Blogparade: Buch vs. Film

 via miss-booleana.de

Literatur, Film und Blogparade. Drei Dinge, die wie geschaffen sind für eine neue Blogparade. Miss Booleana knabbert am Thron der singenden Lehrerin und die Herrschaft über die Blogparaden ist gar nicht mehr so offensichtlich. It’s not the game of thrones, it’s the game of blogparades! Wie dem auch sei, möchte Miss Booleana bis zum 09.09.2015 wissen, ob Filme/Serien ihren Büchern oder sonstigen literarischen Vorlagen gerecht werden. Ring frei für: Buch vs. Film!
(Mit einem * markierte Links führen euch zu meinen Gedankenschnippseln auf moviepilot.)


Harry-Potter

  • Harry Potter – Joanne K. Rowling vs. Harry Potter 1 – 7.2
    Und ich starte gleich mit einem Hammer. Als Kind habe ich die Bücher verschlungen, als Jugendliche dann doch eher die Filme. Ich weiß, dass vieles in den Filmen gar nicht erst auftaucht (auch wenn mich mein Gedächtnis bei der Frage „was genau?“ schon im Stich lässt) und werde von Freunden auch ständigst darauf hingewiesen. Und ich denke mir nur. „Na und?“ Die Filme finde ich tatsächlich super und im Gegensatz zu den Büchern sehe ich sie auch heute noch sehr gerne. Auch wenn sie so ihre Macken haben, es ist mir egal. Den Büchern bin ich einfach entwachsen, schön zu wissen, dass diese Lücke einigermaßen gefüllt werden konnte. Und Gary Oldman als Sirius Black… Perfekt. Alan Rickman als Snape? Genial…

Buch vs. Film: Unentschieden!

  • VaterlandRobert Harris vs. Vaterland(1994 US; Regie: Christopher Menaul)*
    Hier merkt man ganz deutlich, wie dicht sich die Atmosphäre in einem Buch entwickeln kann und dass ein Film, oder wie hier eben „nur“ eine TV-Verfilmung, nicht im geringsten daran anknüpfen kann, ganz egal wie viele Register gezogen werden. Obwohl sich der Film wirklich mit im Kontext betrachteten CGI zu retten versucht, um die gigantischen architektonischen Ausmaße der (von Speer konzipierten) Siegesalle nachzubilden, gelingt es der Verfilmung von ’94 nicht. Es ist aber auch schwer, diese Paranoia in nachvollziehbare Bilder zu verwandeln. Dafür spielt sich zu vieles im Kopf ab. Aber auch die Erzählung ist nicht ganz so gelungen. Zwar recht akkurat und textnah bebildert, pickt sich Menaul nur die Rosinen heraus und lässt gerade das weg, was im Buch für so viel Stimmung sorgt. Auch wenn ich so meine Probleme mit dem Buch hatte, so hat dieses dennoch die Nase vorn.

Buch vs. Film: Buch!

  • Battle Royale – Koushun Takami vs. Battle Royale(2000 JP; Regie: Kinji Fukasaku)*

    Viele feiern den Film ja gnadenlos ab. Vielleicht auch zurecht. Und auch wenn die bittere Satire ganz gewiss in Kinji Fukasakus Film nicht zu kurz kommt und er sich auch relativ nah an die Vorlage hält, so wurmt mich doch einiges an der Verfilmung, weshalb ich das Buch gleich doppelt und dreifach vorziehe. Wesentlicher Krikikpunkt am Film ist die auktoriale Erzählstruktur, die sich möglichst darauf konzentriert, die Metzelorgie in all seinen Ausläufern einzufangen und die eigentlichen Hauptfiguren für meinen Geschmack zu schnell vergisst. Im Buch gibt es nämlich ein Dreiergespann, das unterschiedlicher nicht sein könnte, aus deren Sicht das meiste erzählt wird. Ja, auch das Buch springt, wenn ich es denn recht in Erinnerung habe, zwischen Einzelnen und Gruppen hin und her. Aber der zentrale Fokus liegt eben auf diesem Trio, was diese Erfahrung der Battle Royale noch intensiver gestaltet, da sie eben nicht alles wissen. Also auch nicht, wieviele und vor allem wer noch alles am Leben ist und die Bedrohung hinter jeder Ecke lauern könnte. Da steht erzählerisches Feingefühl dahinter, was hier für einen mächtigen Empathieschub sorgt. Und der geht mir im Film leider völlig ab.

