31 Tage – 31 Filme: Tag 21

Tag 21 – Von welchem Film wurdest du zum ersten Mal so richtig gefesselt?

Man kommt plötzlich zu gar nichts mehr. Unfassbar. Zumindest das schreiben hängt gerade arg hinterher, was mir Sorgen bereitet. Hoffentlich ist das nur eine vorübergehende Phase, denn es gibt immerhin allerhand zu berichten. Aber kommen wir zum Wesentlichen: Filme!

© Universal/DreamWorks
© Universal/DreamWorks

Und bei der Frage muss ich wohl oder übel lügen, denn ich kann mich partout nicht mehr daran erinnern. Es wird wahrscheinlich ein Disneyfilm gewesen sein (Hercules, Der König der Löwen, Mulan), ihr habt also freie Wahl.
Wenn es jedoch nach realen Filmen gehen soll, dann wird das schon einfacher. Ich kann mich nämlich noch ganz genau daran erinnern. Und es hat ganze drei Anläufe gebraucht, bis ich den Film auch überhaupt ganz sehen durfte. Die Rede ist von Ridley Scotts Gladiator. Man stelle sich das ganze so vor: Ich, neun Jahre alt, sehe dieses, in tiefstes blaues Dunkel getränkte Schlachtengemälde zu Beginn des Films. Nunja, wirklich sehen tue ich es nicht mehr, da ich heimlich vom Flur aus mitgucke und plötzlich erwischt werde… aber schon da war ich sehr vom Film vereinnahmt; das düster dreckige, verrohte Sandalenepos, das mit diesem imposanten Einstieg angekündigt wurde…
Da ich das Glück hatte, dass der Film zugleich der Lieblingsfilm meiner Eltern ist, durfte ich beim nächsten Mal als er im Fernsehen lief endlich mitgucken. Nur der Anfang blieb mir der Gewalt wegen verwehrt. Und trotzdem: Was für ein Meisterwerk. Die Details, die Requisiten, die Musik, die Darsteller (ich hatte damals wohl schon ein kleines Faible für Phoenix‘ Talent), alles griff so perfekt ineinander über, keine Dialogzeile fühlte sich überflüssig an, jede Minute wurde vollends ausgekostet. Dass so ein Film nicht gerade historiengenau sein sollte, ließ sich dabei verschmerzen. Im Grunde war es mir sogar vollkommen egal. Denn ich fühlte mich trotz dieser Makel in die Zeit der alten Römer versetzt, der Zeit des gemeinen Plebs, welcher das Prinzip des Brot und Spiels feierte, um dem tristen und anstrengenden Alltag zu entkommen. Der Film zeigte eröffnete mir eine vollkommen neue Welt und bewies, dass das genau das richtige Medium ist, um dem Eskapismus zu fröhnen. Für über zwei Stunden die eigene Fantasie befeuern zu lassen und sich im Anschluss selbst so seine Gedanken zu machen.

Gladiator. Noch heute bin ich tief von diesem Epos beeindruckt und kann mich gar nicht dagegen wehren, wenn er immer wieder im Fernsehen läuft. Mitgenommen wird er immer, auch wenn man am Ende immer wieder Rotz und Wasser heult. Außerdem kann man lässt sich endlich behaupten, dass die deutsche Synchro einen Tacken wirkungsvoller ist, als der O-Ton. Hach:

“ Mein Name ist Maximus Decimus Meridius – Kommandeur der Truppen des Nordens – Tribun der spanischen Legionen – treuer Diener des wahren Imperators Marcus Aurelius – Vater eines ermordeten Sohnes – Ehemann einer ermordeten Frau – und ich werde mich dafür rächen, in diesem Leben oder im nächsten! „

Mist, jetzt habe ich wieder so richtig Lust auf den Film bekommen…

Die restlichen Tage findet ihr hier in einer Übersicht.

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7 Kommentare zu “31 Tage – 31 Filme: Tag 21”

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