Schlagwort-Archive: Roman

[Literatur] Naokos Lächeln (1987)

Ich merke allmählich, wie sehr ich nach literarischer Abwechslung lechze. Denn obwohl ich noch immer nicht genug von Haruki Murakamis Werken bekommen kann, machte sich bei der Lektüre dezente Stilmüdigkeit breit. Damit ist jedoch hier und jetzt Schluss, womit wir auch gleich beim Thema wären und direkt mit der Besprechung loslegen.

Wenn wir über Naokos Lächeln reden, dann reden wir über eines der populärsten Werke der japanischen Kultur, welches gerade unter Jugendlichen hohen Anklang fand und auch heute noch immer findet. Die Geschichte spielt sich während der Studentenproteste Ende der 60er Jahre ab und handelt vom jungen Studenten Tōru Watanabe, der sich zu zwei völlig unterschiedlichen Frauen hingezogen fühlt und mit sich und seiner Unschlüssigkeit hadert. Denn während die eine, Naoko, geheimnisvoll und verschlossen ist, geht Midori in ihrer lebenslustigen und extrovertierten Art auf. [Literatur] Naokos Lächeln (1987) weiterlesen

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[Literatur] Die Saat – The Strain #1 (2010)

Tot? Wie kam sie darauf? Das Ding war doch nie lebendig gewesen…
Aber für einen kurzen Augenblick kam Lorenza das Bild einer riesigen faulenden Leiche in den Sinn, ein gestrandeter Wal. Genau so kam ihr das Flugzeug vor: wie ein verrotender Kadaver, ein toter Leviathan. „

„Nur gucken…!“ ist mittlerweile mein Standardspruch geworden, wenn es heißt den nächstbesten Buchladen unsicher zu machen. Und tatsächlich sollte nur geguckt werden. Kein Buch verirrte sich in die lesebegierigen Hände und so wollte ich schon von Dannen ziehen. Als… dieses schicke Cover meinen Blick auffing. Wie eine Elster wurde ich von diesem metallenen Design angezogen. Der Name Guillermo del Toro ist mir ohnehin ein Begriff und nach intensiver Begutachtung dann die Feststellung, dass es sich bei Die Saat um den ersten Band der The Strain Trilogy handelt, die übrigens auch gerade im Fernsehen läuft. Und da sich Bücher nun mal gerne vor der Verfilmung zu lesen eignen, war es um mich geschehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es folgen ein paar Worte zu dieser Zusammenarbeit Guillermo del Toros und Chuck Hogans. – Übrigens komplett spoilerfrei.

Handlung

Als eine volle Passagiermaschine auf dem JFK-Airport in New York kurz nach der Landung plötzlich nichts mehr funkt und ohne äußere Einflüsse alle technischen Geräte des Flugzeugs ausfallen, wird die Flugsicherung unruhig. Mit einem großen Aufgebot nähern sie sich dem „toten“ Flugzeug. Steht ein Terroranschlag bevor? Oder handelt es sich um etwas völlig anderes, aber nicht minder gefährliches? Das pure Böse?
Dr. Ephraim „Eph“ Goodweather und sein Team sollen herausfinden, was vor sich geht. Unterstützung erhalten sie dabei von einem gebrechlichen Mann: Abraham Setrakian, der mehr zu wissen scheint…
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[Literatur] Vaterland (1992)

Nachdem sein letztes Werk Intrige so einen starken Eindruck auf mich machte, war klar: Es mag zwar das erste Buch von Robert Harris für mich gewesen sein, aber ganz sicher nicht das letzte! So fiel die Wahl schnell auf sein Debütroman Vaterland, das mit dem Was wäre wenn… Hitlerdeutschland den zweiten Weltkrieg überdauert hätte?„-Szenario spielt.
Diejenigen, die regelmäßig im Media Monday vorbeigeschaut haben wissen, wie oft ich dieses Buch verflucht habe und wie beschwerlich ich damit vorankäme. Ich sage es mal so: Die letzten beiden Drittel hatte ich binnen zwei Tagen durch…

Handlung

Hitler hat den Krieg gewonnen. Das neue Großdeutsche Reich erstreckt sich 1964 vom Rhein bis zum Ural, der Kalte Krieg sowie Partisanenkämpfe innerhalb der langgesteckten Grenzen erschüttern das Land. Des Führers 75. Geburtstag nähert sich, ebenso der Staatsbesuch vom amerikanischen Präsidenten Joseph P. Kennedy, als in Berlin ein hoher Parteibonze brutal ermordet wird. Kripo-Sturmbannführer Xaver März steht unter enormen Zeitdruck, den Fall reibungslos aufzuklären. Doch es scheint mehr dahinter zu stecken und es könnte dem Ermittler Kopf und Kragen kosten, wenn er nicht mit äußerster Vorsicht im paranoiden SS-Staat nach der Wahrheit sucht… [Literatur] Vaterland (1992) weiterlesen

[Literatur] Der Marsianer (2014)

„Die Kommunikation zwischen Erde und Mars ist schwierig und erfordert äußerst spezialisierte Geräte. Aus Alufolie und Kaugummi kann ich mir jedenfalls nichts basteln.“