Buch vs. Film: Buch!!!!!

  • Die SaatGuillermo del Toro; Chuck Hogan – vs. The Strain – Staffel 1(2014 US)
    Gut, wie ihr ja schon mitbekommen habt, das Buch hat so seine Fehlerchen. Spaß macht es trotzdem. Und so auch die Serie. Mit etwas mehr Abstrichen zwar, aber dafür überzeugen ein, zwei Figuren im Cast umso mehr.
    Was in der Serie recht früh klar wird, ist, mit welcher badass-Attitüde die meisten ausgestattet sind. Und das nervt. Im Buch sind es drei Typen, nämlich der Rattenjäger Vasiliy, Gangsta Gus und Abraham Setrakian, der alte Mann. In der Serie sind irgendwie alle gleich schon viel zu cool und lässig, Ephs Haar weht aufgebracht im Wind… und dann kommt das Drama. Kaum wird eine Entscheidung gefällt, kommen die Zweifel. Oder man ist felsenfest von etwas überzeugt und lässt sich davon nicht mehr abbringen, obwohl es zur eigentlichen Haltung der Figur nicht passen will. Das fällt in der Serie leider zuhauf auf. Oder dass es Drama und Liebesflüsterei gibt, wo eigentlich keines sein sollte. Was ich nämlich nicht nachvollziehen kann, ist, wieso man ein Buch, dass sich gefühlt schon wie ein Drehbuch liest, an den besten(!) Stellen jedesmal abändert und die Intensität rausnimmt, der Rest aber beinahe schon mit penibler Akkuratesse wiedergegeben wird. Als würden sich die Serienschreiber nichts trauen, immer wieder den einen Schritt zurückgehen, sobald es sich lohnen würde, den Schritt nach vorn zu gehen. Und dann wird das Drama mit neuen Stilmitteln eingestreut, auf welches das Buch noch gut verzichten konnte… Ärgerlich. Ebenfalls ärgerlich ist, dass man sich für den Gegenspieler einen der besten Voice Actors hat herkommen lassen, den man derzeit finden kann: Robin Atkin Downes. Also genial ist das ja eigentlich, aber es wird mit so vielen Effektebenen bis zur Unkenntlichkeit zunichte gemacht, dass sie für die Rolle jeden x-beliebigen hätten nehmen können. Ich mein gut, für ihn switche ich zwischenzeitlich trotzdem in den O-Ton, aber das Problem liegt auf der Hand. Und über die Optik… hoffen wir mal dass sich diese noch verbessert. Fürchten tue ich mich jedenfalls nicht gerade…
    Aber abgesehen von dieser Meckerei lässt sich bestätigen, dass die Serie ziemlich nah am literarischen Stoff angesiedelt ist. Abgesehen von ein bis zwei Actionmomenten und chronologischen Abänderungen ist vieles so, wie man es sich nach Lektüre des Romans vorstellt. Auch wenn ich krampfhaft überlegen muss, ob es Eichhorst im ersten Band schon gab… Das Genre ist dreckig, roh und brutal, es gibt keine Romantisierung, wie es auch dem Buch schon zu Gute gehalten werden konnte. Da die Vorlage schon nicht fehlerfrei daherkam und primär mit ihrer beißenden Intensität punkten konnte, sich die Serie in anderen Punkten aber als recht beständig erweist…. sagen wir es ist ein

Buch vs. Film: Unentschieden.

