[Abgehört] Doctor Who Series 8 OST – Murray Gold (2015)

In Deutschland mit gehöriger Verspätung am 3. Juli erscheinend, veröffentlicht Silva Screen Records nun auch hier zu landen den Soundtrack zur 8. Staffel von Doctor Who. Federführender Komponist ist wie gewohnt Murray Gold, der auch hier wieder tatkräftige Unterstützung des BBC National Orchestras of Wales erhält, welches wiederum von Ben Foster und James Shearman geleitet wird.

Um es dieses mal weniger analytisch anzugehen, möchte ich nicht jeden einzelnen Track der 69(!) Titel besprechen, sondern manches nur anreißen oder im Kontext der Serie besprechen. Auf Stücke die allerdings Eindruck schinden, wird es wieder etwas präziser.
Daher gilt eine generelle Spoilerwarnung, da ich euch die Serie nicht durch mögliche interessante Stellen im Soundtrack verderben möchte.

Vorab aber noch kurz die Tracklist, sowie der Hinweis, dass dieser Soundtrack aus drei CD’s besteht und sogar den Score zum Weihnachtsspecial Hereingeschneit beinhaltet. Endlich wurde von einer gesonderten Veröffentlichung dessen abgesehen – eine erfreuliche Entwicklung ist das definitiv. Ihr könnt euch den Soundtrack übrigens auch auf spotify anhören. Vielleicht habt ihr ja Lust, ihn im Hintergrund laufen zu lassen, während ihr diese Review lest?

DW-series8-cover-V2

Tracklist:

  1. Doctor Who Theme (Series 8)
  2. A Good Man? (Twelve’s Theme)
  3. Something It Ate
  4. Concussed
  5. It’s Still Him
  6. Pudding Brains
  7. Breath
  8. Hello Hello
  9. A Drink First
  10. Missy’s Theme (vocals by Halia Meguid)
  11. Aristotle, We Have Been Hit
  12. We’re Still Going to Kill You
  13. Tell Me, Am I a Good Man?
  14. What Difference a Good Dalek?
  15. The Truth About the Daleks
  16. Old Fashioned Hero
  17. This Is My Spoon
  18. Robert, Earl of Loxley
  19. The Legend of Robin Hood
  20. Robin of Sherwood
  21. The Golden Arrow
  22. Listen
  23. Rupert Pink
  24. Fear
    ————————–
  25. The Architect
  26. Rob the Bank
  27. Account Closed
  28. Open Up
  29. The Caretaker
  30. Are You Going to Shoot Me?
  31. When I Say Run
  32. That Is the Moon
  33. Start the Clock
  34. Don’t Stop Me Now (Instrumental)
  35. There’s That Smile
  36. The Sarcophagus Opens
  37. The Artefact
  38. Study Our Own Demise
  39. Not Knowing
  40. Siege Mode
  41. In the Woods
  42. We Weren’t Asleep That Long
  43. Forgetting
  44. The Song of Danny and Clara
  45. Throw Away the Key
  46. Browsing
  47. They Walk Among Us
  48. There is No Clara Oswald
  49. Missy and Her Boys
  50. A Good Man, An Incredible Liar
  51. Freefall
  52. I Need to Know
  53. Missy’s Theme – Extended
  54. Missy’s Gift
  55. (The Majestic Tale of) An Idiot With a Box
    ————————–
  56. 3 Perfectly Ordinary Roof People
  57. Do You Really Believe in Santa?
  58. Unsealing the Infirmary
  59. Ghosts
  60. What Seems to Be the Problem?
  61. We Don’t Know What’s Real
  62. Thinking About It
  63. Clara’s Dream Christmas
  64. The Doctor’s Dream Christmas
  65. Dreams Within Dreams
  66. Believe in Santa
  67. Sleigh Ride
  68. A Reunion
  69. Every Christmas is Last Christmas

