Schlagwort-Archive: Literatur

[Literatur] Tokyo Ghoul #1-14 – Sui Ishida

Irgendwann habe ich diesen Tick entwickelt, bei TV-Serien und längeren Mangareihen in ihren letzten Zügen auf die Bremse zu treten. Man verbringt eine vergleichsweise lange Zeit mit den Protagonisten, lernt sie mitsamt ihrer Probleme kennen; begleitet sie durch ihren Alltag. Und die Medien machen genau das gleiche mit dem Konsumenten.
Die Geschichten verbringen eine genauso lange Zeit mit uns.

„Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will muss eine Welt zerstören.“

Handlung

14 Bände und 144 Kapitel lang habe ich in diesem Jahr mit dem jungen Studenten Ken Kaneki verbracht. Einem literaturbegeisterten Einzelgänger und dessen einzigen Kumpel Hide, die gemeinsam durch dick und dünn gehen. Bis etwas grausames geschieht und Ken sich nach einem Unfall zurückzieht. Plötzlich sieht sich Kaneki mit einer völlig neuen Welt konfrontiert, die in Tokyo parallel zum gewöhnlichen Alltag existiert: Die Welt der Ghule. Sie lassen sich vom Menschen kaum unterscheiden und leben verdeckt inmitten Tokyos Alltag. Doch um zu überleben, fressen sie Menschenfleisch. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zum Konflikt zwischen Menschen und Ghulen kommt. Und mittendrin nun Ken, der zwischen den Stühlen sitzt.
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[Literatur] Naokos Lächeln (1987)

Ich merke allmählich, wie sehr ich nach literarischer Abwechslung lechze. Denn obwohl ich noch immer nicht genug von Haruki Murakamis Werken bekommen kann, machte sich bei der Lektüre dezente Stilmüdigkeit breit. Damit ist jedoch hier und jetzt Schluss, womit wir auch gleich beim Thema wären und direkt mit der Besprechung loslegen.

Wenn wir über Naokos Lächeln reden, dann reden wir über eines der populärsten Werke der japanischen Kultur, welches gerade unter Jugendlichen hohen Anklang fand und auch heute noch immer findet. Die Geschichte spielt sich während der Studentenproteste Ende der 60er Jahre ab und handelt vom jungen Studenten Tōru Watanabe, der sich zu zwei völlig unterschiedlichen Frauen hingezogen fühlt und mit sich und seiner Unschlüssigkeit hadert. Denn während die eine, Naoko, geheimnisvoll und verschlossen ist, geht Midori in ihrer lebenslustigen und extrovertierten Art auf. [Literatur] Naokos Lächeln (1987) weiterlesen

Fünf Buchvorsätze 2015/2016

Fünf Buchvorsätze habe ich mir im März letzten Jahres gesetzt. Auch 2016 sollen wieder eine Handvoll Bücher vom Stapel ungelesener Bücher in das Regal gelesener Bücher wandern. Doch werfen wir einen kurzen Blick zurück und schauen, ob – und wenn ja – wie viele Vorsätze eingehalten werden konnten. Fünf Buchvorsätze 2015/2016 weiterlesen

[Literatur] Anleitung zur Schwerelosigkeit – Was wir im All fürs Leben lernen können (2013)

Kennt ihr Chris Hadfield? Ehemann, Vater, Musiker, Astronaut, virale Persönlichkeit? Der Typ, der die Menschheit mit fantastischen Bildern der Erde via Twitter versorgte und zudem das erste Musikvideo überhaupt im Weltraum gedreht hat?
Passend zu den abgeänderten Klängen von David Bowies „Space Oddity“ folgt die Kamera dem kanadischen Astronauten quer durch die ISS, der Internationalen Raumstation, und somit dem äußersten bemannten Außenposten der Menschheit, rund 250km über der Erde.