Rizzoli-&-Isles

  • Die ChirurginTess Gerritsen vs. Rizzoli & Isles – Staffel 1 (2010 US)
    Buch und Serie kann man in diesem Fall so gar nicht vergleichen. Aber so wirklich gar nicht. Es fängt bei der Handlung an und hört bei den Figuren auf. Und der Grundton ist auch ein ganz anderer. Aber… ich traue es mich gar nicht zu sagen… mir gefällt diese ungezwungene Aufgewecktheit der Serie. Japp. Ich mag die Serie. Auch wenn sie so vollkommen fernab vom Schuss des Ursprungsmaterials zu sein scheint, irgendwie hängt mein Herz an diesem Frauenpowerduo, auch wenn es mächtig in den Mainstream gezerrt wurde. Zur Besetzung der Serie lässt sich allerdings sagen, dass da kaum etwas stimmt. Rizzoli ist keinesfalls so eine „aufgetakelte“ hohe Dame wie von Angie Harmon verkörpert und erst Recht kein Familienmensch. Zwar passt die Art von ihr zumindest in den Ausläufern gut zur Buch-Rizzoli, aber wirklich viel gemein haben sie nun nicht. Finde ich aber auch gar nicht so verkehrt, da mir Madame Rizzoli im Buch mit ihrem Drang den Männern unbedingt etwas beweisen zu müssen sowieso mächtig auf die Eierstöcke geht. Da sich die erste Staffel zumindest an den Antagonisten aus diesem Buch anlehnt, kann man also durchaus Vergleiche ziehen. Leider war das Buch für mich ein Flop, da es zwar als Rizzoli & Isles Roman angepriesen wurde, aber Maura Isles nicht auftaucht. Was mir das Buch ein kleines Stück weit verleidet hat und es mir daüber hinaus zu sehr mit Klischees hantierte. Auch wenn man nun Äpfel mit Birnen vergleicht… Weiß ich zumindest, dass ich keine Birnen mag. Ergo ist der Sieger zwischen…

Buch vs. Serie: Serie…

  • SniperLee Child vs. Jack Reacher – (2012 US; Regie: Christopher McQuarrie)
    Der Vergleich mag vielleicht etwas unfair sein, aber gleich zu Beginn sei gesagt: Das Buch musste ich nach knapp 150 Seiten vor lauter Langeweile abbrechen. Deswegen fehlt natürlich einiges, um hier überhaupt vergleichen zu können. Aber auch den Film mochte ich nicht so. Zwar ist der Anfang ziemlich detailgetreu der literarischen Vorlage nachempfunden, aber auch hier wollte die Geschichte mein Interesse einfach nicht aufrechterhalten. Und Tom Cruise mag von der Art her vielleicht relativ passend als Besetzung für den Militärcop Jack Reacher gelten, aber allein von der Optik ist das ein vollkommener Fehlgriff, über den es damals ja auch genügend Diskussionen gab. Der Film erzählt seine Geschichte recht schnörkellos und ruiniert sich am Ende mit dieser platten Auflösung einfach selbst. Oder es war tatsächlich Werner Herzogs Schuld. Am Ende wusste ich wenigstes, dass sich der Abbruch gelohnt hat…

Buch vs. Film: Keine Entscheidung möglich.

  • Fried Green Tomatoes at the Whistlestop CaféFannie Flag vs. Grüne Tomaten(1991 US; Regie: Jon Avnet)
    Ich liebe das Buch. Ohne Wenn und Aber. Aber trotzdem muss ich sagen, Jon Avnet liefert mit seiner Version exakt das ab, was ich mir von einer Verfilmung gewünscht habe: Er besinnt sich auf das Wesentliche und manövriert diese hervorragende Besetzung über zwei unterschiedliche Zeitebenen so gekonnt hinweg, dass der Film der pure Genuss für den Buchkenner ist. Im Buch gibt es beispielsweise kurze Einschübe eines Radiosprechers, der über Gott und die Welt spricht, aber um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht mehr so genau. Teilweise bezieht er sich auf die direkten Geschehnisse der Handlung, oder es dreht sich über Ecken und Umwege um völlig andere Dinge. Und davon wiederum gibt es noch Briefe, die im Film zwar nicht erwähnt werden, deren Konseuquenzen und Inhalte aber die betroffenen Figuren sehr viel geschickter miteinander verweben, um eben um diese Dinge herumzuschippern, ohne dass die Geschichte darunter leidet. Regisseur Jon Avnet strafft alles auf ein angenehmes Maß. Schöner könnte eine Verfilmung gar nicht ausfallen.

Buch vs. Film: Film!