Gesamtlaufzeit: 2 Stunden 58 Minuten und 6 Sekunden

Die Serie wächst, wird größer, verändert sich. Und das muss auch der Soundtrack zur jeweiligen Staffel tun. Er muss sich anpassen, der (neuen) Gangart entsprechen. Wer Murray Gold kennt, der weiß dass er das auch kann. Mit diesem Score lässt er seinen Hörer in den Abenteuern schwelgen, was auch wunderbar ohne die visuelle Komponente funktioniert. So findet man sich beispielsweise auf einem Abenteuertrip in (Robot of) Sherwood Forest wieder oder macht die Coal Hill Highschool unsicher, während der Sound die aberwitzigen Unterredungen in The Caretaker aufgreift und ihnen eine herrliche auditive Slapstickattitüde verpasst.

Doch noch ein Stück weit spannender ist die Frage nach dem neuen Theme des Doctors. Als ich es vor einem Monat das erste Mal hörte, war ich nicht nur ob der langen Laufzeit irritiert, sondern auch von der Tatsache, wie komplex es aufgebaut ist. Damals schrieb ich noch etwas verunsichert über das 7 1/2 Minuten lange Stück.
Nach einem Monat und verdammt vielen Einzeldurchläufen ergibt sich nun ein richtig tolles Bild des Themes. Auch wenn sich in der Debütfolge Deep Breath erstmalig dieses neue Thema einschleicht und alsbald mit dem Hauptmotiv (Hello Hello (Nr. 8)) durchstartet, während nicht der Doctor selbst, sondern die Pater Noster Gang das Ruder pünktlich zur Action übernimmt, so ist es doch erst nach Beenden der kompletten Staffel möglich, alles gehörte richtig zu interpretieren und einzuordnen.
Der Anfang mit dem synthetischen verzerrten, das immer näher gelangt und die verfinsterte Aufmachung dieser Staffel einleitet (A Drink First (Nr. 9)), die glockenähnlichen Spitzen, die nicht nur ganz entfernt an das Ticken einer Uhr erinnern und damit die Brücke u.a. zur Folge Mummy on the Orient Express schlagen, sondern auch eine Anlehnung an Claras Theme aus Staffel 7 sind… man beachte übrigens allein diese Tatsache, dass sich eine klangliche Hommage des Companions im Theme des Doctors entdecken lässt! Allein das spricht schon Bände über die enge und existenzielle Beziehung zwischen Jenna Colemans sowie Peter Capaldis Figur, die sich erst voneinander entfernen und dann Stück für Stück wieder zusammenfinden und sich daraus eine untrennbare Dynamik entwickelt… Brillant. Dann der kompromisslos preschende (synthetische) Aufbau zum Leitmotiv in epischer Bandbreite, welches alt und neu geschickt miteinander ergänzt und so das Bild des 12. Doctors definiert. Das Orchester wird bis auf den letzten Mann ausgereizt, die Geigen als brodelnder Unterbau, die Bläser die dem ganzen eine gehörige Portion Breite mit Gänsehautpotenzial verpassen. Die Gitarre, die als Zwischenstück fungiert und gemeinsam mit den Pauken und Schlägern das rhythmische Fundament bereitstellen… der späte Übergang zurück zu den Bläsern, die sowohl im hohen als auch dem tiefen Bereich angesiedelt sind und für das große Luftholen vor dem großen Sturm sorgen. Dem Moment, in dem man schon auf einen dieser großartigen Monologe des Doctors wartet, untermauert von feinen Streichern… Es ist der größte Track, den Murray Gold je kreiert hat. Ein Theme von wahrer Größe, das so haargenau die feine abwechslungsreiche Cinephilie der Staffel wiederspiegelt… Mensch, davor muss ich mich einfach verneigen. Und ich dachte schon Smiths Thema I am the Doctor sei groß… Welch‘ ein Highlight zu so früher Stund‘.