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[Literatur] Die Saat – The Strain #1 (2010)

Tot? Wie kam sie darauf? Das Ding war doch nie lebendig gewesen…
Aber für einen kurzen Augenblick kam Lorenza das Bild einer riesigen faulenden Leiche in den Sinn, ein gestrandeter Wal. Genau so kam ihr das Flugzeug vor: wie ein verrotender Kadaver, ein toter Leviathan. „

„Nur gucken…!“ ist mittlerweile mein Standardspruch geworden, wenn es heißt den nächstbesten Buchladen unsicher zu machen. Und tatsächlich sollte nur geguckt werden. Kein Buch verirrte sich in die lesebegierigen Hände und so wollte ich schon von Dannen ziehen. Als… dieses schicke Cover meinen Blick auffing. Wie eine Elster wurde ich von diesem metallenen Design angezogen. Der Name Guillermo del Toro ist mir ohnehin ein Begriff und nach intensiver Begutachtung dann die Feststellung, dass es sich bei Die Saat um den ersten Band der The Strain Trilogy handelt, die übrigens auch gerade im Fernsehen läuft. Und da sich Bücher nun mal gerne vor der Verfilmung zu lesen eignen, war es um mich geschehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es folgen ein paar Worte zu dieser Zusammenarbeit Guillermo del Toros und Chuck Hogans. – Übrigens komplett spoilerfrei.

Handlung

Als eine volle Passagiermaschine auf dem JFK-Airport in New York kurz nach der Landung plötzlich nichts mehr funkt und ohne äußere Einflüsse alle technischen Geräte des Flugzeugs ausfallen, wird die Flugsicherung unruhig. Mit einem großen Aufgebot nähern sie sich dem „toten“ Flugzeug. Steht ein Terroranschlag bevor? Oder handelt es sich um etwas völlig anderes, aber nicht minder gefährliches? Das pure Böse?
Dr. Ephraim „Eph“ Goodweather und sein Team sollen herausfinden, was vor sich geht. Unterstützung erhalten sie dabei von einem gebrechlichen Mann: Abraham Setrakian, der mehr zu wissen scheint…
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[Literatur] Green Blood #1

Mit dem Manga Green Blood liebäugelte ich schon eine Weile, da mich das Setting der USA gegen Ende des Bürgerkriegs außerordentlich reizt. Zudem empfinde ich den Zeichenstil Masasumi Kakizakis als unglaublich detailverliebt und düster, was mir bereits in seinem alleinstehenden Manga Dark Hideout schon sehr gefiel. Da war der Griff zum ersten von fünf Bänden natürlich Ehrensache.

Green Blood erzählt in der Zeit zwischen Bürgerkrieg und industrieller Revolution die Geschichte zweier Brüder, Luke und Brad Burns, und wie sie versuchen in Five Points, dem schlimmsten Slum New Yorks, zu überleben.
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Ab in den Sommer! – Tag

Bei Tags lese ich ja grundsätzlich Tag. Wie in „Guten Tag.“ Und dann setzt die Verwirrung ein, ehe sich die Nebelschwaden im Kopp lichten. Die werte An vom Bücherblog hat mir diesen wunderbaren Bücher-Tag in die Hand gedrückt, der stilecht in der Sommerhitze beantwortet werden will. Von Balkonien aus. Also ab die Post!
Übrigens ist die Aktion so cool, dass man doch glatt überlegen könnte, sie auf Filme umzumünzen. Mal sehen was sich da machen ließe…
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[Literatur] Vaterland (1992)

Nachdem sein letztes Werk Intrige so einen starken Eindruck auf mich machte, war klar: Es mag zwar das erste Buch von Robert Harris für mich gewesen sein, aber ganz sicher nicht das letzte! So fiel die Wahl schnell auf sein Debütroman Vaterland, das mit dem Was wäre wenn… Hitlerdeutschland den zweiten Weltkrieg überdauert hätte?„-Szenario spielt.
Diejenigen, die regelmäßig im Media Monday vorbeigeschaut haben wissen, wie oft ich dieses Buch verflucht habe und wie beschwerlich ich damit vorankäme. Ich sage es mal so: Die letzten beiden Drittel hatte ich binnen zwei Tagen durch…

Handlung

Hitler hat den Krieg gewonnen. Das neue Großdeutsche Reich erstreckt sich 1964 vom Rhein bis zum Ural, der Kalte Krieg sowie Partisanenkämpfe innerhalb der langgesteckten Grenzen erschüttern das Land. Des Führers 75. Geburtstag nähert sich, ebenso der Staatsbesuch vom amerikanischen Präsidenten Joseph P. Kennedy, als in Berlin ein hoher Parteibonze brutal ermordet wird. Kripo-Sturmbannführer Xaver März steht unter enormen Zeitdruck, den Fall reibungslos aufzuklären. Doch es scheint mehr dahinter zu stecken und es könnte dem Ermittler Kopf und Kragen kosten, wenn er nicht mit äußerster Vorsicht im paranoiden SS-Staat nach der Wahrheit sucht… [Literatur] Vaterland (1992) weiterlesen