Ein kleines „Hallo“

Hellooo.

Es wird wieder Zeit, hier ein bisschen was zu schreiben – auch wenn es keine Review oder ähnliches ist. Einen Bezug zu Film wird es aber haben. Also macht euch auf ein kleines persönliches Update gefasst.

Filme.

Ja. Filme. Derzeit haben sich meine Interessen ziemlich verschoben. Filme sind dabei sehr rar geworden (der letzte liegt mit dem recht mauen Mission Impossible: Fallout vier Wochen zurück), Anime übrigens ebenso. Stattdessen klicke ich mich regelmäßig durch Youtube-Content über Japan oder koreanische Pop– und japanische Rockmusik. Nebenbei spiele ich auch einiges an Videospielen (dieser verdammte Angel-Simulator!). Ganz passend, dass ich gerade Semesterferien habe. Wohl meine letzten, die ich mit o.g. Aktivitäten ziemlich vergeude. Aber was soll’s, irgendwie macht es ja doch Spaß. Verdammt, ausgeschrieben ist das jetzt ziemlich schei*e!
Die Sache mit den Filmen ist hingegen etwas verzwickt. Es ist nicht so, dass ich mich gar nicht mehr dafür interessiere, aber es kommt mir seit geraumer Zeit so vor, dass 90-120 Minuten Film wie Zeitverschwendung für mich wirken (während man sie schaut ist das was gänzlich anderes, aber das Aufraffen dazu fällt so schwer – also sich diese Zeit zu nehmen). Versteht mich nicht falsch. Noch immer bin ich recht engagiert, was die neuesten Filmtrends und Blockbuster angeht, aber ins Kino komme ich kaum noch und Zuhause wächst der Stapel ungesehener Filme gnadenlos an, aber abgearbeitet wird davon weitestgehend nichts. Ich bin schon ganz froh darüber, dass ich kürzlich auf Netflix mit A Korean Odyssey eine längere Serie angefangen habe, deren Folgen ich zeitlich gesehen zwar recht weit auseinanderliegend schaue, aber das immerhin mit einem Heidenspaß tue und mich danach mit etwas Euphorie belohnt. Lasst euch von der trashigen Attitüde in der Vorschau nicht abschrecken, es ist zwar durchaus etwas überzogen, aber hat das Herz am rechten Fleck und die Sticheleien zwischen dem Leadduo machen großen Spaß.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Lust auf Film und Co. nach dem Studium wieder zuschlagen wird. Es ist nicht so, dass ich keine Zeit habe, aber ich weiß auch nicht so genau woran das liegt. In den kommenden Tagen muss ich eine Seminararbeit über die recodierende Verwendung von Musik in Kenneth Angers Scorpio Rising verfassen (übrigens der erste Regisseur, der Songs als narratives Element in Filmen verwendete. Screw you, Tarantino!) und dann blicke ich auch schon auf die Vorbereitung meiner Bachelorarbeit, die ab Mitte Oktober langsam angegangen wird (für die ich noch einige Filme sichten muss und deren maue Literaturverfügbarkeit nur dezent beunruhigend wirkt- puh!). Falls ihr fragt: Das Thema wird sich um Korean Zainichi (in etwa die koreanische Minderheit in Japan) im zeitgenössischen japanischen und koreanischen Film drehen. Da ist mein filmisches Programm natürlich schon etwas vorgegeben. Ob ich darüber an dieser Stelle schreiben werde, lässt sich noch nicht sagen, aber so könnte ich mir zumindest die eine oder andere Quelle erschleichen… Spaß beiseite, je nachdem wie es läuft, werde ich mal schauen müssen ob sich etwas hier drehen lässt. Die Vermutung liegt nahe, eher irgendwo panisch zu prokrastinieren.