Deep Breath (Disc 1:Titel 3 – 10)

Den angestauten Ernst darf dann das sympathisch anmutende Stück Pudding Brain’s lösen, welches durch die gepickte Gitarre zu Beginn ein unweigerliches Grinsen in das Gesicht des Zuhörers befördert, welches von den Bläsern aufgenommen wird und sich dann in einer gefühlvoll entspannten Streicherpartie ergießt. Es ist ein ziemlich abgedrehter Mix, der sich noch dazu etwas an das Maintheme anlehnt, aber einen vollkommen eigenen Ton anspricht. Ja, sie alle haben nur Puddinghirne (natürlich nicht), die Lösung auf alle Probleme und nun lässt sich die klamme Situation irgendwie anpacken. Genau so klingt dieses Stück, welches von Grund auf liebenswert ist. Das folgende Stück Breath könnte dagegen glatt dem Score zur 7. Staffel entsprungen sein, denn auch hier kommen wieder Glockenklänge und spitze Streicher zum Einsatz, die Clara in das Zentrum rücken und auf ihre Weise die Krux des Luftholens wiederspiegeln, immer schneller wird, wenn ihr die Luft ausgeht…
Eine kurze Erwähnung muss Missy’s Theme finden, das mit dem kleinen Gitarrengezupfe angenehm antiquiert klingt, während Halia Meguid mit ihrer wundervollen Stimme absolut unkenntlich bearbeitete Worte singt und somit das Mysterium rund um Missy untermauert.

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Into the Dalek (11 – 15)

Die Stücke zu dieser Episode klingen allesamt sehr düster, vor sich hin schleichend und drücken dabei eine unangenehme auditive Bedrohung aus. Dazu gesellen sich leichte Synthesizereinsätze mit denen ein Weltallfeeling aufkommt.

Robot of Sherwood (16 – 21)

Diese sechs Titel strahlen abgesehen von Old Fashion Hero, welches wieder Clara und einen griesgrämigen Doctor (unterstrichen von entnervten Cellopassagen) in den Fokus rückt, eine unglaubliche Abenteueratmosphäre aus. Mit flotten Bläsern und Pauken wird eine wundervolle Klangkulisse geschaffen, die die den Heldengeist rund um Robin Hood und das Gefühl sich im 12 Jahrhundert zu befinden, bis in den Kern einfängt. In Robert, Earl of Loxley erinnert die Konzertgitarre beispielsweise an einen Barden, der vor dem Balkon seiner Holden steht und ein Liedchen schmettert, bevor er sich in Robin of Sherwood mit seiner unverblümt selbstbewussten Art ins Abenteuer stürzt. Erinnert zum Teil sogar an eine bestimmte Piratenfilmreihe. Aber auf die gute Art und Weise.

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Listen (22 – 24)

Ohnehin die gruseligste Episode der Staffel, geht der Soundtrack durch und durch. Die entstellte Zerre, die dunklen Celli, das wild gewordene Piano… sie kriechen förmlich unter die Haut, wohingegen einen diese Klickgeräusche in Listen ständig über die Schulter schauen lassen. Als würde etwas hinter einem hin und her rennen, man könne es aber nicht sehen, sondern nur aus dem Augenwinkel einen kurzen Blick erhaschen. Und dann das gleiche Spiel, ein Glockenspiel, das die Nacht einläutet. Die knarzende Tür, die sich langsam öffnet, wieder der Synthesizer, als würde etwas lauern und um Einlass begehren… Es ist ein fesselnder Albtraum, der sich erst im gefühlvollen Fear wieder löst.

