Archiv der Kategorie: 2002

[Film] Infernal Affairs (2002 HK)

Lange habe ich nach dem richtigen Augenblick gesucht, meine Bewunderung für diesen Film Ausdruck zu verleihen. Wirklich lange. So eine Review will schließlich nicht leichtherzig verfasst werden, gerade wenn es ich um diesen einen Film handelt. Der, der persönlich alles verändert hat: Die eigene Rezeption, den filmischen Horizont, mein Verständnis für Filme.
Warum also nicht die Gelegenheit ergreifen, wo die komplette Infernal Affairs-Trilogie in Deutschland erstmals auf Blu-ray erscheint? Dank dem relativ neuen deutschen Label Nameless Media, die sich in ihrem Sortiment vorwiegend dem Sammlermarkt widmen und einige deftige Special- & Sammlereditionen anbieten – die zudem in Deutschland erstmals eine HD-Auswertung erfahren (werden) – haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt, eine ansehnliche limitierte Special Edition von allen drei Infernal Affairs-Teilen zusammenzuschnüren. Natürlich HD-Remastered und im edlen Mediabookgewand.
Und weil es namenstechnisch so schön passt, haben sie mir ein Exemplar zukommen lassen, dass ich euch auch abseits einer Review gerne vorstellen möchte. Mein Fanherz schlägt jedenfalls deutlich schneller. Aber kommen wir erst einmal zur gewohnten Review:

Review

Ich war ja höchst skeptisch, wie der Film bei der nun schon dritten Sichtung innerhalb von 4 1/2 Jahren wirken würde. Schon damals hatte er sich prompt in mein Herz geschlichen, dennoch muss ich gleichermaßen zugeben, dass Infernal Affairs – Die achte Hölle keiner der Filme ist, den man sich immer und immer wieder anschauen kann. Wie also wirkt ein solcher Film nach all den Jahren, den man innerlich auch über die Zeit hinweg mächtig hochstilisiert hat? [Film] Infernal Affairs (2002 HK) weiterlesen

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[Serie] .hack//SIGN Vol. 1 (2002 JP)

Lange…. lange bevor überhaupt Pläne laut wurden, dem vielschichtigen Onlinerollenspiel World of Warcraft eine Verfilmung zu spendieren, nutzte das von Bandai ins Leben gerufene .hack-Franchise genau diese Idee und startete unter der Habe des Animationsstudios Bee Train (Noir, Tsubasa Chronicle) nicht nur eine Reihe an Manga und Videospielen, die auf dem (fiktiven) Onlinerollenspiel The World basieren, sondern auch folgende Serie, die als Einführung in diese komplexe Welt und ihren zahlreichen medialen Ablegern dient.

Willkommen in der Welt von .hack//SIGN. Einem Anime, der uns in die virtuelle Welt des fiktiven Rollenspiels The World entführt.

Handlung

Der Spieler mit dem Namen Tsukasa erwacht ohne Erinnerung im Spiel The World. Der Clou daran? Er kann sich nicht mehr ausloggen. Tsuakasa ist in seiner Rolle als Wavemaster im Spiel gefangen. Obwohl die Mitspieler Mimiru, Bear und andere ihre Hilfe zusichern und diesen eigentlich unmöglichen Umstand näher untersuchen möchten, fordert er lieber Einsamkeit für sich. Er versteht das alles nicht und bringt sämtliche Spielprinzipien durcheinander…
[Serie] .hack//SIGN Vol. 1 (2002 JP) weiterlesen

[Serie] Ghost in the Shell: Stand Alone Complex (2002 JP)

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Wenn Menschen über Ghost in the Shell sprechen, dann sprechen sie über einen der wichtigsten Vertreter im Animegenre. Basierend auf dem Manga von Masamune Shirow folgten Kino- und Fernsehfilme sowie zwei Serienstaffeln, die sich rund um Major Kusanagi und ihre Einheit der Sektion 9 drehen – eine Spezialeinheit, die sich auf die Bekämpfung von Cyberkriminalität und Terrorismus spezialisiert hat.
Wo sich der erste Kinofilm auf die existenzielle Frage des Seins in Verbindung mit kybernetischer Technologie (Cyborgs) beschränkte, bieten die 26 Folgen des Stand Alone Complex etwas mehr Abwechslung. Und das ist dabei mitnichten schlecht. [Serie] Ghost in the Shell: Stand Alone Complex (2002 JP) weiterlesen

[Film] Sympathy for Mr. Vengeance (2002 KR)

SFMV-Header

Der Taubstumme Ryu (Shin Ha-kyun) möchte doch nur seiner schwerkranken Schwester helfen. Er schiebt Doppelschichten in einer Fabrik, um das nötige Geld für die lebensrettende Nierentransplantation und zugehörige Behandlungskosten ranzuschaffen. Doch hat er weder das Geld, noch ein passendes Spenderorgan, weshalb er zu anderen Mitteln greifen muss, um das Leben seiner Schwester zu retten. Das ruft unter anderem den Familienvater Park Dong-jin (Song Kang-ho) auf den Plan.

Der koreanische Regisseur Park Chan-wook hat ein Talent dafür, den Zuschauer mit seiner Bildästhetik auf Distanz zu halten. Speziell in Sympathy for Mr. Vengeance versagt er dem Zuschauer jegliche Form der Intimität duch Bilder. [Film] Sympathy for Mr. Vengeance (2002 KR) weiterlesen

[Film] Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002 NZ/US)

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Schlopsi gibt der Herr der Ringe-Trilogie eine neue Chance: Teil 2 im Extended Cut

Wo mich der Erstling also vollkommen in seine fiktionale Welt ziehen konnte, macht es sich die Fortsetzung Die zwei Türme schon etwas schwerer.
Da könnte man meinen, der unfreiwillige Roadmoviecharakter, der in Die zwei Türme klar spürbar wird, würde passen. Aber dem ist nicht so. Für mich klar der schwächste Teil der Trilogie, der auf mich einen vergleichsweise leeren Eindruck macht. Natürlich sieht man auch hier wieder viel. Lernt auch weiterhin tragende Figuren Mittelerdes wie zum Beispiel Théoden, König der Reiterherren von Rohan, oder Faramir, Heermeister von Gondor kennen. [Film] Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (2002 NZ/US) weiterlesen