Archiv der Kategorie: Filmfestival

[Project-K 2018] Filmfestival-Resümee

Mich hatte es das Wochenende vom 26. – 28. Oktober nach Frankfurt am Main verschlagen, um der 7. Ausgabe des Project-K beizuwohnen – einem sehr kleinen Filmfestival, das sich ganz der südkoreanischen Kultur und dem Kino widmet. Nachfolgend werde ich kurze Eindrücke zu den gesehenen Filmen listen und abschließend etwas über das Festival selbst berichten.

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Bamy (2017 JP)

Wie schreibt man am besten über einen Film, der sich gängigen Konventionen verweigert? Oder noch besser: Den man irgendwann nicht mehr nachvollziehen kann, weil der Regisseur genau das macht und zeigt, was er will?

Jun Tanakas Spielfilmdebüt Bamy lehnt sich ganz klar an zahlreiche Genreklassiker des J-Horrors an: Ob nun an Ringu oder Ju-On erinnernd, etwas von Kurosawas schauriger Schönheit à la Pulse findet sich ebenfalls darin. Doch was macht diesen merkwürdigen Reiz dieses Films aus, der mit einer Szene beginnt, in welcher ein roter Regenschirm fast schon schicksalhaft vom Himmel fällt und so zwei Seelen wieder zueinander finden lässt?

„I wonder if it’ll rain.“

Unter oben genannter Einstellung startet der Film, als ein unscheinbarer Regenschirm vom Himmel fällt und sich die Wege der alten Schulkameraden Fumikos und Ryotas kreuzen. Es knistert und schon bald steht ihre Hochzeit im Raum. Doch die Glückseligkeit wird von Ryotas Gabe gestört: Er kann Geister sehen. Das sorgt für Streit, denn Fumiko fühlt sich häufig ignoriert und von Ryotas eigenwilligen Verhalten genervt. Ob diese Beziehung halten wird? Und was hat es mit dem Regenschirm auf sich?
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Wilderness (2017 JP)

In naher Zukunft, kurz nach den Olympischen Spielen in Japan, ist der erhoffte Wirtschaftsboom wieder geplatzt, die Arbeitslosenrate infolgedessen extrem hoch. Mangelnde Perspektiven treiben gerade jugendliche Menschen zusehends in den Selbstmord und die allgemeine Zufriedenheit wird durch geplante Regierungsprojekte immer wieder gebrochen… In dieser Dystopie treffen zwei Männer aufeinander, die so verschieden sie auch sein mögen, zu Freunden werden und sich als aufstrebende Boxer durch diese Perspektivlosigkeit kämpfen.

Wilderness beruht auf dem Roman Vor meinen Augen… eine Wildnis… aus den 1960er Jahren und der Feder des avantgardistischen Autoren und Regisseurs Shûji Terayama. Wilderness (2017 JP) weiterlesen

The Blood of Wolves (2018 JP)

Allmählich bekomme ich doch immer mehr Highlights zu sehen. Und Kazuya Shiraishis Rausschmeißerfilm am Donnerstag ist ein exzellentes Beispiel dafür. Denn The Blood of Wolves ist verdammt solide Genrekost, die vielleicht nicht ganz als Yakuzafilm, dafür aber locker als Polizei- und Gangsterthrillerverschnitt im Hiroshima der 80er Jahre durchgeht.

Der führende Polizeiinspektor Ogami (Koji Yakusho) steht im Verdacht, Bande mit Yakuza geknüpft zu haben. Dennoch wird er gemeinsam mit dem frischen Polizisten Hioka (Tori Matzusaka) auf einen Vermisstenfall angesetzt. Während sie nach dem Opfer suchen, spitzt sich ein Bandenkonflikt der Yakuza immer weiter zu und die Polizei muss alles daran setzen, einen blutigen Krieg zu verhindern…

Die Erwartungen waren nicht gerade gering, weshalb es umso schöner mit anzusehen ist, wie alle Beteiligten sichtlich Bock auf diesen Film hatten.

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Mori: The Artist’s Habitat (2018 JP)

Der erste Tag der diesjährigen Nippon Connection liegt hinter mir. Wie immer gab es sehr nette Leute zu treffen und auch das Wetter war uns – trotz akuter Unwetterwarnung – hold. Der Tag war auch relativ kurz, denn heute stand lediglich der Eröffnungsfilm Mori: The Artist’s Habitat von Shuichi Okita auf dem Programm. Und einen anstrengenderen Einstieg in das Festival hätte ich nicht treffen können.

Regisseur Okita zeigt uns einen Tag im Leben des Künstlers Morikazu Kumagai (1880-1977), der meditativ nach Inspiration für seine Kunst sucht. In einem überschaubaren Garten, den er seit 30 Jahren nicht verlassen hat. Er kennt jede Pflanze,

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Nippon Connection 2018 – Der Plan

Nach einigem hin und her, und vor allem dem Drama rund um mein angepeiltes Highlight River’s Edge, dass sich mit gleich mehreren anderen Filmen im Programmplan überschneidet, findet ihr hier nun meinen durchdachten Laufplan für die 18. Nippon Connection. Und ja, ich werde am letzten Tag den fünfstündigen, existenzialistischen Zweiteiler Wilderness durchstehen, gemäß seines Sujets eben. Dafür muss ich leider jedoch auf everyone’s mama darling Dean Fujioka im Wirtschaftsthriller Recall verzichten. Aber hey, es wird sicherlich eine Erfahrung! Nippon Connection 2018 – Der Plan weiterlesen

Schlopsi goes Nippon Connection 2018 (29. Mai – 03. Juni)

Auch in diesem Jahr, vom 29. Mai – 03. Juni, schlägt das japanische Film- und Kulturfestival, die Nippon Connection, in Frankfurt am Main ihre Zelt auf. Bereits zum 18. Mal versüßt sie den Besuchern mit einer Fülle an medialen und (ess)kulturellen Angeboten die Tage zwischen Mai und Juni. Auch ich werde wieder die gesamte Woche vor Ort sein und euch am Festival teilhaben lassen – hat sich das Nippon Filmfest doch in den letzten beiden Jahren als eine Konstante in mein Leben geschlichen. Wie üblich folgt daher ein kleiner Abriss, was euch (und mich) erwarten wird:

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[NCFF 2017] FilmBloggerPodcaster-PowWow-Frühstück via Schöner Denken

Perfect people, perfect location: In diesem Jahr haben uns die Organisatoren von Nippon Connection den perfekten Ort für unser traditionelles FilmBloggerPodcaster-PowWow-Frühstück organisiert: das Atelier in der…

über FilmBloggerPodcasterPowWow: „Ich werde hier bisher ganz hervorragend unterhalten!“ — SchönerDenken

Dies ist der wohl wichtigste Beitrag über die vergangene Nippon Connection in Frankfurt, weshalb [NCFF 2017] FilmBloggerPodcaster-PowWow-Frühstück via Schöner Denken weiterlesen