Media Monday #203

Mit einem guten Song im Ohr und dem Wissen sich heute Abend Mad Max: Fury Road im Kino anzusehen (noch bin ich ja ein wenig skeptisch, auch wenn das handgemachte wirklich frohlocken lässt), geht der Start in die Woche doch sehr viel entspannter vonstatten. Außer man bleibt mit der Hand an einer Türklinke hängen und ärgert sich (mal wieder) über die eigene Schusseligkeit… Aber ohne weitere Umschweife geht es nun mit dem Media Monday weiter.
Ich vermisse übrigens tatsächlich die gewöhnliche 7. Frage…:

1. Eine der häufigsten Übertreibungen  ist dieses fürchterliche tausendmal mehr = tausendmal besser Denken. Es ist ein Trauerspiel wie jedoch genau das heutzutage bis in die letzte Faser ausgereizt wird. Statt sich auf eine gescheite Geschichte zu konzentrieren, wird diese vom unnützen Ballast wie Effekthascherie und dem ganzen Mist fast immer vollständig erdrückt. Ja Hollywood, übertreibt es doch noch mehr!

2. Sämtliche gesehene Filme von Nicolas Winding Refn empfand ich als sehr künstlerisch, so dass ich mich gar nicht an Bleeder, die Pusher-Trilogie oder gar Bronson traue. Man könnte glatt meinen, er hätte es sich bei mir mit Valhalla Rising und Only God Forgives verbockt…

3. Das Marvel Cinematic Universe ist an einem Punkt angelangt, wo endlich Entscheidungen getroffen werden müssen und das bisherige richtig miteinander verknüpft, statt nur immer wieder Thanos in der Aftercreditsscene zu zeigen und auf das kommende hinzuteasen. Ich finde das MCU nach wie vor toll, aber genau diese Szenen degradieren die Filme ständig auf den Rang eines Lückenbüßers. Das geht doch geschmeidiger…

4. Ex_Machina hat mich jüngst richtiggehend begeistert, weil es einer dieser unglaublich ruhigen Filme ist, die einem nach dem Abspann so voller Adrenalin pumpen, dass man vor lauter Euphorie vergisst wie man ihn einschätzen soll. Weiß ich übrigens seit knapp einer Woche immer noch nicht, aber er pendelt im Moment um eine 8,5/10 herum… allerdings ist noch alles möglich.

5. Unter all den Podcasts kenne ich mich nicht aus. Kann ich ja auch nicht überall. Könnte ich, aber… nein.

6. Was ich mir von Filmen ja immer wieder erhoffe ist schlicht und ergreifend, dass sie eine fabelhafte Geschichte erzählen und mich vom ersten Moment an an die Hand nehmen und zum Schluss vollkommen ergriffen ins richtige Leben entlassen.

7. Musik ist regelrecht magisch und da stört es auch nicht sonderlich, dass vieles mittlerweile mehr Kommerz als Liebe gleicht. In der Musik wird trotzdem immer vorrangig das Gefühl weiterleben und genau das macht sie so fantastisch und zum besten Freund des Menschen.


Eigentlich ja schon eine Schande, sich bei diesem genialen Wetter ins Kino zu verkrümeln, aber was soll’s? „It’s a lovely day“ anyways. Ich hoffe ihr habt einen guten Start in den Tag gehabt!

Geht euch diese moderne Ansicht in der Artikelbearbeitung eigentlich auch so auf den Sender? Immer fehlt eine wichtige Funktion…

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29 Kommentare zu „Media Monday #203“

  1. Ist künstlerisch für dich was negatives? Ich persönlich finde ja MCU von der Idee toll aber die Umsetzung dürftig. Und Podcasts… Also diesen einen, Enough Talk, den solltest du schon hören 😉

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    1. Nein, keinesfalls. Ich schätze Regisseure die ihre eigenen Visionen durchsetzen. Allerdings gefällt mir so „radikales“ vergleichsweise selten, bzw. es spricht mich gar nicht an.
      Inwiefern dürftig? Mir gefällt es ja auch, sehr sogar, aber mittlerweile wird die Umsetzung doch fragwürdiger.

