicht! Oh, da war ein Geheimnis, das ich gesehen habe, und du nicht!“ Naja, ähm… *räusper*
                Ok, wenn du als Fan das sagst, dass man trotz allem noch auf ein wiki zugreifen muss, um teilweise durchzublicken, dann weiß ich nicht, ob ich mir die Spiele holen soll. Die müsste ich dann am besten in einem Rutsch spielen, oder?
                Hm, unglückliche Savegames, das ist ärgerlich. Was machst du denn dann?

                Ok, aber erst muss ich HR beenden. 😉
                Haha, ich arbeite nur daran, dass dein SuG fleißig Nachschub bekommt. 😉
                Was sind denn die beiden neuen Spiele, oder hatten wir es bereits davon? Ni no Kuni ist schon aufm SuG gelandet?
                LiS ist definitiv kein Allerweltspiel, und es hebt sich auf angenehme Weise hervor. Aber zwing dich nicht, kann und muss nicht jedem gefallen. Aber bei mir hat es eingeschlagen. 🙂
                Und, was sagst du zu Remember Me?

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                1. Stimmt schon. Leider habe ich nicht die Möglichkeit, die neuesten Titel selber zu spielen, da meine Hardware einfach nicht leistungsfähig genug ist. Selber spielen oder die Neugierde befriedigen… Gut, die besten Titel kann ich mir ja noch als PS3 Version holen, aber gerade so Indygames wie LiS schaue ich doch hin und wieder als LP. Wobei aber auch nur in seltenen Fällen ganz durch.
                  Ähhmmm, stopp stopp! Habe mich etwas falsch ausgedrückt! Ich meine jetzt nicht dass du das Wiki nebenbei aufgeschlagen haben musst, um bei den Geschichten durchzublicken! Keinesfalls. Viel eher um manche Kleinigkeiten die einem aufgrund der komplexen und vielschichtigen Geschichte unwichtig erscheinen in einen spannenden Kontext zu versetzen. Sieh das Wiki mehr als eine Art Geschichtsbuch für Historienbegeisterte an. 😉 Da steckt einfach so viel drin, das ich mich beim Lesen selbst ertappe: „Wow, ich wusste das zwar, aber das wiederum muss mir wohl entgangen sein!“.
                  Och, musst du nicht in einem Rutsch spielen. Die Spiele sind eigenständig genug um auch eine längere Pause zwischendrin verkraften zu können. 😉
                  Zu den Savegames: Ich versteife mich nicht nur auf eines, sondern lege im Verlauf 2-3 unterschiedliche an. Gerade an entscheidungsträchtigen Punkten bin ich so immer auf der sichersten Seite.
                  Na toll. 😛 Nein, Ni no Kuni ist noch nicht gekauft. Immer mit der Ruhe. 😀 Habe ja die MGS HD-Collection geholt. Dann kann ich in naher Zukunft noch MGS: Peace Walker sowie den zweiten Teil Sons of Liberty spielen. Die kenne ich nämlich noch nicht selbst. Ich sagte doch schon: Spielekäufe gehen bei mir erstaunlich langsam von der Hand. 😉
                  Zu Remember Me: Okay. War jetzt vom Gameplay nicht ganz so überzeugt aber die Story scheint ziemlich gut zu sein? (Das wäre wohl so ein Spiel, dass ich mir als LP ansehen würde ^^)

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                  1. Na, PS3 reicht doch auch, zumindest, sofern die Idioten Rise of the Tomb Raider auch für die noch mal bringen! *motz*
                    Ich hab doch auch nur die und ne Wii u. 🙂
                    Ah, ok, das Wiki dann als Ergänzung bzw. für Details, die man sonst verpast, ok! Wobei ich mal nach der Legacy geschaut hab, gamestop nada, amazon 80 € – die spinnen doch! – und auch ebay schaut da nicht vernünftig aus. Leider findet sich der vierte Teil auch nicht so leicht… *grummel*
                    Was meinst du denn als Kennerin, „reicht“ die Kombination HD-Collection+Teil 4+eventuell Teil 5?
                    Ha, das mit den Speicherständen mach ich auch, gerade, wenn gerade ne wichtige Szene kam dann leg ich einen neuen Speicherstand an. Bei Ni no Kuni hatte ich am Ende acht oder neun. 😀

