31 Tage – 31 Filme: Tag 23

Tag 23 – Aus welchem Film stammt der beste Filmanfang oder das beste Filmende?

Easy. Völlig easy! Ich liebe Filmenden, die einem nicht immer die Lösung auf die Nase binden müssen. Die einen mutigerweise auch einfach mal unkommentiert stehen lassen, ohne dabei jedoch völlig aus der Luft gegriffen zu wirken. Deshalb mag ich zum Beispiel das Ende von Inception. Oder auch das alles klärende und doch so hart treffende Ende von Thomas Vinterbergs Drama Die Jagd. Die „Sympathy for Mr. Vengeance„? ebenfalls. Nicht minder schwer verdaulich ist auch das von Jin-Roh – Die Wolfsbrigade. Die Schlussakkorde, die gnadenlos den allerletzten Akt einläuten, ganz egal in welchem Sinne oder auf welcher Ebene.

Ihr seht: Sobald es pessimistischer ausfällt, geht mein Cineastenherz erst so richtig auf… Da kann kein Filmanfang mithalten, zumindest fällt mir derzeit kein ähnlich schwerer Start ein. Aber hey. Als Ausgleich präsentiere ich euch eben den einen Film, der sowohl den Anfang, als auch das Ende so meisterlich in Szene setzt, dass es tatsächlich, und beim noch so starken Hang zum Pessimismus, mein Herz erweicht. Die Rede ist von: The Rock – Fels der Entscheidung.

Jau. Der geneigte Leser wird das vermutlich sowieso schon irgendwo aufgeschnappt haben, aber aus dem Schwärmen komme ich hier ja nie so recht raus. Dieser Anfang… Männer die einen Sarg zu Grabe tragen. Cut. Hubschrauber in der Luft, verzweifelte Funksprüche. Cut. General Hummel (Ed Harris), der seine Offiziersuniform anzieht und im strömenden Regen am Grab seiner verstorbenen Frau steht, während er seine Ehrenmedaille liebevoll auf den Grabstein legt und von dannen zieht. Cut zu einem Trupp bewaffneter Männer, die V8-Gas aus einer Militärbasis entwenden. Dazu der unglaublich kraftvolle Score von Hans Zimmer
Das sind Bilder und Töne, die sich bis ins letzte Detail in mein Gedächtnis gebrannt haben. Das Spiel mit der Montage, die Doppeldeutigkeiten, die hier bereits zu finden sind… das ist Liebe. Das ist Kunst. Und das ist eine mächtige Portion Nostalgie, die sich da gerade wieder breitmacht.

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Soviel zum Anfang. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte ab hier nicht mehr weiterlesen, auch wenn das Ende einfach abzusehen ist…. jedenfalls Spoilerwarnung!

So schwerfällig der Beginn des Films auch ist, das Ende ist das komplette Gegenteil dessen. Leichtfüßig, lässig und unglaublich cool. „Willst du wissen wer Kennedy wirklich umgebracht hat?“ fragt Stan Goodspeed (Nicolas Cage) seine neu angetraute Braut, während sie im Cabrio durch die sonnige Landschaft Kansas‘ pesen. Und auch dazu liefern Hans Zimmer, Nick-Glennie Smith und Harry Gregson-Williams den perfekten Score, der mit dem Stück Fort Walton, Kansas schließt. Welch ein süßer Traum und was für ein Spaß. Ein grandioses Finale, das weitaus schwerfälliger hätte sein können, aber gar nicht muss, um trotzdem noch den Kern des Films zu treffen.

„Vaporised? Bodies can… vaporise?“ – „Oh yeah, absolutely, Sir!“

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Da muss ja nun wirklich nicht mehr erwähnt werden, dass der gesamte Mittelteil auf einem ebenso hohen Level spielt, wie der Anfang und das Ende. Ergo: Lieblingsfilm und die perfekte Antwort auf diese gar wunderbare Frage.

Die restlichen Tage findet ihr hier in einer Übersicht.

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8 Kommentare zu “31 Tage – 31 Filme: Tag 23”

  1. Nicht unbedingt mein Lieblingsfilm, aber zumindest der vielleicht beste Actionfilm der 90er. Und das will was heißen, wenn man bedenkt, dass das Teil von Michael Bay kommt. Man weiß ja, was der mittlerweile so verbricht. Außerdem rockt Connery in dem Streifen derbe. Alleine das erste Aufeinandertreffen mit Cage im Verhörraum ist absolut fantastisch.

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    1. Damals… damals war so einiges besser. Und Bay hatte seinen Laternenfetisch auch noch nicht ausgelebt… Auf eine Szene könnte ich mich bei dem Film gar nicht beschränken… Vllt. wo Connery so trocken meint: „Ich wollte nicht, dass ihr Sohn ohne einen Vater aufwächst…“

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  2. Ooooh, der Score! Vor allem den Anfang finde ich auch genial. Alles ein bisschen zu intensiv, zu patriotisch und zu stilistisch, aber zum Glück nicht zu übertrieben, um nervig zu sein. Das ist auch mein Lieblingsactioner dieser Zeit und vielleicht sogar überhaupt.
    Ich weiß, was heute abend mal wieder im DVD-Player landet. 🙂

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