Archiv der Kategorie: Dreizeiler Reviews

[Film] Nichts zu verschenken (2016 FR)

Alle paar Monate geht’s spontan in die Sneak Preview und alle paar Schaltjahre gibt es sogar einen richtig netten Film zu sehen. Nur.nicht.(vor)gestern.

Gauthier (Dany Boon) ist knauserig. Nein, er ist geldgeil. Sämtliche Ausgaben sind auf das Minimum reduziert, sein Bankier spielt mehr oder minder die Rolle eines Küchen-Psychologen und wehe, der berechnete Betrag beim Einkauf stimmt nicht mit der eigenen Rechnung überein! Während sein Kontostand gedeiht, wachsen ihm allerdings zwei völlig aus der Rolle fallenden Frauen über den Kopf, die plötzlich in sein Leben treten. Nicht nur sein Geld sieht er in Gefahr, auch sein Lebensstil stößt alles andere als auf Anerkennung. Wären da nicht ein paar Kinder in Mexiko…

Auf die Franzosen ist Verlass, wenn es darum geht, regelmäßig Komödien in die Kinosäle zu pumpen. Und da ist natürlich auch Dany Boon kein Fremder. Ob Nichts zu verschenken allerdings auch nur ansatzweise Aufmerksamkeit verdienen sollte? Nein! Ganz und gar nicht. [Film] Nichts zu verschenken (2016 FR) weiterlesen

[Film] 45 Years (2015 GB)

Andrew Haighs Drama 45 Years handelt zwar nicht vom Älterwerden, jedoch von der Gnadenlosigkeit der Zeit.

Das kinderlose Paar Kate (Charlotte Rampling) und Geoff (Tom Courtenay) steht kurz vor der Feier ihres 45. Hochzeitstages, als Geoff einen Brief erhält der das ganze Gerüst seiner Ehe ins Wanken bringt.

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[Kurzfilm] Die Reise zum Mond (1902 FR)

Zumindest ein Kurzfilm soll es in dieser Woche noch sein, und was wäre da besser geeignet, als eines der frühesten Werke des Mediums Film überhaupt?

Die Reise des Menschen zum Mond. Heutzutage selbst in der Realität machbar. Im eigens etablierten Science-Fiction Genre ja sowieso. Aber wie war das damals? Damals?

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[Film] Crimson Peak (2015 US)

Mehr Schein als Sein, dessen bedient sich Guillermo del Toro in seinem neuesten Film Crimson Peak.

Was versprach der Trailer nicht für ein Fest des Grusels, im ansehnlich viktorianischem Setting und noch dazu mit dieser Traumbesetzung. Allein optisch hat del Toro alles fest im Griff und zaubert malerisch trügerische Bilder aufs digitale Zelluloid und sorgt mit kräftigen Filtern für eine herrlich schaurige Gruselatmosphäre. [Film] Crimson Peak (2015 US) weiterlesen

[Preview] The Vatican Tapes (2015 US)

Alle paar Monate verschlägt es mich in die Sneak. Und zu 80% kommt genau das Genre, vor dem ich mich fürchte: Horror. Auch dieses Mal war der einzige absehbare Film diesem Genre einzuordnen… Na toll. Warum man bei einem Horrorfilm nun aber mehr lachen als sich gruseln kann, der möge bitte weiterlesen.

The Vatican Tapes ist das Sinnbild für einen Horrorfilm, der bei den Zuschauern so schlecht ankommt, dass er kurzerhand in eine Komödie umgemodelt wird und man sich dank der unzähligen Kommentare aus den hinteren Reihen vor Lachen nicht mehr einbekommt. [Preview] The Vatican Tapes (2015 US) weiterlesen

[Film] Funuke Show Some Love, You Losers! (2007 JP)

Manchmal tut es so richtig gut, über den eigens gesteckten filmischen Horizont zu blicken und in den Gegenden zu gucken, die man sonst eher meidet. Dank eines Tipps vom befreundeten Blog Mise en Cinéma  hat dieses Familiendraödienpotpourri seine Chance bekommen. Und es gibt rein gar nichts zu bereuen.

Etwas obskur und eigenwillig ist Daihachi Yoshidas Funuke Show Some Love, You Losers! ja schon. Allerdings nicht auf diese abgedroschene und nervtötende Art, sondern viel mehr dank dieser gesunden Spagatsprünge, die hier genretechnisch mit Bravour hingelegt werden. [Film] Funuke Show Some Love, You Losers! (2007 JP) weiterlesen

[Film] Sunshine (2007 GB)

Sunshine-Header-2-(via-cilliansite.com)Wer die üblichen Verdächtigen aus Drehbuchschreiber Alex Garlands Feder kennt (28 Days Later; Ex_Machina), der weiß um die minimalistische Prämisse, mit dem seine Filme für gewöhnlich beginnen, was sich dann auch größtenteils durch den kompletten Film zieht. Alles wirkt auf den kleinsten Nenner gebracht (und das ist nicht negativ gemeint), Ausschweifungen gibt es kaum. Sie fühlen sich wie Kammerspiele auf mehreren Ebenen an und Sunshine aus dem Jahr 2007, unter der Regie von Danny Boyle, fügt sich nahtlos in dieses Schema ein.

Die Sonne stirbt. Die Crew der Ikarus II hat nur einen Auftrag: Nahe genug an der Sonne sollen sie eine atomare Bombe zur Detonation bringen, welche die Sonne, bzw. einen daraus resultierenden neuen Stern, von neuem erstrahlen lassen soll. Die letzte Chance der Menschheit, die sich auf der Erde einem solaren Winter ausgesetzt sieht und ihrem Ende nahe ist. [Film] Sunshine (2007 GB) weiterlesen