Time Heist (Disc 2: 1 – 4)

It’s Space Time! Auch hier wird es mysteriös, ungreifbar, ehe die stapfenden Gitarren die Richtung angeben. Es wird ein Coup stattfinden, so lässig und cool wie mit The Architect in die Folge eingestiegen wird. Open Up hat etwas von James Bond-Filmen, der Bass so unscheinbar in Coolness getränkt, die Percussion reine Dekoration, während die Gitarren so ertönen, als würde die Planung eines ungemein cleveren Plans durchgeführt werden.
Spoiler:
Auffällig in der Serie war, wie der Umgang mit dem Maintheme verändert wurde. Es ist nicht mehr das obligatorische „Die Welt ist gerettet“ Stück, sondern das musikalische Thema des Doctors. Und das wird hier überdeutlich, wenn sich einer seiner Begleiter opfert und der Doctor nichts, aber auch gar nichts unternimmt und bei seiner Flucht sein Thema spielt. Etwas, das vorher noch nie so zusammengelegt wurde und hier erstmals nicht als Heldenattitüde genutzt wird, sondern auch in den dunkelsten Momenten Anklang findet. Spoiler Ende

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The Caretaker (5)

Wenn man Slapstick in Klängen ausdrücken müsste, dann wäre dieses Stück die perfekte Wahl. So verdattert und wie ein schlechter Geheimagent, der sich total ungeschickt auf seinem Einsatz verhält und dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste stapft… und an die komisch abstrusen Comedyfilme der 30er/40er erinnert, nur um später an die Cleverness eines Sherlock Holmes zu erinnern…

Kill the Moon (6 – 8)

Ein technischer Overkill, so kreischend schrill und unheimlich. Irgendetwas ist da,  computergenerierte Schreie, blanker Horror, alle Systeme auf Alarm, während die Streicher in When I say run immer bedrohlicher anschwellen.

Mummy on the Orient Express (9 – 13)

Tick, tock, tick, tock. So leise und doch so dominant. In Start the Clock trifft 19. Jahrhundert auf mittleres 20. Jahrhundert. Glocken und Pauken, gehetzte Streicher ohne Kontrolle, unaufhaltsam voranpreschend, ehe sie in 60er Jahre Manier zur Ruhe kommen. Altmodisch kommt auch There’s that Smile daher, eine opernhafte Kulisse, getragen von einer einzelnen Trompete und dem Piano, das wie auch schon in der 7. Staffel für Claras ungebrochene Reiselust steht… Ähnlich wie Start the Clock entwickelt auch The Sarcophagus opens eine opulente Kraft, die diesem Trip eine unglaublich intensive Erfahrung zukommen lässt, ja etwas unaufhaltsames an sich hat, wohingegen The Artifact etwas unheilvolles und mystisch kultvolles zu verbergen scheint.  Ein tiefes Horn, dort aufgebrachte Trompeten… das Verderben.

DoctorWho-Season8-MummyOnTheOrientExpress

Flatline (14 – 15)

Wabberdi, wobberdi wobb wobb wabbelt es hier in Not Knowing. Ein fieser Schrei, der die vollste Aufmerksamkeit erfordert und die unheilvollen dubbelnden Synthesizer, die den Hörer in eine andere Sphäre ziehen. Klackernde und undefinierbare Geräusche, unterstrichen von einem glänzenden Synthi. Ich weiß auch nicht was das ist. Allerdings weiß ich, was der Siege Mode ist. Aufbrausend, aufstemmend, entgegenstellend. Der lange Atem, das Luftholen vor dem Sturm und dann… nichts.

In the Forest of the Night (16 – 18)

Etwas ungläubiges Glockenspiel und kurze Streichpassagen in We weren’t asleep that long zeugen von Verwunderung, ehe es in orchestrale knackige Größe umschlägt. Forgetting hingegen zeugt von einer Leichtigkeit und mündet schließlich in purer Märchenhaftigkeit.

