Archiv der Kategorie: 6 Punkte

[Film] Wonder Woman (2017 US/CN/HK)

Der Hype schlägt um sich und DC scheint endlich mal etwas richtig gemacht zu haben: Wonder Woman bläst die Konkurrenz am Box Office förmlich weg. Es könnte also etwas dran sein, an diesem Blockbuster?

In der Tat macht Regisseurin Patty Jenkins vieles verdammt richtig: Die Action ist impulsiv gestaltet und dank der Zeitlupen gleichermaßen intensiv wie imposant in Szene gesetzt, das Rollenverhältnis zwischen Superheldin Diane und Sidekick Steve Trevor spritzig, ohne dabei zu dominant zu wirken und die Hintergrundgeschichte Dianas auf Themyscira ist wahnsinnig mitreißend (manchmal erinnerte es mich gar an Ridley Scotts Gladiator…). Ja mei, damit könnte sich im Prinzip auch enden lassen. [Film] Wonder Woman (2017 US/CN/HK) weiterlesen

[NCFF 2017] Wet Woman in the Wind (JP 2016)

Wenn die 17. Ausgabe des Nippon Connection Film Festivals schon unter dem Titel „Ecstasy & Desire“ läuft und zahlreiche 70er Jahre Roman Porno-Filme im Deutschen Filmmuseum auf 35mm präsentiert werden, dann darf natürlich auch keine Review zu einem Film dieser Art fehlen. Auch wenn es sich hier aus Zeitgründen bei Wet Woman in the Wind lediglich um eines von fünf Reboots zu den 70er/80er Jahre Hochglanzsoftpornfilmchen aus dem Studio Nikkatsu handelt. Es ist zeitlich einfach kaum schaffbar, zwischen allen möglichen Locations zu pendeln.

Selten war der Name derart Programm:
Kosuke (Tasuku Nagaoka), seinesgleichen Author von Theaterstücken und Womanizer in Tokyo, hat die Schnauze voll von Beruf und Frauen. Also zieht er ins japanische Hinterland und baut sich dort gänzlich abgelegen eine spartanische Hütte. In der Hoffnung, in Ruhe über den Sinn seines Lebens zu sinnieren, wird die Stille von der aggressiven Shiori (Yuki Mamiya) gebrochen. Sie stellt Kosuke nicht nur in Sachen Geduld auf die Probe, auch sein selbst auferlegtes  Enthaltsamkeitsgelübde sieht sich einer unausweichlichen Gefahr ausgesetzt. [NCFF 2017] Wet Woman in the Wind (JP 2016) weiterlesen

[Film] Arrival (2016 US)

Ich muss die folgende Review etwas subjektiver als üblich gestalten… bitte habt Nachsicht. Auf Denis Villeneuve ist Verlass. Seine Filme sind für mich jedes Mal eine Überraschung für sich: Vom wider Erwarten nicht zünden wollenden Prisoners, zum persönlichen Ausnahmefilm 2016 Sicario hin zum Mindfuck par Excellence Enemy, der mir ja völlig Latte war. Ja. Denis Villeneuve ist einer dieser Regisseure, bei denen ich im Vorfeld nie weiß, was ich bekomme, aber trotzdem so angespornt bin, die Filme dennoch zu sehen. So auch Arrival, bei dem ich mich richtig geärgert habe, ihn nicht im Kino gesehen zu haben. Und das auch noch immer tue. Obwohl…

Die Handlung dürfte hinlänglich bekannt sein:
12 Raumschiffe landen willkürlich (naja, nicht wirklich) auf der Erde. Um zu erfahren, was die extraterrestrischen Wesen von der Menschheit wollen, zieht das amerikanische Militär (u.a. Forest Whitaker) die Sprachwissenschaftlerin Louise Banks (Amy Adams), sowie den theoretischen Physiker Ian Donelly (Jeremy Renner) hinzu…
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[Kurzfilm] Haze (2005 JP)

Okay, nur weil ich Horrorfilme meide wie die Pest, heißt das nicht, dass ich sie nicht doch schaue. Manchmal ist die Neugierde zu groß, manchmal passt es gut zur aktuellen Stimmung. So kam ich gestern in den Genuss eines (längeren) Kurzfilms von Shinya Tsukamoto. Einem Extremkünstler, der mit seinem nicht minder extremen Film Tetsuo: The Bullet Man leicht den Platz Nummer eins auf meiner Hassfilmliste erklommen hat. Aber gut, die Neugierde siegt, die Stimmen zu seinem klaustrophobischen Film Haze klangen gut, also was soll’s. Mein Beitrag zum #Shocktober, der dem ein oder anderen von euch vielleicht gefallen könnte.