                    Die Story von Remember Me hat mir sehr gut gefallen. Das Gameplay war ok, du kletterst halt wie in Uncharted durch die Gegend, Rätsel in dem Sinne hast du beim Memory-Remix (die sind phnatastisch!), und hier und da Kämpfe. 😉

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                    1. ^^
                      Jetzt gerade „nur“ 70 Öcken. Ich bin absolut kein Profi auf dem Gebiet. Die HD-Version ist schon okay. Wichtig sind der 2. und 3. Teil. Peace Walker ist eine Ummodelung des PSP-Spiels, soll sich wohl auch deutlich im Gameplay unterscheiden. Bleibt nur die Frage, wo man den ersten Teil herbekommt, der sich auch lohnen soll.
                      „Guns of the Patriots“ gibt es günstig als Platinum Version. Alternativ im Laden bestellen. Meiner Ansicht nach reicht das vollkommen aus. Also ja, so wie du es angehen würdest, reicht das mMn. 😉
                      Hehe, man muss nur wissen wie man es am besten anstellt mit den Speicherständen. 😀
                      „Remember Me“ halte ich mal unter Beobachtung. 🙂

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                    2. „Nur“, joa. ^^‘
                      Den ersten Teil kann man im Store für 9,99 runterladen, den vierten gibt es online für 19,99 zum Herunterladen, also so teuer wie die Platinum, nur halt ohne Disc. Preislich kommt das alles mit der HD-Sammlung in etwa auf das Gleiche heraus wie die Legacy.

                      Gut! 🙂
                      Ich warte darauf, dass meine PS3 die dritte Episode von LiS endlich lädt, das sind doch nur 1300 MB… da lädt die Wii U deutlich schneller, menno.

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                    3. Ja. Wobei ich dir vermutlich eher zur HD-Version raten würde. Dann verbrennst du nur die Hälfte deines Geldes, sollte sie dir nicht gefallen.
                      Hihi, die Wartezeiten bei der PS3 können in der Tat lang sein. ^^

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                    4. Also, du meinst, direkt mit MGS 2 starten, und auf 1 verzichten?
                      Ich hatte mir sowieso überlegt, den vierten Teil vorerst noch nicht zu kaufen, falls mir die Spiele gar nicht gefallen.

                      Boah, das ist so abartig! Das lädt jetzt schon seit zwei Stunden, und ist noch nicht fertig. Vor ner Woche hab ich den MArio Kart 8-DLC geladen, der in etwa genauso groß ist, das hat 25 Minuten gedauert, höchstens! 😦

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                    5. Aaalso. Das ist die Chronologie der Handlung:

                      Demnach mit Teil 3 anfangen -> Peacewalker (zählt zu den Ausreißern da primär für PSP gemacht) -> Sons of Liberty -> Teil IV schließt das ganze dann ab.
                      Wie du es am besten machst ist eigentlich dir überlassen. Ich würde (und werde) es so angehen und im September dann Teil V in Angriff nehmen. Sorry dass ich dir nicht genauer weiterhelfen kann.
                      Keine Ahnung woran es liegt, aber meine Internetverbindung ist heute auch enorm käse. Vielleicht das Wetter. Gibt so Tage, da klappt es nicht so wie man will.

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                    6. Danke für die vielen Infos! 🙂
                      Und du hast mir schon sehr viel geholfen und viele Infos geliefert! 😉

                      Ja, so Tage hat das Netz hier auch. Immerhin konnte ich heute morgen bereits ne Stunde spielen, und freue mich auf den Rest. 😀

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                    7. Gut gut! Kannst ja durchsickern lassen, ob du dich zu den Spielen entschließt oder nicht. 🙂
                      Hehe, viel Spaß damit! Muss ich wohl doch nochmal auf die PS3 hauen, hmm? Muss zugeben, jetzt habe ich wohl oder übel doch etwas Blut geleckt. 😉

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                    8. Mach ich! 🙂

                      Ach, LiS hat dich doch noch begeistert? 😀
                      Ich find es einfach nur großartig. Und es bietet auch genügend Inhalt, damit man mehrfach durchspielen kann, um eben die anderen Entscheidungen zu treffen und neue Szenen zu sehen. Auch wenn die großen Eckpunkte dieselben bleiben.

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