Archiv der Kategorie: Science Fiction

[Film] Alien: Covenant (2017 US)

Und auch nach dem zweiten Prequel zu Alien, Alien: Covenant, zeigt sich Ridley Scott unermüdlich und lässt noch immer Raum für weitere Teile. Das Mysterium um die Aliens wird nach und nach aufgedröselt, die Brücke zu den Ursprungsfilmen immer offensichtlicher und doch…

Die Ausgangslage in Alien: Covenant ist okay. Nichts neues, auch etwas stereotyp vielleicht (nach modernen Maßstäben in Film), aber es stört nicht sonderlich, dass es sich um eine Kolonisierungsmission handelt. Denn zehn Jahre nach Verschwinden der Prometheus soll nun die Covenant neue Wohngründe für die Menschheit im Weltraum besiedeln. Nach einem Unfall steht die Crew jedoch vor der Überlegung, den ursprünglich ausgewählten, aber noch weit entfernten Planeten anzupeilen, oder einem fremden Signal zu folgen und einen bisher unentdeckten Planeten anzusteuern, was wertvolle Zeit- und Ressourceneinsparungen nach sich ziehen würde. Es kommt wie es kommt und die Covenant verfolgt das Signal… [Film] Alien: Covenant (2017 US) weiterlesen

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[Film] Arrival (2016 US)

Ich muss die folgende Review etwas subjektiver als üblich gestalten… bitte habt Nachsicht. Auf Denis Villeneuve ist Verlass. Seine Filme sind für mich jedes Mal eine Überraschung für sich: Vom wider Erwarten nicht zünden wollenden Prisoners, zum persönlichen Ausnahmefilm 2016 Sicario hin zum Mindfuck par Excellence Enemy, der mir ja völlig Latte war. Ja. Denis Villeneuve ist einer dieser Regisseure, bei denen ich im Vorfeld nie weiß, was ich bekomme, aber trotzdem so angespornt bin, die Filme dennoch zu sehen. So auch Arrival, bei dem ich mich richtig geärgert habe, ihn nicht im Kino gesehen zu haben. Und das auch noch immer tue. Obwohl…

Die Handlung dürfte hinlänglich bekannt sein:
12 Raumschiffe landen willkürlich (naja, nicht wirklich) auf der Erde. Um zu erfahren, was die extraterrestrischen Wesen von der Menschheit wollen, zieht das amerikanische Militär (u.a. Forest Whitaker) die Sprachwissenschaftlerin Louise Banks (Amy Adams), sowie den theoretischen Physiker Ian Donelly (Jeremy Renner) hinzu…
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[Film] Battle Royale (2000 JP)

Ich bin von Grund auf ein netter und aufgeschlossener Mensch. Das ist ja allgemein bekannt… wie dem auch sei. Im Folgenden möchte ich eine Ansicht zu Kinji Fukasakus Verfilmung von Battle Royale korrigieren, die ich bisher polternd und vehement vertreten habe.

Nicht nur einmal habe ich gepredigt, wie schlecht der Film ist, wie die Hauptessenz der Romanvorlage von Koushun Takami durch die plakative Umsetzung verloren ging. Jetzt, mit genügend Abstand zum Buch, sehe ich das anders, wenngleich die damals geübte Kritik weitestgehend bestehen bleibt. Paradox? Wartet ab.