Dark Water/Death in Heaven (19 – 30)

Weniger märchenhaft hingegen erklingt anfangs The Song of Danny and Clara. Es erinnert beinahe schon an eine Ballade, die sich jedoch immer weiter aufbaut und vom schweren Beginn am Ende kaum noch etwas übrig lässt. Doch das schlägt zackig mit Throw away the Key um. Es ist kein schnelles Stück, es ist kein überladenes Stück, aber es ist äußerst dominant. Es strahlt eine unterschwellige (Be-)Drohung aus, etwas energiegeladenes, fast schon zorniges, das von den sanften kontrastierenden Streichern in die Breite gezogen wird und einen Gewissenskonflikt heraufbeschwört. Es ist ein unglaublich kraftvolles Musikstück, in dem dank des choralen Gesangs auch etwas Trauer mitschwingt und dadurch nicht mit einem großen Knall endet, sondern seelenruhig in die Stille abdriftet.
They walk among us hat etwas an sich, als würde sich etwas erheben, etwas auferstehen, dass sich nicht stoppen lässt. Selbst nicht durch den Einschub einer Variante von A Good Man. Es brodelt und kocht, es stapft unaufhaltsam vor sich hin. Und dann noch Missys Theme… Was führt sie nur im Schilde? Oh Missy and her Boys… so sorglos, so 60iger Jahre mäßig schwebt sie von Streichern, Harfen und Pauken getragen nur so daher, wohingegen A Good Man, an incredible Liar mit der gewohnten Schwere im Maintheme spielt und sich Missy entgegenstellt. Doch so ganz scheinen die Rollen nicht klar zu sein, denn enden wird es nicht im epischen Maße, sondern wieder durch diese durchtriebene Schwerelosigkeit der verrückten Dame.
Ein kleines Schmankerl bietet Freefall, das so modern aufgemotzt wurde und von dominierenden Posaunen getragen wird, welches doch glatt an die Musik zu Zeiten Ecclestons oder Tennants erinnert.  Es verkörpert eine Spontanität, die man von ihnen kannte und diese pure Action.
Ganz im Kontrast dazu stehend wirkt I need to know. So bedrückend schwer, sämtliche Hoffnungen zerfahren, ehe es sich allmählich mit den pulsierenden Gitarren aufrappelt, nur um dann doch wieder zu Boden zu stürzen, ehe… Es ist schon fast magisch, wie hier die Trostlosigkeit des Geschehens in Musik gefasst werden kann, wie gut man sich die Szene vorstellen kann… und dann das perfide Umspringen in eine erweiterte Version von Missy’s Theme, das dem ganzen eine durchtriebene Krone aufsetzt: Namentlich auch als Missy’s Gift zu bezeichnen. Auch dieses Stück verfügt über eine unglaubliche Schwere gegen Ende hin, die allerdings keinesfalls erdrückend wirkt, sondern antagonistisch, konträr zum bisherigen Geschehen. Es ist einfach perfide auf seine Weise.

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Abschließen darf Disc 2 das Hauptgeschehen der Staffel mit (The Majestic Tale of) An Idiot with a Box, das wie schon in den vorigen Soundtracks eine flotte Variation des Themes des 12. Doctors ist und dem ganzen mittels offener Bläser, einer frechen Snaredrum und Cymbals sowie den alteingesessenen orchestralen Bässen ein kontrastreiches und selbstironisches Zwinkern verleiht. Wie es der Titel eben schon sagt. Es ist noch pompöser, noch offener, noch spritziger und stellt einen gebührenden finalen musikalischen Akt dar, der den Doctor mit all seiner Macht umschreibt, selbst wenn er sprichwörtlich der Idiot ist, und lehnt sich gekonnt im Schulterschluss an (The Majestic Tale of) A Mad Man In A Box aus Staffel 6.

Doch halt! Es gibt ja noch eine CD! Nochmal 14 Titel! Aber die überlasse ich gerne euch, unkommentiert. Bei dem Wetter ist mir gerade sowieso nicht nach einer Weihnachtsfolge… aber wer die restlichen Scores zu vorherigen Weihnachtsspecials noch im Ohr hat, der weiß um die gesellige und frostige Atmosphäre darin.

