Statusupdate – Die Sinnkrise und eine Bitte um Hilfe (oder so ähnlich)

Hmm. Wie fängt man sowas an, wenn man noch gar nicht weiß, wie man einen Artikel beenden wird?

Es ist eine verdammte Sinnkrise, die seit zwei Jahren diesen Blog lahmlegt!

Ich denke schon die ganze Zeit über so ein Update meinerseits nach, und spätestens nach fünf Wochen der Abstinenz von neuen Beiträgen (Der Shape of Water-Abwatsch ist schließlich schon so lange her) wird es dann doch mal Zeit, sich aufzuraffen und was neues zu formulieren. Und irgendwie nervt es mich jetzt schon. Dieses müssen. Dieser Druck, irgendwas schreiben zu wollen und auch zu müssen.

Versteht mich nicht falsch. Ich gucke Filme – gerne auch im Kino – und schon rattert mir durch den Kopf, was man darüber schreiben könnte. Wäre ich nicht so unfassbar faul und inzwischen vielleicht auch desinteressiert, das auch in Worte zu fassen. Außerhalb des Freundeskreises, der den Film mit mir gesehen hat. Es ist paradox, aber früher war dieser Blog eine Erweiterung meines Freundeskreises. Man hatte da Gefühl, es interessiert die wenigen Leute da draußen. Damals, als ich selbst noch interessiert an den Meinungen der anderen war. Doch etwas hat sich verändert, und ich weiß nicht was.

Das Studium? und Beiträge nach Schema F!

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The Shape of Water (2017 US)

Ich verstehe den Hype nicht. Genauer gesagt: Ich möchte ihn nicht verstehen. Um dieses „Meisterwerk“, das so viele Jahre in der Mache war. Eine Herzensangelegenheit del Toros. Ein Stück weit lässt sich das nachvollziehen. Manche Einstellungen lassen diese Leidenschaft spürbar werden. Da wird diese ungleiche Liebesgeschichte greifbar. Da wird sich Zeit genommen, den besonderen Augenblicken Aufmerksamkeit zu schenken. Aber der Rest ist…
Murks.

Erzählt wird die Geschichte Elisas (wunderbar stumm: Sally Hawkins), Ihresgleichen Putzfrau in einer Versuchseinrichtung der amerikanischen Regierung. Eines Tages wird ein Wassertank in das Labor gebracht, der ihre Aufmerksamkeit erregt. Eine merkwürdige Fischgestalt verbirgt sich darin. Eine unkonventionelle Geschichte nimmt ihren Lauf…
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The Kirishima Thing (2012 JP)

Japanuary #5

Na vielleicht klappt es noch, mit den acht geplanten Filmen! Mit The Kirishima Thing geht es jedenfalls munter weiter. Und das, obwohl ich mit Funuke Show Some Love You, Loser! erst einen anderen Film in der Planungsliste hatte… Aber wo kämen wir denn da hin, wenn ihr nochmal über etwas lest, über das ich vor einiger Zeit schon einmal schrieb?

Wie es der Zufall so wollte (und nein, ich hatte vorher nicht nachgesehen), handelt es sich jedoch in beiden Fällen um den selben Regisseur: Yoshida Daihachi. Während Funuke einen galligen Humor bedient, liefert Yoshida fünf Jahre später eine gänzlich andere Gangart ab. Aber worum geht es in The Kirishima Thing?

Es ist ein gewöhnlicher Schultag, mit der Ausnahme, dass Kirishima, der Starathlet des Volleyballclubs, nicht in der Schule erscheint. Keiner weiß warum, keiner weiß wo er sich rumtreibt, oder wie er zu erreichen ist. Er ist spurlos weg. Was zunächst für leichte Unruhe sorgt, entwickelt sich zu einem spannungsgeladenen Portrait einer japanischen Schulklasse.  The Kirishima Thing (2012 JP) weiterlesen

[Film] Adrift in Tokyo (2007 JP)

Japanuary #4

“Happiness creeps into you so quietly you don‘t notice… but misfortune arrives very abruptly.”

Stell dir vor, du wärst eine ambitionslose, arme Sau und lebst in deiner Süffbude vor dich hin. Während du über eine volle Zahnpastatube philosophierst, klopft ein Schuldentreiber an deine Tür und fordert einen unbezahlbaren Geldbetrag von dir. Du hast keine Verwandten und auch sonst niemanden, der dir aus der Patsche helfen kann. Da bietet dir der Typ plötzlich eine Million Yen an. Was du dafür tun musst? Mit ihm durch die Straßen Tokios spazieren. Für was entscheidest du dich?

Adrift in Tokyo ist eigentlich der perfekte Film für den Japanuary. Wer Fernweh nach Tokio hat, der muss sich bloß diesen schmalen Indiestreifen von Miki Satoshi ansehen und schon steckt man in den verwinkelsten Gassen der Millionenmetropole. [Film] Adrift in Tokyo (2007 JP) weiterlesen

Media Monday #343

media-monday-343

Lang ist die letzt Teilnahme her, aber gerade passt alles, weshalb ich mich im Media Monday des Medienjournals wieder blicken lasse. Zudem bin ich mit den Beiträgen der letzten Wochen auch sehr zufrieden, es kehrt also wieder etwas Routine in diesem Blog ein. Mal sehen wie lange das wegen anstehender Hausarbeiten anhalten wird, aber der derzeit noch laufende #Japanuary ist ein sehr guter Ansporn, am Ball zu bleiben.

