Schlagwort-Archive: Natur

[Film] your name. (2016 JP)

Japanuary #3

Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden. Listen offenbar ebenfalls, denn ich wollte ursprünglich nur zwei Animationsfilme in meine Japanuary-Liste aufnehmen. Durch einen unglücklichen Zufall* gesellt sich nun mit Your Name. – Gestern, heute und für immer der Dritte in die Runde, den ich doch noch im Kino sehen durfte. Und was bin ich froh, den nicht auf der heimischen Glotze gesehen zu haben, sondern im angemessenen großen Rahmen!

your name. von Shinkai Makoto ist der erfolgreichste japanische Animationsfilm aller Zeiten und sprengte das heimische Boxoffice. Auch die DVD- und Blu-ray-Absätze, sowie die TV-Quoten brachen sämtliche Rekorde. Der Hype um dieses Werk ist wirklich noch immer ungebrochen und das, obwohl der Film nun schon eineinhalb Jahre auf dem Buckel hat. Soll heißen: Jeder der ihn sehen wollte, hat ihn im Regelfall schon gesehen. Und doch waren auch die Kinos in Deutschland proppenvoll, um dieses Werk auf großer Leinwand bestaunen zu dürfen. [Anm: Für den 18. und 21.01. sind zudem noch weitere Zusatztermine in deutschen Kinos angekündigt worden.]

Auch wenn es mein erster Shinkai überhaupt war, so war ich mir doch im groben sicher, was mich erwarten würde: Atemberaubende Animationen und eine Story, die wie nahezu jeder seiner Filme mit dem Aufhänger der unüberwindbaren Distanz spielt. Ob zeitlich oder räumlich, die Protagonisten werden immer von solchen äußeren Einflüssen voneinander getrennt. Auch hier verhält es sich gleich:

Miyamizu Mitsuha lebt in einem überschaubaren Dorf auf dem Land. Jeder kennt jeden, Abwechslung gibt es in dem Städtchen am See so gut wie keine, sieht man einmal von Stadtfesten oder gelegentlichen Schrein-Ritualen ab. Deshalb wünscht sie sich viel lieber ein aufregendes Leben als Junge in der Großstadt Tokio.
Tachibana Taki hingegen lebt genau dieses Leben in Tokio. Als sie beide unabhängig voneinander aufwachen, stellen sie erschrocken fest: Sie stecken im Körper des jeweils anderen! Und so müssen die beiden nicht nur ihre eigenen Leben irgendwie auf die Reihe bekommen, sondern auch noch mit der Rolle des jeweils anderen zurechtkommen!
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[Film] Prinzessin Mononoke (1997 JP)

Ghibli-Filme zeichnen sich stets aufs neue damit aus, ihre zumeist fantastischen Geschichten mit Subtext zu versehen, die auch – oder gerade – erwachsene Menschen ansprechen und zum Grübeln anregen. Obwohl ich mich im Œuvre des Animationsstudios unter Leitung Hayao Miyazakis noch zu wenig auskenne (Chihiros Reise ins Zauberland konnte ich leider kaum etwas abgewinnen), wage ich jedoch trotzdem schon vorab die These, dass es sich bei Prinzessin Mononoke um einen Film handelt, der mit seinem inhaltlichen Anspruch überrascht. Ob nun im offensichtlichen Sinne, wie zum Beispiel die profitorientierte und skrupellose Gesellschaft und ihre interne, komplexe Verzweigung, auf die der junge Prinz Ashitaka während seiner Suche nach Rettung trifft, oder im unterschwelligen Sinne der belebten Natur, was teils auch nur mittels kleiner, mit den Köpfen klappernder Waldgeister vorgeführt wird. [Film] Prinzessin Mononoke (1997 JP) weiterlesen

Review: Noah (2014 US)

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„Noah“, ein wankelmütiger Riese, bei dem es zumindest wertungstechnisch nur ein schwarz oder weiß zu geben scheint. Entweder begeistert er sein Publikum mit der losen Erzählung Noahs und der Arche, oder er säuft bei dem Versuch damit gnadenlos ab. Review: Noah (2014 US) weiterlesen