  • Dark PlacesGillian Flynn vs. Dark Places(2015 FR/US; Regie: Gilles Paquet-Brenner)
    Hier wird es schwierig. Das Buch mochte ich „nicht so recht“ und fand es extrem anstrengend zu lesen. Da steckt so vieles drin, und doch war es mir die meiste Zeit über zu „banal“, zu langatmig und die ständigen Zeitsprünge sowieso ein Dorn im Auge. Gilles Paquet-Brenners Ansatz hingegen nimmt sich die Schlüsselszenen der Vorlage zur Brust und verwuschtelt diese in einer extrem akkuraten Verfilmung, bei dessen Bildern ich mich teils sehr stark an den Roman erinnert gefühlt habe.
    Punkt für den Film.
    Die Besetzung stellte sich trotz anfänglicher Skepsis (Libby Day ist im Buch nun mal ein Krüppel und ganz sicher keine Charlize Theron…), als ganz brauchbar heraus, wenn auch nichts überragendes dabei war. Standardware eben. Dafür reißt es Theron selbst mit ihrer Art heraus, die große Klappe trotz der schrecklichen Vergangenheit…
    Allerdings versagt der Film im Wesentlichen, wenn es darum geht eine verständliche und gut sortierte Geschichte zu erzählen. Hier gibt es ein paar Einschübe, die im Roman mit viel Vorlauf gestaltet sind, und im Film plötzlich auftauchen, gänzlich ohne Vorwarnung. Für Buchkenner ist das gerade noch akzeptabel, der unwissende Filmschauer hingegen wird vor vollendete und viel zu hektische Tatsachen gestellt. Auch stören die semiprofessionell gestalteten Flashbacks, die kaum einen Impact bieten können und am Ende dann sowieso nochmal in einer normalen Perspektive gezeigt werden. Da hätte man sich diese auch gleich sparen können und stattdessen etwas mehr Zeit auf die Handlung selbst verdingen können. Punkt für das Buch, auch wenn das Buch mit seinen tausenden Zeitsprüngen sehr die Geduld des Lesers (also meine zumindest) zu strapazieren wusste… Am Ende wäre der Film super mit zwei, statt gleich drei Zeitebenen ausgekommen. Aber man muss es sich ja komplizierter machen, als es eigentlich wäre… Daher:

Buch vs. Film: Unentschieden!

Hellsing

  • HellsingKohta Hirano vs. Hellsing (Ultimate)(2006 JP – )
    Es ist ein ganz klarer Fall von Unentschieden. Die Mangavorlage bereitete mir eine enorme Freude und als ich die ersten Folgen der OVA erstmals sah, hatte ich das reinste Déjà-vu. Die Panels und Einstellungen teilweise glatt 1:1 übernommen, alles so wie es sein sollte. Doch warum dann noch überhaupt eine OVA drehen? Gute Frage. Nicht nur die OVAs, sondern auch die Serie, die sich lediglich an die ersten beiden Bände hät und dann vollkommen andere Pfade einschlägt, haben so ungemein viel Stil. Dieser Zeitenclash; ein Monster einer längst vergangenen Epoche trifft auf Nazis, die London in Flammen sehen wollen und mit Zeppelinen(!) über die modernen Lichter der Stadt schweben… und das alles mit dieser abscheulich krassen Gewalt und dem Verständis von Ironie, Satire und bissigem Sarkasmus. Dazu gesellt sich eine astreine (deutsche) Synchronarbeit, die speziell bei Alucard so dermaßen ins Schwarze trifft, dass ich alle anderen Versionen außer der von Torsten Münchow sowieso schon von Grund auf doof finde. Und was der Serie außerdem eine Existenzberechtigung verschafft: Der Soundtrack. Auch wenn mir der von Yasushi Ishii aus der ursprünglichen Serie wesentlich besser gefällt, so untermauert auch dieser hier, aus der Feder von Black Dog, den altmodischen Charakter Alucards und des ganzen Hellsingordens, wenn nicht sogar der ganzen Geschichte, so wunderbar mit lässigen Klängen und modern rockigen Einschüben. Hier wird das Maximum aus einer ohnehin schon klasse Vorlage geholt, daher ist mir nur eine Antwort möglich:

Manga vs. Serie: Unentschieden!