Wahrscheinlich sind es diese Verpflichtungen, die mich immer ausbremsen, was Film allgemein angeht. Aber auch hier kann ich nicht genau erklären, woran es genau liegt. Unterbewusst läuft einfach etwas schief – einigen wir uns darauf.
Und dann sind da noch diese Zukunftsaussichten, von denen ich mal so gar nicht weiß, was da noch kommen wird. Wohin die berufliche Reise gehen wird und was sonst noch so kommt. Ich habe nur eine Idee, aber den Weg dahin zu finden ist auch so ein Ding der Fast-Unmöglichkeit. Aber wir werden sehen. Einen Schritt nach dem anderen. Nur sagt das mal meinem Kopf, der an nichts anderes denken kann… ich hasse diese alles überdenkende Persönlichkeit. *seufz*

Und sonst so? Ich habe mir das Feedback vom letzten Update zu Herzen genommen und mir schon ein wenig was an frischen Wind überlegt. Allerdings werde ich wohl erst wieder aktiv hier werden, sobald mein Kopf etwas freier ist. Der Horrorctober wird hier nicht mit einer Filmliste abgearbeitet, stattdessen wird es ein weiteres und umfangreiches Genre-Spezial geben, welches ich im Zuge einer Hausarbeit mal verfasst hatte – und mit Verlaub – ich bin noch immer sehr stolz auf diese Arbeit, für die ich mich durch einige sehr unangenehme Gruselfilmchen forcieren musste. Darüber hinaus steht auch noch ein Podcast-Gastspiel, aber bei wem und worüber wir sprechen werden, wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten.

Es lohnt sich also, zumindest die Benachrichtigungen hier anzubehalten! ;)

Also, bis zum nächsten Mal und bleibt munter!

 

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6 Kommentare zu „Ein kleines „Hallo““

  1. Ja, es ist ein auf und ab mit den Dingen auf die man Lust hat, ich denke momentan auch oft „jetzt nen Film, oder doch ein Stündchen BLOCKIERT und es wird dann fast immer letzteres. Dass dir scheinbar das Studium die Lust an Film in der Freizeit verhagelt, ist allerdings tragisch 😯

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    1. Der erste Gedanke ist permanent da und das, obwohl meine freie Zeit derzeit nicht wirklich rar ist. Ist vermutlich ein Interessensshift und/oder der ganze mentale Stress, den ich mit mir rumschleppe.
      Dass mir das Studium den Spaß auf Film verhagelt hat, würde ich so nicht sagen. Wobei ich aber ganz klar sagen muss, dass die letzten zwei Semester thematisch ziemlich schei*e für mich persönlich waren und meine Uni bzgl. einiger Modelle und Theorien +/- 90 Jahre zurückliegt. Da wird sich an zu viel überholten aufgehangen und bis zum erbrechen wiedergekaut (weil es gibt ja prinzipiell nix besseres als die russ. Schule von Vertov, Eisenstein und/oder ital. Neorealismus/frz. Nouvelle Vague… – ist wichtig, jaja, weiß ich ja. Aber das muss man einem nicht penetrant über mehrere Semester einhämmern).
      Generell habe ich aber wohl einfach den falschen Jahrgang erwischt und das große Pech gehabt, dass der einzige Südost-Asien affine Dozent zum dritten Semester hin gegangen war (genau da, wo es etwas spezifischer wird, was Stile und nationale Kinematografien angeht). :|

      Mit Filmen setze ich mich nach wie vor sehr gerne auseinander, wenn ich sie denn mal sehe. Paradox, nicht wahr? Ich glaube eher, dass mir der direkte Austausch mit anderen sehr fehlt. Wie damals auf moviepilot. So ein Blog ist schön und gut, Twitter auch, wo man in der filmaffinen Filterbubble lebt, aber solche Gespräche wie dort habe ich so nie wieder gehabt. Und das fehlt mir sehr, weil es etwas motivierendes an sich hatte. Aber was soll man Vergangenem hinterhertrauern… mich nervt derzeit eh alles, da ist das auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein *lach*

      Wo ich gerade deinen letzten Blogpost nochmal gelesen habe, habe ich seit 1 1/2 Jahren aber auch immer dieses Gefühl der „Verpflichtung“ beim Schauen/Lesen/Hören von etwas. Aber doch ganz die Finger vom Blog konnte ich nie lassen, diesen Detox konnte ich also nie durchziehen. Da würde mir endgültig das Herz brechen, aber das ist wieder eine ganz andere Baustelle, die hier nicht aufgemacht werden sollte. ^^

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      1. Mein dank Autokorrektur entstandenes BLOCKIERT da oben, sollte übrigens BLOODBORNE heißen – gegenlesen vor dem abschicken war schon immer meine Stärke 💩

        Mit dem Dozent ist’s ja absolut suboptimal gelaufen, ich nehme an du hattest ja eigentlich vor Hobby und Ausbildung eng um dein Interessentgebiet herum verschmelzen zu lassen?

