Media Monday #206

Ich war die letzte Woche so unglaublich faul. Bei der Hitze auch kein Wunder. Noch dazu haben mich tierische Kopfschmerzen ausgeknockt, die selbst jetzt noch fies gegen den Schädel drücken. Auch wenn ich gar keine Lust habe, den Media Monday zu beantworten, so mache ich das trotzdem. Ist ja schließlich der Media Monday und der Mensch ein Gewohnheitstier.

1. Robin Atkin Downes hätte ja spätestens für ihre/seine Darstellung als Kazuhira „Kaz“ Miller einen Haufen Preise verdient, denn sein Voiceacting ist einfach klasse. Bin derzeit richtig vernarrt in diese Stimme. Aber er gehört ja sowieso schon zu den Veteranen der Szene.

2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell?
Mal so, mal so. Es kommt immer auf den verfilmten Stoff an, aber meine Tendenz geht doch in Richtung nah an der Wahrheit. Es ist ja schließlich nicht so, als ob unsere Historie langweilig und leblos wäre. Da steckt so viel drin und kann durch unzählige Referenzen aufgepeppt werden. Da braucht es in den wenigsten Fällen eine freie Sichtweise.

3. In Anbetracht der Menge an Fantasy-Settings, fällt es mir immer schwerer, mich auf so etwas einzulassen. Als Referenz zählt für mich Game of Thrones (zumindest im cineastischen Sinne). Das liegt einfach daran, dass ich mich in den seltensten Fällen mit Magie und fantastischen Wesen arrangieren kann. Vieles wird mir davon schnell zu viel, da braucht es schon ein besonderes Feingefühl, um die Balance und mich bei Stange zu halten.

4. Der spannendste Kriminalfall – ob im Film oder in Serie stellt für mich Inside Man dar. Aber in dem Raum kenne ich mich noch nicht sonderlich gut aus…

5. Aidan Gillen spielt ja sonst eher verschrobene Rollen, aber als Petyr „Littlefinger“ Baelish in Game of Thrones ist er eine unglaublich stille Wucht. Egal wie fies, durchdringlich, zurückhaltend und zielstrebig dieser Charakter auch vorgehen mag, diese ausgestrahlte Ruhe und Besonnenheit, mit der Gillen ihn verkörpert ist so dermaßen anziehend, dass er mit dieser Figur einen besonderen Status in meinem imaginären GoT-Charakterranking innehält. Immer wieder sehenswert.

6. Unvergessen, wie sich ein durchgeknallter Araber in Adams Äpfel mit einem Haufen Skinheads anlegt , denn Psychopathenknie!

7. Schon witzig, wie in Filmen, die erst ein paar Jahre alt sind die (Haushalts)Technik immer ausgereifter wird und ich hier noch mit einem Staubsauger anno 2000 staubsauge oder mich schon dafür schämen muss, das mein olles Smartphone nicht mehr up to date ist. Überhaupt sieht die Welt im Film doch immer weitaus fortschrittlicher aus, als sie es in Wirklichkeit ist. Aus irgendeinem Grund deprimiert mich das.

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25 Kommentare zu „Media Monday #206“

  1. Erstmal gute Besserung!
    Und zu dem Fortschrittswahn: alles Quatsch, mich nervt es sehr, wie stark die Leute mittlerweile danach gieren, immer den neusten scheiss zu haben! Ich nutze meine Telefone z.b bis sie kaputt sind. In Filmen ist doch eh alles mit den neusten Prototypen geproductplaced (oh Gott was für ein Wort), damit ein Jahr später, wenn das Ding im Kino läuft alle den fancy Kram haben wollen. Bäh! Freu dich über einen Retro Staubsauger 😉

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    1. Danke!
      Geht mir ja nicht anders. Die Sachen werden benutzt, bis sie nicht mehr funktionieren. Wäre ja auch zu schön, wenn ich mir jeden neuesten Kram leisten könnte…
      Klar wird in Filmen immer „geproductplaced“ (^^), und manchmal so gut, dass es mich nicht sonderlich stört. Aber was für Hypewellen dadurch losgetreten werden können… bah. „Wieee, du hast das und das noch nicht?!“ …
      Solange der Staubi noch tut, ist alles gut. 😉

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  2. Bist du sicher, dass die Kopfschmerzen nicht von der VR-Brille kommen? (Schon getestet?) 😉 Ernsthaft: gute Besserung!

    Aidan Gillen hat mir in „The Wire“ ja fast noch besser gefallen als in „Game of Thrones“ – auf jeden Fall ein sehr guter Schauspieler!

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    1. Danke. Nee, das sind andere Kopfschmerzen. 😉 Aber die VR-Brille kann ich definitiv nicht lange tragen, ohne mich dabei unwohl zu fühlen. Sie macht Spaß, schlägt bei mir aber leider unangenehm auf die Sinnesorgane. Aber dieses eine Spiel („Swivel Gun“) macht soo Laune, da vergisst man sowas schnell. Zu Sonntag sollte ich spätestens was zum VR-Erlebnis hochladen können. 😉
      Ach verdammt, Zirkusmanege schrieb das auch schon über Gillen in „The Wire“. Werde ich demnächst in Angriff nehmen müssen. Wusste nämlich gar nicht, dass er dort auch mitspielt. Daher ist die Freude umso größer. Bin gespannt auf sein Auftreten!

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      1. Da sage ich doch gleich mal danke für den Tipp! Swivel Gun kenne ich bisher nämlich noch gar nicht. Übrigens geht es mir genauso und ich kann nicht länger als vielleicht 10 Minuten spielen/schauen – doch für den Gag ist es ab und zu ganz nett 🙂

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        1. Viel Spaß damit.
          Ja, 10 Minuten sind bei mir auch das Maximum. Kommt aber auf die App an und wieviel Bewegung im Sichtfeld stattfindet. Sobald manches zu schnell vorbeizieht, ist es doch au0erordentlich anstrengend. Trotzdem eine feine Sache.

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        1. Aus Wikipedia: „Chuzpe [xʊtspə], auch Chutzpe (aus dem jiddischen חוצפה [chùtzpe] von hebräisch חֻצְפָּה [chuzpà] für „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“ entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.“
          – Eine nette Umschreibung also für Kleinfinger. ^^

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