Battle Royale. Einer der japanischen Kultfilme, die Satire bis zum Anschlag durchgezogen und natürlich richtig schön explizit in seiner Darstellung. Ein dystopisches Japan in ferner Zukunft, in welchem der so genannte „Battle Royale-Act“ verabschiedet wurde, um gegen die hohe Jugendkriminalität und Arbeitslosenquote vorzugehen. Jedes Jahr wird eine 9. Klasse via Zufall ausgewählt, die sich auf einem isolierten Island mit zum Teil barbarischen Mitteln gegenseitig töten muss, bis am Ende nur noch einer übrig bleibt. Dieses Schicksal trifft in diesem Jahr den Mittelstufenschüler Nanahara Shuya (Tatsuya Fujiwara) mitsamt seiner Klasse… [Film] Battle Royale (2000 JP) weiterlesen

[Film] The First Avenger: Civil War (2016 US)

Das Erfolgskonzept von Marvel geht weiter auf, die Bilanzen sehen jetzt schon strahlend aus. Und für eine ganze Weile habe auch ich im Kino gestrahlt, wie zuletzt beim Politthriller The Return of the First Avenger: The Winter Soldier. Denn auch hier durften wieder die Russo-Brüder Anthony und Joe Regie führen und setzten damit ihren politischen Diskurs innerhalb des Superheldenfranchise gebührend fort. Denn mit Civil War ist die Avengers-Angelegenheit nicht mehr als nationales Problem eingestuft, sondern als ein internationales. Und das wird durchaus clever angegangen.

Wer den Film noch völlig unbefangen sehen möchte, läuft hier u.U. Gefahr, in unbeabsichtigte Spoiler zu laufen. Zwar versuche ich mich möglichst grob zu halten, aber ich lasse vorsorglich eine kurze Warnung da! [Film] The First Avenger: Civil War (2016 US) weiterlesen

[Film] Batman v Superman: Dawn of Justice (2016 US)

Ich bin angewidert. Zutiefst angewidert von diesem unglaublich inhaltslosen und plakativen Schundwerk. Wer diesen Film also noch sehen oder ihn sich nicht kaputtreden lassen möchte, der macht bitte sofort kehrt. Außerdem warne ich vor massiven Spoilern, da eine ernsthafte Auseinandersetzung sonst nicht möglich wäre.   [Film] Batman v Superman: Dawn of Justice (2016 US) weiterlesen

[Film] Deadpool (2016 US/CA)

Fuck! Wer hätte gedacht, dass ich dem Babyface Ryan Reynolds mal 9,5 Punkte in die Fresse drücke, weil er einen verdammt scharfsinnigen Humor beweist? Und dass allein die Openingcredits von einem Film so verdammt komisch sein und hooken könnten?! [Film] Deadpool (2016 US/CA) weiterlesen

[Film] Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 2 (2015 US)

Hachja. Wenn du schon aus dem Kino rausgehst und dich vor Lachen nicht mehr einbekommst… dann ist definitiv etwas schiefgelaufen.
Von einem zweiteiligen Finale kann man ja halten was man will. Die meisten Filme könnten gut darauf verzichten, und wenn sich die Drehbuchschreiber doch nur mal die Mühe machen würden, unsinniges und langatmiges von vornherein aus dem Script zu streichen, dann hätten viele Geschichten auch gar nicht erst diese Moneymaker-Attitüde. Und dann wiederum lassen sich die finalen Ereignisse vielleicht auch in einen zweistündigen Film packen und vermasseln den Schluss nicht so gekonnt, wie es Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 2 eben tut…

Wo Mockingjay Part 1 noch die richtigen Schritte in Richtung psychologischen Diskurs geht und alles noch düsterer gestaltet als es damals schon bei Catching Fire der Fall war, will Mockingjay Part 2 noch einen draufsetzen. Und scheitert kläglich daran. In meinen Augen wurden die Filme rund um Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) immer erst dann richtig ausdrucksstark, wenn die treffsichere Bogenschützin auf sich alleingestellt war. Hilfe erhielt sie zwar aus dem Hintergrund, vorrangig musste sie jedoch um ihr eigenes Überleben kämpfen, was zum Teil mit unvorhersehbaren Überraschungen für Spannung sorgte. Etwas, das im ersten Teil des Finales schon nicht mehr so im Fokus stand und jetzt… nunja. [Film] Die Tribute von Panem: Mockingjay Part 2 (2015 US) weiterlesen