      Hmpf. Vielleicht höre ich mal rein. 😉

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  2. Oh man, jeder schaut den neuen „Mad Max“. Ich will auch! Will denn keiner mal einen Abend auf meine Kids aufpassen und sich um den Hausbau kümmern? Hrmpf, ich seh mich schon den auch erst zu Hause nachholen…

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    1. Komme gerade raus. Und ich weine vor Freude. Hatte ja Angst, dass die 2 Stunden nur mit Nonsens und mit Ach und Krach über die Runden kommen. Er ist dreckig, hart und einfach nur der schiere Wahnsinn. Es gab nicht eine Sekunde Langeweile.
      Und so leid es mir tut das zu sagen: Er muss im Kino genossen werden. Sorry dass ich dir damit in den Rücken falle 😛

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  3. 1. Volle Zustimmung. Dieses Höher Schneller Weiter Prinzip geht mir auch nur auf die Nüsse. Vor allem wird man da über kurz oder lang ein Limit ereichen, wo man sich nicht mehr toppen kann und dann wirds richtig grausam. Dann beginnt nämlich die Aufwärmphase und es gibt gar nix neues mehr.

    Ach, und mich nervt die Artikelbearbeitung ebenfalls.

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  4. Höher, weiter, schneller, lauter, das ist leider das Motto unserer Gesellschaft. Dass dabei häufig nur Mist rauskommt, geschenkt, durch den ganzen Rummel hat man sein Geld verdient und lacht sich ins Fäustchen.

    Boah, jetzt fängst du auch mit Ex Machina an, den Film kann sich jeder außer mir anschauen, so fies! 😦

    Viel Spaß im Kino! 🙂

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  5. ich benutz meistens noch den alten 😀 auch wie die alte Statistik-Seite, die einfach mehr Infos hat… irgendwie gefällt mir das Layout von denne auch überhaupt nicht,das ist immer so ein krasser Bruch, wenn man auf der eigenen Seite ist, dann auf dieses komische blauweiß wechselt und dann wieder auf die eigene zurückkommt…

    hast du Drive mal probiert? der schafft es auch eine ganz ordentliche Geschichte zu erzählen, auch wenn auch bei dem Film die Handlung nebensächlich und die Bildästhetik im Mittelpunkt steht

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    1. Jedes mal wenn ich einen Beitrag bearbeiten will kommt man auf diese verwirrende neue Seite. Aber für den Umweg via Dashboard bin ich teils zu faul… mit der Statistikseite hat es auch eine Weile gedauert, aber mit der kann ich mich einigermaßen gut verstehen. Hätte trotzdem gerne den simplen Knopf, der zwischen Alt und Neu umherspringen lässt.
      Stimmt, „Drive“ gibt es ja auch noch. Den werde ich mir definitiv ansehen, denn Bildästethik ist ja per se nichts schlechtes, kann sogar ziemlich spannend sein. Dürfte ohnehin einer der zugänglichsten Refn-Filme sein, oder?

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      1. Würde ich vermuten,ist aber bisher mein einziger Refn. Der hat aber gut reingehauen 😀
        Ja, nutzen und mögen sind zwei so Sachen 😀 wenn’s schnell gehen soll nutz icu immer das neue, wenn ich richtig arbeiten möchte,das Alte- v.a. hatte die Statistikseite mehr Informationen…

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  6. Ach der Winding Refn … der ist schon sehr speziell. Pusher habe ich wegen Mads Mikkelsen geguckt, hatte dann aber auch keine Lust mehr auf den 3. Teil. Den 2. fand ich sehr lohnenswert. Bronson habe ich wegen Tom Hardy geguckt (erkennst du das Muster?), fand aber nur Tom Hardy gut und den Film … naja. Ähm. Schräg. Unbequem irgendwie.

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    1. Bronson reizt mich ja auch ein klein bisschen, das dachte ich mir schon.
      Es darf im Film ja gerne unbequem sein, aber Refn ist mir einfach zu sperrig, um da noch drüberwegsehen zu können.

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      1. Du sagst es! Die Filme von ihm machen mir wegen dieser seltsamen Eigenart auch nie wirklich Spaß. Andererseits kann man sagen, dass er einen eigenen Stil hat. Das merkt man ansonsten nicht bei allen Filmeschaffenden so deutlich ….

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