  • FrankensteinNick Dear vs. Frankenstein(2011 GB; Regie: Danny Boyle)
    Wie gemein ist denn bitte so ein Vergleich? Drehbuch gegen das endgültige Produkt? Bei genauerer Betrachtung eigentlich gar nicht so abwegig. Als erstes hatte ich das Theaterstück gesehen, welches mit mindestens zwei herausragenden Akteuren zu glänzen wusste: Jonny Lee Miller und Benedict Cumberbatch. Und dann führte auch noch Danny Boyle Regie! Hin und weg war ich nach diesem ausdauernden, aber bravourös dargebotenem Stück, sodass ich mir nach kurzem Zögern das Drehbuch bestellte. Rein aus Interesse, um zu sehen inwiefern manche Vorgaben schon vorher durch Nick Dear Bestand hatten, und wieviel an neuem Input dazukam. Und ich war beeindruckt. Allein beim lesen des Drehbuchs war ich wieder richtig drin. Gedanklich in dem Stück und hatte die beiden Figuren des Monsters und Victor Frankensteins sofort vor dem geistigen Auge. Entzückend, dieses Déjà-vu! Was allein aus dem Drehbuch alles an (visueller) Finesse gezogen wurde und wie präzise es in seinen Dialogen und Entwicklungen voranschreitet… Ganz große Nummer. Von beiden Seiten.

(Dreh-)Buch vs. Theaterstück: Unentschieden/Theaterstück!


Uff. Mit so einem Schnitt hätte ich anfangs nicht gerechnet. Innerhalb von 10 Vergleichen gewinnt:

Buch: 2x
Film/Serie: 2x
Unentschieden: 5x
keine Entscheidung möglich: 1x

Ich hätte ja auf einen deutlichen Vorsprung der Bücher getippt, aber zumindest in den Fällen wo sie vorne liegen, liegen sie auch mit deutlichem Abstand vorn. Verfilmungen kranken vor allem daran, dass sie meist unnütze Dinge hinzudichten und dadurch Drama entstehen lassen, wo es eigentlich keines braucht oder sie daran scheitern, den Zuschauer mit der dichten Atmosphäre des Buches einzuwickeln und nicht mehr loszulassen. Überhaupt frage ich mich mittlerweile, was eine gute Buchverfilmung ausmacht: Soll sie sich nur grob an den vorgegebenen Stoff halten und eine eigene Interpretation liefern, oder soll es eine akkurate Bebilderung sein, welche die Ereignisse möglichst genau darstellt? Eine Frage, die sich manche Verfilmungen immer erst mittendrin zu beantworten scheinen und dadurch zu spät den eigenen Rhythmus finden…

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18 Kommentare zu “Blogparade: Buch vs. Film”

  1. Bei Potter fiel mir die Entscheidung auch recht schwer (wie du später lesen kannst, wenn mein Post online geht). Zum einen sind die Bücher größtenteils top, aber das Ende ist einfach richtig große Kacke. Dagegen steht dann aber auch wieder der völlig vermurkste sechste Film. War ne schwere Entscheidung, aber so viel verrate ich schon mal: Ein Unentschieden gibt es bei mir nicht.

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    1. Hmm, ich seh schon: Ich habe es mir wieder zu leicht gemacht. Aber bei Potter wäre alles andere unfair gewesen. Beides hatte seine Höhepunkte, nur eben zu anderen Zeiten.
      Kommt sonst nicht immer der 5. Film so schlecht weg? Aber bin gespannt wer bei dir das Rennen macht!

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      1. Nee, leicht gemacht hast du es dir nicht. Ich habe auch sehr lange überlegt, aber letztlich hab ich mich dann doch für eine Seite entschieden.
        Und ja, Film 5, war jetzt nicht der Überhammer, aber im Kern hat er noch erzählt, was wichtig für die eigentliche Geschichte ist. Der sechste Teil war einfach nutzloser Scheiß, bei dem man einfach alles falsch gemacht, und völlig das Thema verfehlt hat. Oder kannst du mir erklären, wie man es geschafft hat, anstatt auf Voldemorts Vorgeschichte einzugehen, lieber ne stumpfsinnige Komödie um Ron und seinen Liebestrank zu fabrizieren, die noch nicht mal lustig war? Ich hasse den Film einfach. Müsste ich mal im Blog besprechen, glaube ich.