Haze ist Mindfuck. [Kurzfilm] Haze (2005 JP) weiterlesen

Battle Royale mit Bomben in BTOOOM!

Project Kitsune

This is where tomorrow brings a new game.
It’s time to learn that pain is gain ready FIGHT!

„EXIST“ – nano

Btooom! ist das Äquivalent zu Battle Royale – nur beschränkt auf Bomben.

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[Film] The First Avenger: Civil War (2016 US)

Das Erfolgskonzept von Marvel geht weiter auf, die Bilanzen sehen jetzt schon strahlend aus. Und für eine ganze Weile habe auch ich im Kino gestrahlt, wie zuletzt beim Politthriller The Return of the First Avenger: The Winter Soldier. Denn auch hier durften wieder die Russo-Brüder Anthony und Joe Regie führen und setzten damit ihren politischen Diskurs innerhalb des Superheldenfranchise gebührend fort. Denn mit Civil War ist die Avengers-Angelegenheit nicht mehr als nationales Problem eingestuft, sondern als ein internationales. Und das wird durchaus clever angegangen.

Wer den Film noch völlig unbefangen sehen möchte, läuft hier u.U. Gefahr, in unbeabsichtigte Spoiler zu laufen. Zwar versuche ich mich möglichst grob zu halten, aber ich lasse vorsorglich eine kurze Warnung da! [Film] The First Avenger: Civil War (2016 US) weiterlesen

[Film] Macbeth (2015 GB/FR/US)

In der Fülle der Shakespeare-Verfilmungen wundert es mich tatsächlich noch immer, wie es den unterschiedlichsten Regisseuren gelingt, dem Stoff immerzu neue Seiten abzuringen. So gleichen sich die wenigsten Adaptionen, der Fokus scheint immer in Bewegung zu sein. Der australische Regisseur Justin Kurzel entlockt der Geschichte um den machthungrigen Thanen Macbeth wieder neue Facetten und lässt die alten Worte in moderner cinematischer Poesie schwelgen. [Film] Macbeth (2015 GB/FR/US) weiterlesen

[Film] Sisters (2015 US)

Ganz so krass wie es der Trailer vermuten ließ ist Sisters nun nicht. Dennoch geizt die Komödie mit den BFFs Tina Fey und Amy Poehler nicht mit debilen Humor und klatscht eine ordentliche Partysause auf die Leinwand.

Erwachsen werden. Da muss jeder mal durch. Den einen gelingt es zeitnah, den anderen auch im fortschreitenden Alter nicht so recht. Aber das macht ja nichts, wenn man eine Schwester hat. So geht es zumindest den beiden Ellis-Schwestern. Kate, alleinerziehende Mutter und so ziemlich am Rande der Existenz lebend, legt sich einen wunderbaren Plan zurecht: Sie wird mit ihrer Tochter bei den Eltern einziehen. Wenn auch nur vorübergehend, bis sie einen neuen Job gefunden hat. Leider weiß sie nicht, dass ihre Schwester Maura bereits in das Vorhaben der Eltern eingeweiht wurde: Das Haus soll verkauft werden. Auf den ersten Schock entschließen sich die beiden in Erinnerungen schwelgend, es in ihrem alten Heim noch einmal richtig krachen zu lassen und laden zu Ellis-Island-Party ein. Eine einmalige Asylantenfeier, bei der die Erwachsenen vor ihrer Verantwortung fliehen, wie es damals schon die Einwanderer vor New York taten… [Film] Sisters (2015 US) weiterlesen