        Austausch ist tatsächlich super wichtig, belebt und macht Interesse auf mehr! Meine Platform ist da mittlerweile vollständig der Podcast geworden. Vielleicht hast du ja Lust unser vor 2 Jahren angefangenes Projekt noch mal zu Ende zu bringen? Würde mich freuen!

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        1. Naja, im Prinzip läuft es ja auf’s selbe hinaus. Und Gegenlesen… pfft. Den Beitrag einmal in Word kopieren und gucken was nicht passt, das muss reichen. :D

          Ja, ich hätte das gerne enger miteinander verknüpft. Der Dozent war halt super, der hat immer irgendwo was asiatisches einfließen lassen – und seien es nur kleine Titelnennungen o.ä. Hätte ich ein Jahr früher angefangen, hätte es auch mit einem Yasujiro Ozu-Seminar hingehauen… Naja. So bleibt’s immer bei den Hausarbeiten, aber da ist es auch eher Glückssache, was passendes zu finden, bzw. die Brücke zu spannen (z.B. In einem Kinderbuchverfilmungen-Seminar über „Jin-Roh“ zu schreiben *grins*).
          Aber was soll’s, ist ja fast geschafft. Dann kann ich mich ausnahmslos wieder persönlichen Interessen widmen – auch wenn ich mich vermutlich eher selbst so einenge, als es das Studium letztendlich tut. Suche da vermutlich nur einen Sündenboch für die eigene Unfähigkeit, abzuschalten.

          Das ist wirklich so! Ein Podcast ist für sowas wohl inzwischen der direkteste Weg – wenn man denn auch eine gute Zuschauerbasis pflegt. Prinzipiell hätte ich Bock drauf den finalen Teil zu besprechen, aber zeitlich passt das derzeit leider gar nicht. Würde mich nochmal melden, wenn etwas Luft ist. :)

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  2. Sie ist noch da, juhu! :)

    Schön, dass du dich mal wieder meldest, schade dass es keine so positive Nachricht ist, was dich und Filme angeht. Ich kann das gut verstehen. Filme sehen bedeutet immer Zeitaufwand, die Auseinandersetzung damit noch mehr und das Bloggen darüber sowieso. Puh. Da ist es oft verlockender bei YouTube zu versumpfen, wo man letztendlich aber ebenso viel Zeit verplempert und (zumindest meine Wahrnehmung) letztendlich weniger davon hat. Für mich hat sich gezeigt, dass es der richtige Weg ist, sich, auch wenn es schwer fällt, für einen Film zu entscheiden und die Sichtung durchzuziehen. Danach war es doch meist ein sehr erfüllendes Erlebnis.

    Und wenn du bloggst, hast du gleichzeitig noch den von dir vermissten Austausch mit deinen Lesern… :)

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    1. Ja, natürlich bin ich noch da. Habe alles von dir verfolgt, nur eben im stillen Modus, hehe. Schönen Urlaub gehabt, huh? ;)

      Ja, das Nacharbeiten von so einem Film kann schonmal sehr lange dauern, das schreiben selbst geht ja auch nicht immer leicht von der Hand. Wobei das tatsächlich das ärgere Problem ist.
      Das Durchziehen ist auch so eine Sache. Inzwischen habe ich hier so viel ungesehenes rumliegen, dass die Auswahl viel zu überfordernd ist. Das ist so, wie wenn man Netflix aufmacht, zehn Minuten durch das Programm klickt und dann doch wieder ausmacht. Zum anderen hab ich mich kopftechnisch seit dem Studium aus total irrationalen Gründen festgefahren. Wenn noch eine Arbeit aussteht, dann kann ich einen thematisch völlig anderen Film nicht genießen, weil im Hinterkopf permanent die noch ausstehende Arbeit steckt. Das ist wieder dieses Abschalten, was nicht geht. Als würde ich mir vorher nix anderes gönnen wollen (aber trotzdem YT schauen oder irgendwelche stumpfen PC-Spiele spielen, ist klar…). Haha, ja, ich habe in der Hinsicht wohl echt einen Knall.

      Der Austausch hier ist aber anders. Ich weiß nicht was es ist, aber… es ist anders. Aber schön zu sehen, dass ich nach langer Abwesenheit noch ein Echo auf einen Artikel erhalte. Vielen Dank dafür. :D

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