1. Psychopathen in Film und Fernsehen Media Monday #343 weiterlesen

[Film] your name. (2016 JP)

Japanuary #3

Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden. Listen offenbar ebenfalls, denn ich wollte ursprünglich nur zwei Animationsfilme in meine Japanuary-Liste aufnehmen. Durch einen unglücklichen Zufall* gesellt sich nun mit Your Name. – Gestern, heute und für immer der Dritte in die Runde, den ich doch noch im Kino sehen durfte. Und was bin ich froh, den nicht auf der heimischen Glotze gesehen zu haben, sondern im angemessenen großen Rahmen!

your name. von Shinkai Makoto ist der erfolgreichste japanische Animationsfilm aller Zeiten und sprengte das heimische Boxoffice. Auch die DVD- und Blu-ray-Absätze, sowie die TV-Quoten brachen sämtliche Rekorde. Der Hype um dieses Werk ist wirklich noch immer ungebrochen und das, obwohl der Film nun schon eineinhalb Jahre auf dem Buckel hat. Soll heißen: Jeder der ihn sehen wollte, hat ihn im Regelfall schon gesehen. Und doch waren auch die Kinos in Deutschland proppenvoll, um dieses Werk auf großer Leinwand bestaunen zu dürfen. [Anm: Für den 18. und 21.01. sind zudem noch weitere Zusatztermine in deutschen Kinos angekündigt worden.]

Auch wenn es mein erster Shinkai überhaupt war, so war ich mir doch im groben sicher, was mich erwarten würde: Atemberaubende Animationen und eine Story, die wie nahezu jeder seiner Filme mit dem Aufhänger der unüberwindbaren Distanz spielt. Ob zeitlich oder räumlich, die Protagonisten werden immer von solchen äußeren Einflüssen voneinander getrennt. Auch hier verhält es sich gleich:

Miyamizu Mitsuha lebt in einem überschaubaren Dorf auf dem Land. Jeder kennt jeden, Abwechslung gibt es in dem Städtchen am See so gut wie keine, sieht man einmal von Stadtfesten oder gelegentlichen Schrein-Ritualen ab. Deshalb wünscht sie sich viel lieber ein aufregendes Leben als Junge in der Großstadt Tokio.
Tachibana Taki hingegen lebt genau dieses Leben in Tokio. Als sie beide unabhängig voneinander aufwachen, stellen sie erschrocken fest: Sie stecken im Körper des jeweils anderen! Und so müssen die beiden nicht nur ihre eigenen Leben irgendwie auf die Reihe bekommen, sondern auch noch mit der Rolle des jeweils anderen zurechtkommen!
[Film] your name. (2016 JP) weiterlesen

[Film] Saint☆Oniisan (2013 JP)

Ich hänge dank einer fiesen Erkältung arg im Zeitplan hinterher. Das soll uns jedoch nicht stören und einen spontanen Einschub in den #Japanuary erlauben:

Saint☆Oniisan – Der Film.

Was passiert, wenn zwei Heilige beschließen, Urlaub auf der Erde zu machen und eine temporäre Wohngemeinschaft gründen? Jesus und Buddha, ihresgleichen beide Leitfiguren ihrer jeweiligen Religion, tun genau das. Doch wie meistern sie als „heilige Brüder“ (jp: saint oniisan) den (un)gewöhnlichen Alltag als Götter unter den Menschen? [Film] Saint☆Oniisan (2013 JP) weiterlesen

[Film] Hotarubi no Mori e (2011 JP)

#Japanuary.
Eine Idee von Filmbegeisterten, die am 26. Oktober 2017 völlig spontan zu einer ausgewachsenen Challenge ausuferte. Ideengeber: der Twitterer @politikundliebe. Ausführende Organe: Abspanngucker, Schöner Denken und Kompendium des Unbehagens. Diese unterhielten sich an diesem Tag über irgendetwas, Legenden sprechen von Filmen… und Japan… und plötzlich wurde jeder Filmblogger und -Podcaster im Filmverzeichnis dazu aufgerufen, teilzunehmen und unter dem Hashtag ‚Japanuary‘ viele japanische Filme zu gucken, besprechen und gemeinsam zu zelebrieren. Wer die Idee an dem Abend noch für einen kleinen Scherz hielt, der staunte am nächsten Tag nicht schlecht, als bereits rudimentäre Formalien und die ersten Teilnehmer ihre Zusage gaben. Tja. So schnell kann’s gehen und ich ergreife die Chance, einfach mitzumachen.
Falls ihr denselben Gedanken hegt:

Das Prozedere

Japanuary-Letterboxd

Acht Filme aus Japan gilt es zu schauen und zu besprechen (idealerweise pflegt ihr irgendwo eine Liste – evtl. auf Letterboxd), mit dem Ziel, sich an der nationalen Kinematografie zu erfreuen und darüber auszutauschen. Gesammelt werden die Teilnehmer im Verzeichnis bei Schöner Denken. Wir zählen übrigens gute 100 Teilnehmer.
Auch ich bin dabei und habe bereits den ersten Film im Gepäck. Natürlich ein Animationsfilm. Denn ihr wisst ja, wie sehr ich die japanische Animationsindustrie liebe und schätze. [Film] Hotarubi no Mori e (2011 JP) weiterlesen

Filme, Serien, Literatur und weiß der Teufel was noch…