Fazit:

Murray Gold hat es wieder geschafft. Sein antreibender Soundtrack zur nun schon achten Staffel der Serie ergänzt diese um wunderbare Facetten, lässt die Vergangenheit nicht vollständig in Vergessenheit geraten, selbst aus der Tennant-Ära, und bringt doch ungemein viel neues ein. Der stetige Entwicklungsprozess der Serie macht auch hier in der Musik nicht halt und es ist ein Genuss, den unterschiedlich konzipierten Stücke der jeweiligen Abenteuer zu lauschen und uns zu den unterschiedlichsten Orten im Universum schickt, wobei das neue Hauptthema natürlich die Creme de la creme bildet. Mit A Drink First die Skrupellosigkeit des Doctors untermauert und mit Hello Hello dann doch die altbekannte Hoffnung schürt. Der Score ist abwechslungsreich und bietet gerade zum Ende hin schöne eigenständige musikalische Komponenten, die sich nur in thematisch gleichen Gefilden wiederholen. Ansonsten fühlt sich auch dieser Soundtrack an, wie ein unvorhersehbarer Trip mit dem Time Lord, seinem Companion und der TARDIS. Hervorragend! Listen. Just listen!

4,5/5 Punkte

Erscheinen wird der Soundtrack zur 8.Staffel von Doctor Who in Deutschland morgen – dem 3. Juli. Jeweils einminütige Hörproben findet ihr hier.

DW-series8-cover-V2Doctor Who Series 8
(Original Motion Picture Soundtrack)
Veröffentlichungsjahr: 2015
Komponist: Murray Gold
Genre: Soundtrack
Laufzeit: 02:58:06 Stunden
Label: Silva Screen Records

Bilder via silvascreen.com [© Doctor Who 2014 / BBC / BBC America]

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5 Kommentare zu “[Abgehört] Doctor Who Series 8 OST – Murray Gold (2015)”

  1. Was für eine Besprechung! 😮
    Puuh, ich wollte mal den Soundtrack zu Xenoblade Chronicles besprechen, aber ich glaub, es wäre einfacher, wenn ich den dir schicke und dich machen lasse! 😉

    Zu den Titeln kann ich halt nix sagen, da ich tatsächlich fragen muss: Dr. Who? 😛

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    1. Haha. 😀 Das schlimme ist, selbst wenn man es nur oberflächlich angehen will, man verliert sich unweigerlich immer weiter in den einzelnen Titeln, je weiter man auf das Ende zusteuert…
      Gut dass du das schreibst! Ich wollte eigentlich Material vom offiziellen YT-Channel einbinden, aber GEMA. Aber auf Spotify gibt es das komplette Album zu hören! Habe es nachträglich über der Tracklist eingebunden. Kannst ja mal reinhören. 🙂

      Gefällt 1 Person

      1. Jaja, die Einstiegsdroge. XD
        Ich werd reinhören, und die GEMA, die kann ich gar nicht ausstehen, die ärgert mich am meisten dann, wenn sie Sachen sperrt, die vom Künstler selbst hochgeladen wurden. Oder wenn es Künstler sind, die gar nicht erst von der GEMa vertreten werden, weil sie z.B. gar nicht deutsch sind.

        Gefällt 1 Person

        1. Am besten ist natürlich die Formulierung „Weil es geschütztes Material enthalten KÖNNTE“. Also das ist an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten. Gerade diese Bevormundung finde ich eine Sauerei. Noch dazu wandern Massen an Kohle in deren Taschen, von denen der Künstler nichts sieht. Aber das ist auch wieder so ein Thema… Hass. Purer Hass.
          Ja, kannst wie gesagt mal reinhören.

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          1. Und mit der Formulierung könnte man eigentlich das ganze Netz abschalten. *seufz*
            Und ja, die GEMA ist eine Gelddruckmaschine für irgendwelche Anzugträger, die mit den Musikern nichts zu tun haben und schon dreimal nicht dafür sorgen, das Nachwuchsbands ne Chance haben.
            „Hass“ trifft es also ganz gut.

            Gefällt 1 Person

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