Media Monday #191

Nachdem ich mich endlich aus dem Bett gepellt habe, eine kleine Highlightreel zu den Oscars verfasst habe und sich gerade noch so ein kleines Zeitfenster zwischen den beiden kommenden Kinobesuchen ergibt, hier der Media Monday!

1. Den Oscar für den besten [ausländischen] Film des Jahres 2014 hätte ja in meinen Augen Snowpiercer verdient gehabt. Aber Wunschkonzert und so.

2. Wenn ich mir so die Ergebnisse des Filmtipp Award 2014 ansehe, bleibt mir nichts anderes übrig als mich zu enthalten.

3. Mit Filmen von/aus dem Genre des Spaghettiwesterns konnte ich noch nie viel anfangen, einfach weil mich die Musik meistens schon auf die Palme bringt. Außerdem sehe ich Mexikosettings nicht gerne, habe aber keine Ahnung warum das so ist.

4. Klassischer Aufbau in drei Akten oder darf es gerne mal etwas unkonventioneller sein?
Unkonventionell ist zwar nicht immer gleichzusetzen mit „besser“, aber es darf gerne mal ausgefallen sein. Wobei die Grenze meist zu schnell überschritten wird, weshalb ich mich meist doch lieber an das konventionelle Schema halte.

5. Zeitsprünge, Vor- und Rückblenden sind ja beliebte Stilmittel. Unnötiger Schnickschnack, oft nur verwirrend oder eher ganz große Erzählkunst?
Kommt drauf an. Meistens machen mir diese Stilmittel Charaktere mit einem Schlag unsympathisch. Ich habe eine Geschichte gerne in einem Rutsch vor der Nase sitzen.

6. Inspiriert von der Blogparade der Singenden Lehrerin zu den Top Sex der erotischsten Szenen: Die heißeste (Sex-)Szene in einem Film, einer Serie oder einem Buch bietet wohl Basic Instinct. Da kann man schon mal unruhig auf dem Stuhl rutschen. 

7. Zuletzt gesehen habe ich die Oscars und das war trotz Neil Patrick Harris erstaunlich nüchtern, weil seine Nervosität doch etwas größer schien als zu erwarten war. Überrascht haben mich eigentlich nur der Gewinn von Alexandre Desplat für The Grand Budapest Hotel, der Preis für das beste adaptierte Drehbuch zu The Imitation Game (famose Dankesrede von Graham Moore!) und dass Boyhood so komplett ausgestochen wurde. Jetzt bin ich heiß auf Birdman, baby! Und Whiplash! Beides im Doppelpack heute Abend. Oooray!


 

Ich hoffe ihr hattet einen sauberen Start in die Woche und seit dem Kaffee nicht so krass verfallen, um euch noch durch den Rest des Tages zu retten. 😉

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29 Kommentare zu „Media Monday #191“

  1. Mcih hats gestern auch überrascht, dass Whiplash, Birdman und Grand Budapest Hotel quasi alle Preise unter sich ausgemacht haben. Freut mich aber sehr. Und Boyhood interessiert mich eh nicht die Bohne, also wird das schon seine Richtigkeit haben. Nur weil jemand 12 Jahre investiert, muss da noch lange nichts gutes bei rauskommen. Und so wie ich gehört habe, ist es das auch nicht.
    Ich gab dir auch recht, dass die Show eher schwach war. Extrem schwach, um genau zu sein. Kein Gag hat wirklich gezündet, die Laudatoren waren auch alle langweilig. das war gar nix. Ich wäre ja dafür, dass nächstes Jahr Jack Black moderiert. Der hat auch schon die eröffnungsnummer gerettet.

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      1. Klar, die eröffnungsnummer ist eigentlich immer ein Highlight, aber da gabs auch schon entschieden besseres. Dann ist ja bei Pro7 erst mal alles abgekackt und ich war sowieso total angepisst. Als sich das gelegt hatte, wurde die Show aber auch nicht besser. das zog sich alles ewig hin, dann die ständigen Musiknummern mit Grützenliedern ohne Ende. War so ziemlich die schlechteste Oscar-Verleihung, die ich bisher gesehen habe. Und ich habe schon so einige gesehen.

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    1. Zwar fand ich „Für eine Handvoll Dollar“ noch angenehm gut zu gucken, aber „Django“ (ja, der richtige) war für mich die Hölle. Die restlichen 8-9% schiebe ich dementsprechend vor mir her. 😉

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  2. Wie kann man die Musik im Italo-Western (Morricone!!!) nicht lieben? :O oder überhaupt das Genre und sein Setting 😀
    Wie fandest du Breaking Bad? Ist ja auch dort an der Grenze angelegt und spielt stark dakit.

    Snowpiercer gefällt mir immer besser, je mehr ich über den Film nachsdenke. Hätte wirklich auch den Oscar gewinnen können

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    1. Nein, nein, nein! Also doch. Schon. Ich meine die ganzen weniger guten Italowestern. Wobei ich bei „Ein Fressen für die Geier“ eine Ausnahme machen muss. Aber dieses ständige Soundtrackgequietsche gab mir irgendwann den Rest. Morricone spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Trotzdem tue ich mich sehr sehr schwer mit den Filmen. Mags dann doch lieber klassisch amerikanisch. (Ich sehe schon, jetzt habe ich mich total selbst gebranntmarkt :D)
      BB fand ich stark, da war das Setting gar nicht mehr wegzudenken. Hat mich selbst etwas überrascht, dass ich ausgerechnet bei der Serie damit klarkomme.
      🙂

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  3. Ach, „Snowpiercer“! Leider hat ja „so ein Film“ eh immer keine Chancen… Aber er war definitiv in meiner Top 10 der besten Filme von 2014!

    Bin gespannt, wie dir „Birdman“ gefallen hat – und auf „Whiplash“ bin ich auch schon gespannt. Hoppla, der läuft ja tatsächlich schon. Hm, in unserem Kino zu richtig blöden Zeiten. Naja, mal sehen.

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