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  2. Bei den HPs gehts mir ganz ähnlich wie dir, was bei mir allerdings vor allem auf die „Heiligtümer“ zurückzuführen ist – zu den Filmen kehre ich immer wieder zurück, zu den Büchern nur wenn ich wegen des HP-Foren-RPGs, bei dem ich mitmache, etwas nachlesen muss. Vor allem alle Szenen, in denen Ralph Fiennes, Jason Isaacs, Gary Oldman, Brendan Gleeson oder Helena Bonham Carter mitmachen 😀 Und dann ist da natürlich die Musik…

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    1. Ganz genau. Bei mir fallen meist die ersten beiden Teile weg, danach wird die Geschichte ja größer und nicht mehr so alleinstehend pro Teil (der dritte ist übrigens mein liebster – sowohl Film, als auch Buch). Es ist einfach „magisch“und irgendwie kam das alles, wie du es bei dir drüben so schön schreibst, zur rechten Zeit, um einen Jugendlichen vollauf umzuhauen und zu begeistern.
      Ha, ja du hast ja recht mit den Darstellern. Ich wollte nur nicht ins Namedropping verfallen. Aber du vergisst… ;D
      Ohja, die Musik. Das ist auch sowas schönes: Hör dir den Score an und mach es dir mit einem der Bände im Sessel gemütlich. *schwelg*

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  3. Ach du bist meine Heldin, zum Einen Anime drin und zum anderen bist du auch offen dafür, dass Verfilmungen manchmal ein eigenes Ding sein müssen, um zu funktionieren, aber die Bücher aber nicht immer nur das Nonplusultra sind.
    Den Spruch mit den Eierstöcken muss ich mir merken, das kenne ich aus dem real life doch nur allzu gut.
    Mit Harry Potter gings mir übrigens genauso. ich bin mit den Büchern teils aufgewachsen, habe als Kind Band 1 und 2 glaube ich gelesen, aber ich habe erst später weiter gemacht und fand sie eigentlich sehr durchwachsen und das Ende nicht unbedingt gut geschrieben. Die Filme haben den Zauber für mich mehr rübergebracht. Insbesondere die großen Kämpfe am Ende empfand ich im Buch relativ lieblos geschrieben. Finde ich ja auch interessant, dass ein Theaterstück dabei ist!

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    1. Ach, danke dir. Ich bemühe mich das auch weiterhin zu bleiben ;D
      Es kommt halt immer auf die Vorlage an und wie die Verfilmung da ran geht. Da gibt es gefühlt drei oder vier unterschiedliche Methoden und meistens wird einfach die falsche gewählt und man hängt sich gedanklich am Buch auf.
      Ich kann mich an die Bücher nur noch recht vage erinnern, weswegen ich auch überhaupt nichts dazu sagen kann. Allerdings war ich schon damals vom ersten Film richtig gefesselt und die Schauwerte waren ziemlich nahe an dem, wie ich es mir auch vorgestellt hatte. Das Ende fand/finde ich allerdings noch immer etwas… joa. Die finale Szene am Bahngleis würde ich nur zu gerne verdrängen. 😉
      Hey, „Frankenstein“ hatte ich im Kino gesehen. Ist zwar nicht wie eine Verfilmung von Kenneth Brannagh, aber sowas soll es ja auch als Film geben.

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      1. Ja, das zählt doch, geht doch klar 😉
        Ich bin immer noch sauer, dass keins der Kinos in meiner Stadt die zeigt … hätte Frankenstein auch sehr gern auf der großen Leinwand gesehen.
        Ach und was ich bei meinem 1. Kommentar vergessen habe: ich finds ja immer noch ziemlich krass, dass sie in Dark Places scheinbar komplett gestrichen haben, dass der Hauptcharakter behindert ist. Ich hab das Buch ja nicht gelesen, aber das jetzt 2 Mal bei dir gelesen. Da ärgere ich mich schon über die geringe Rolle von Frauen im Film und Filmgeschäft, aber das ist ja auch wieder …. beispielhaft.

