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[Genre Spezial] J-Horror: Der Geist in der japanischen Filmkultur

Halloween naht und da ich mit Ausnahme eines Podcast-Gastspiels bei Bildnachwirkung bisher nur über den Anime Wicked City gesprochen habe, dachte ich, der Zeitpunkt sei ideal, um eine ältere Hausarbeit meinerseits zu veröffentlichen. Das letzte Genre Spezial zu Found Footage kam damals gut an und im Rahmen des selben Horrorseminars habe ich mich mit dem japanischen Horrorfilm – genauer gesagt der Erscheinung des Yūrei im J-Horror – auseinandergesetzt. Aufgrund des etwas ausführlicheren Charakters gibt es jedoch etwas mehr zu erfahren: Von den ersten Darstellungen von Yūrei innerhalb der japanischen Kultur, hin zu klassischen Stilmitteln im J-Horror. Anschließend folgt noch ein direkter filmischer Vergleich zweier Filme (The Inerasable und The Ring – Achtung, Spoilergefahr!), die stark auf die vorhandenen Parallelen innerhalb des Genres abzielen. Aber lest selbst, wenn ihr euch für das Thema interessiert.

Anm: Ich habe einige – für die Veröffentlichung unnötigen – Fußnoten entfernt. Außerdem sollte bekannt sein, dass es noch weitere passende Filmtitel gibt, welche im Rahmen dieser Arbeit jedoch aus Platzgründen keine Erwähnung finden konnten.


Yūrei in der japanischen Filmkultur:

Der Einfluss von RINGU auf den modernen J-Horrorfilm – Ein Vergleich zwischen RINGU und THE INERASABLE

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Bamy (2017 JP)

Wie schreibt man am besten über einen Film, der sich gängigen Konventionen verweigert? Oder noch besser: Den man irgendwann nicht mehr nachvollziehen kann, weil der Regisseur genau das macht und zeigt, was er will?

Jun Tanakas Spielfilmdebüt Bamy lehnt sich ganz klar an zahlreiche Genreklassiker des J-Horrors an: Ob nun an Ringu oder Ju-On erinnernd, etwas von Kurosawas schauriger Schönheit à la Pulse findet sich ebenfalls darin. Doch was macht diesen merkwürdigen Reiz dieses Films aus, der mit einer Szene beginnt, in welcher ein roter Regenschirm fast schon schicksalhaft vom Himmel fällt und so zwei Seelen wieder zueinander finden lässt?

„I wonder if it’ll rain.“

Unter oben genannter Einstellung startet der Film, als ein unscheinbarer Regenschirm vom Himmel fällt und sich die Wege der alten Schulkameraden Fumikos und Ryotas kreuzen. Es knistert und schon bald steht ihre Hochzeit im Raum. Doch die Glückseligkeit wird von Ryotas Gabe gestört: Er kann Geister sehen. Das sorgt für Streit, denn Fumiko fühlt sich häufig ignoriert und von Ryotas eigenwilligen Verhalten genervt. Ob diese Beziehung halten wird? Und was hat es mit dem Regenschirm auf sich?
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[Film] A Tale of Two Sisters (2003 KR)

Auch wenn ich nicht offiziell am #Horrorctober teilnehme, so gehört ein Horrorfilm im herbstlichen Oktober dazu. Wenn es draußen früher dunkel wird und man es sich auf der heimischen Couch gemütlich macht, geht es doch gar nicht anders. Hehehe… ich nehme mal vorweg, dass mich dieser – nebenbei bemerkt als einer der besten und nicht minder erfolgreichen koreanischen Horrorfilme – an die Grenzen gebracht. Ihr wisst ja, Horror und ich, das geht auf keine Kuhhaut. Und psychologisch motivierter Horror ist noch ein ganzes Stückchen fieser.

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