Der Marsianer von Andy Weir trieb vor nicht allzu langer Zeit durch diesen Teil der Blogosphäre und diverse Besprechungen machten mich neugierig, auch wenn die Motivation noch nicht allzu sehr vorhanden war. Seit aber plötzlich die Raumfahrt dank eines kanadischen Astronauten, der sich auf den Namen Commander Chris Hadfield schimpft, wieder im medialen Aufschwung ist und unabhängig davon der erste Trailer zur Verfilmung dieses Romans mit Matt Damon in der Hauptrolle des gestrandeten Astronauten veröffentlicht wurde, war ich Feuer und Flamme für dieses Buch. Und was soll ich sagen, außer: „Ich würde es dir ja gerne ausleihen weil es so gut ist, aber ich muss es einfach selbst nochmal lesen.“ [Literatur] Der Marsianer (2014) weiterlesen

[Literatur] Intrige (2013)

Jaja, ihr wisst ja seit meinen Buchempfehlungen, dass ich wohl einen unterbewussten Hang zu Büchern habe, deren Cover sich auf die Farben schwarz, rot und weiß beschränkt… Jedenfalls ist Intrige von Robert Harris einer dieser Romane, die mir keine Ruhe ließen, wann auch immer ich den Blick durch den Buchladen schweifen ließ. Immer wieder in der Hand gehalten, Klappentext gelesen und wieder zurückgelegt. Und dann folgte doch der beherzte Griff. Was für ein Glück! Doch wovon handelt es?

Der britische Historienautor Robert Harris greift in Intrige den womöglich größten Irrtum in der Geschichte des Justizsystems auf: Aus der Sicht des französischen Offiziers Marie-Georges Picquart wird die Affäre rund um den vermeintlichen Landesverräter Alfred Dreyfus neu aufgerollt. Ein Justizskandal, der erst in Frankreich Ende des 19 Jahrhunderts und später sogar weltweit für großes Aufsehen sorgte und die französische Regierung in schwerwiegende Bedrängnis brachte. Denn diese haben Dreyfus, einen Juden, für seine Taten zu lebenslanger Haft auf die sogenannte Teufelsinsel verbannt.
Wie weit ist Geheimdienstchef Picquart bereit zu gehen, um der Wahrheit auf die Schliche zu kommen und sich dabei selbst ins Fadenkreuz der Behörden zu begeben?
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[Literatur] Psycho Killer (2015)

Zwar entsprang dieser Buchkauf mehr der freien Lust und Laune statt eines geplanten Griffs, aber bei diesem Buchcover musste ich tatsächlich nicht lange überlegen. Außerdem war es endlich an der Zeit, dem mir unbekannten Autoren Anonymus etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Denn wie oft stand ich schon vor den Bücherregalen und hatte seine „Bourbon Kid“-Romane in der Hand, auch bekannt als Das Buch des Todes, etc.?

Habt ihr euch jemals gefragt, wie ein B-Movie wohl als Roman funktionieren könnte? Geht das überhaupt, ohne… nunja, zu doof zu werden?

Handlung: In dem kleinen Kaff B-Movie-Hell geht ein Serienkiller um. Angefangen bei einem enthaupteten Polizisten, sieht sich bald niemand mehr sicher, während der Killer munter ein blutiges Massaker nach dem anderen veranstaltet. Das ruft den pensionierten FBI-Agenten Jack Munson auf den Plan, der früher seine Brötchen mit dem verrichten von Drecksarbeit verdiente und nun auf den unbekannten Killer angesetzt wurde. Was so einfach klingt, wird durch die Kleinkaffmentalität erheblich erschwert, denn in B-Movie-Hell herrschen eigene Gesetze und ein spezieller Gemeinschaftssinn. [Literatur] Psycho Killer (2015) weiterlesen

[Literatur] Dark Places – Gefährliche Erinnerung (2009)

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Aufmerksame Leser werden es ja sicher schon aufgeschnappt haben. Dieses Buch hat mich enorm viel Zeit und Nerven gekostet. Und ich dachte schon, ich würde niemals den Vorgänger, Cry Baby – Scharfe Schnitte durchhalten. Das war ja noch einigermaßen flüssig geschrieben, aber hier war ich tatsächlich kurz davor, den E-Bookreader in die Ecke zu feuern. Aber halbe Sachen sind nicht mein Ding, und siehe da: Zum Ende hin konnte es mich dann doch noch einigermaßen fesseln. Dennoch bin ich vom narrativen Stil nicht gerade angetan.

Libby Day ist die einzige Überlebende [Literatur] Dark Places – Gefährliche Erinnerung (2009) weiterlesen

[Literatur] Die Stunde der toten Augen (1957)

Dank der Vorzüge eines E-Bookreaders habe ich es vor geraumer Zeit geschafft, endlich wieder ein Buch auszulesen. Bei dem Stapel der sich hier auftut und meiner gemächlichen Lesegeschwindigkeit echt ein Wunder. Ein großer Dank geht dabei an Karoline vom
Inkunabel-Blog, wo ich bei der Besprechung des Werkes Im Westen nichts neues auf den Roman Die Stunde der toten Augen von Harry Thürk gestoßen bin. Danke für den Buchtipp, liebe Karoline!

Harry Thürk (*1927 – †2005), zu seiner Zeit selbst in etlichen Kriegsgebieten wie Vietnam und Korea als Journalist tätig, schreibt in seinem Anti-Kriegsroman über eine (fiktive) deutsche Fallschirmjägertruppe, stationiert nahe der sowjetischen Frontlinie, als sich der zweite Weltkrieg langsam aber sicher seinem Ende zuneigt. [Literatur] Die Stunde der toten Augen (1957) weiterlesen