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        1. Puh… 🙂
          Das mit den Kinos ist halt so eine Sache. Leider! Da kann man nur auf die DVD hoffen, aber das sieht ja auch nicht gerade rosig aus…
          Zu Dark Places: Furchtbar sowas. Ist auch wieder so eine Sache. Da wird sich nach Möglichkeit so genau an die Vorlage gehalten und dann… Da wollten sie wohl zumindest optisch etwas Sympathie beim Zuschauer wecken, anders lässt sich sowas ja nicht erklären…

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  4. Auch hier eine schöne Liste, die für mich auch nachvollziehbar ist. Nur bei „Rizzoli & Isles“ muss ich widersprechen, denn da fand ich die Vorlage doch um Welten besser also das 08/15-Procedural (wobei die erste Staffel noch gar nicht so schlimm war).

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    1. Da haben wir uns schon einmal drüber unterhalten. Deinen Standpunkt kann ich nachvollziehen, allerdings kam ich mit dem Buch kaum zurecht. Musste mich förmlich durchzwingen. Es hat zwar seine Momente, aber da gebe ich der Serie doch lieber den Vorzug. Für mich genau das richtige nach einem anstrengenden Tag. Wobei es wohl unergründlich bleibt, wie man aus so einer derben Vorlage SOETWAS machen konnte… 😉

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  5. Junge, Junge Mädchen, Mädchen, hast du dich hier ins Zeug gelegt! Ich lese leider zu wenig, um bei dem Stöckchen mitmachen zu können. Auf Anhieb würde mir FIGHT CLUB, WATCHMEN und der ein oder andere Stephen King-Stoff einfallen – ob ich da jedoch auf zehn komme, das bezweifle ich stark..

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    1. Dank dir. Habe auch lange überlegen müssen, musste dann aber erstaunt feststellen, dass doch ein paar Titel zusammenkamen.
      Es ist völlig unerheblich, ob du nun auf zehn Beispiele kommst, oder nur 3-4. Und die Vergleiche bei King hat meines Wissens bisher noch niemand angestellt, ebenso wie bei Fight Club. Allein deswegen würde es sich doch schon rentieren. Meinst du nicht auch? 😉

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  6. Hm, bei Potter kann ich mit leichtem Ziepen im Bauch zustimmen, werd dazu aber selbst noch was schreiben. Sobald die Hitze wieder nachlässt, das ist Gift für meine Kreativität. 😦
    Ansonsten, öhm, kenn ich mich mal wieder nicht aus, wundere mich aber, dass du ausgerechnet bei Frankenstein nicht Mary Shelley erwähnst. Ich mein, so von wegen Buch und so. 😉
    Ich find es aber toll, dass du doch so viele Vergleiche gezogen hast, ich komme da auf deutlich weniger und bin irgendwie auf Mittelerde fokussiert. :mrgreen:
    Zumal ich bei den Anime, zu denen ich auch den Manga lese bzw. gelesen habe, den Anime irgendwann aufgegeben habe (Detectiv Conan und One Piece).

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    1. Zu Potter: Wie schon ein paar mal geschrieben: Es liegt ganz einfach an der Zeit. Wäre diese Parade früher entstanden, dann wären es vielleicht die Bücher geworden. Nur jetzt kann ich vom Schreibstil einfach nicht mehr viel davon lesen. Auch auf englisch nicht.
      Mary Shelley hätte erwähnt werden können, hätte die Erstellerin dieses Posts das Büchlein mal gelesen…*duck und weg*
      Man muss nur anfangen und ist dann ganz überrascht, was einem sonst noch so einfällt. 😉
      Bei solch nicht enden wollenden Bänden ist das aber auch nicht verwerflich. 😉

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      1. Ah, ok. Ja, ich find auch manche Passagen nicht mehr ganz so toll, und mir fallen auch manche Fehler auf und solche Dinge, an denen man erkennt, dass Rowling viele „Regeln“ on the fly erstellt hat. Aber immer noch besser als ein Basilisk, der seine Beute hören soll. XD

        Oh, oh, OH! 😮
        Dann schäm dich mal zur nächsten Buchhandlung oder Bib und lies das nach! 😛 😉

        Stimmt, ich setz mich dann mal an die Schreiberei. 😳

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