[Serie] Ergo Proxy (2006 JP)

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„Unsere Stadt, Romdeau, ist zweifellos das letzte Paradies, das man noch finden kann. Ein weiterer Tag ist angebrochen. Einen besseren Ort als unter dieser Kuppel, die uns schützend umgibt, könnte es auf diesem zerstörten Planeten gar nicht geben. Was für ein langweiliges Paradies.“

Die Welt, wie wir sie kannten, ist tot. Kein Sonnenlicht, die triste Weite so endlos leer. Doch in der Kuppelstadt Romdeau herrscht reges Treiben. Menschen, Überlebende, leben hier unter einer Kuppel in ihrem eigenen System; Seite an Seite mit Autoreives; Maschinen, die ihren Herren dienen. Es soll eine Zufluchtsstätte sein, doch ein ungeheures Wesen wütet in der Stadt. Außerdem morden und flüchten immer mehr Autoreives aus Romdeau, obwohl sie darauf nicht programmiert sind. Was geschieht hier nur? Die Inspektorin der inneren Sicherheit Re-l Mayer ermittelt, doch erhält sie immer mehr Fragen als Antworten. Und wer ist dieser Immigrant Vincent Law?

Puh. Wer den Anime Ergo Proxy in einem Satz und ohne Gebrauch von Kommata beschreiben kann, der hat sich ein Fleißkärtchen verdient. Nachdem ich beim durchforsten der Blogparade der besten Serienopenings immer wieder auf dieses Werk gestoßen bin, musste ein Blick riskiert werden. Und ich fürchte nach einem Durchlauf der 23 Folgen lässt sich vieles noch gar nicht richtig (be)greifen. Denn Ergo Proxy ist ein wildes Potpourri aus Dystopie, künstlicher Intelligenz und der existenziellen Frage nach dem Sein.

„Ich denke, also bin ich.“

Es werden viele, sehr viele philosophisch, ethische Fragen aufgeworfen und behandelt oder für lange Zeit im Raum stehen gelassen, ehe sich eine Antwort darauf finden lässt. So begeben wir uns mit Vincent Law, Re-L Mayer und Pino, einem vom Cogito-Virus befallenen kindlichen Autoreive auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Mit einem Segelschiff durch eine vergiftete Atmosphäre und die endlose Weite, verhangen von dichtem Nebel, irren wir genauso wie das ungleiche Gespann umher, sammeln Informationsfetzen auf und versuchen diese sinnvoll zusammenzufügen. Dass dieses Unterfangen alles andere als einfach ist, das wird außer Frage stehen. Und doch hatte ich arge Probleme mit der Serie.

Ergo Proxy verlangt seinem Zuschauer vieles ab. So werden in den ersten drei, vier Folgen die Dinge wie das unwirkliche Setting als gegeben betrachtet, mit Antworten wird hier enorm gegeizt. Dabei überschlagen sich die Ereignisse schon früh und zumindest ich kam bei dem ganzen Treiben kaum noch hinterher. Auch wenn dieser Anime nach und nach Antworten auf einige der vielen Fragen einstreut, so dauert dies nicht nur eine ganze Weile, sondern wird auch alles andere als geradlinig in die Handlung eingebunden. Und mit diesem Gedanken tat ich mich sehr schwer. So hatte ich recht früh die Lust auf das weitere Geschehen reduziert, und doch war ich paradoxerweise aus genau diesem Grund wie gebannt von der Erzählstruktur, die schon allein eine Allegorie auf das Hauptsujet darstellt. Der Weg zur Erkenntnis ist kein offensichtlicher, keiner, der sich einfach beschreiten lässt ohne sich dabei mit Unmengen an anderen Fragen auseinander setzen zu müssen. Fragen, denen man sich nur stellen muss, wenn man die Wahrheit kennt und es keinen Weg zurück mehr gibt. Wie dies der Fall für Vincent und Re-L ist, als sie erkennen was tatsächlich in Romdeau vor sich geht und wie sich die Geschicke dort lenken. Dass sie dort draußen, hinter der Kuppel, mehr finden sollen, als sie es anfangs für möglich hielten.

Die Erzählstruktur ist sperrig und nicht leicht zu verdauen. Doch wer sich dem Kampf stellt, wird mit grandiosen Momenten belohnt- ob charakterlich oder der Handlung wegen, das ist irrelevant. Meine Lieblingsfolge, die ich glatt nochmal gucken musste, „Bored doing nothing“ (EP 16) ist dabei so auf den Kern reduziert und hat doch so viel zu erzählen, wenn die muntere Truppe mitten im Nirgendwo strandet und die Vorräte langsam aber sicher zur Neige gehen. Es passiert im wahrsten Sinne des Wortes nichts, und doch erfährt man in diesen stillen Augenblicken weit mehr, als sich mit Worten erklären ließe. Dem gegenüber stellen sich wiederum zwei Folgen, die vollkommen fern ab vom Schuss zu stehen scheinen. „Who wants to be in Jeopardy“ (EP 15) und „Eternal Smile“ (EP19) extrahieren sich selbst von der eigentlichen Handlung, wirken regelrecht befremdlich in ihrem andersartigen Erscheinen und ließen mich oft genug an der Serie und Chief Writer Dai Satō zweifeln. Und doch, selbst wenn man es sich nicht eingestehen möchte, sind sie wichtig, geben versteckte Auskunft und schlagen immer wieder Brücken zum Hauptgeschehen. Interessant zu sehen, wie sich die eigene Rezeption nach Betrachten des Gesamtwerks verändert…

Nun gut, kommen wir zum Handwerklichen: Der Animationsstil sagte mir kaum zu. Die Figuren wirken platt und eindimensional. Wo das in der unwirtlichen Umgebung passt – matte braune, blaue und graue Farbtöne dominieren und wirken durch das blass verwaschene unwirklich, eintönig, bedrohlich und schier dystopisch – so leblos wirken die Figuren, bei denen mir die Details fehlten. Ironischerweise finde ich die kleine Pino am gelungensten. Ihre Lebhaftigkeit im Verhalten und auch in ihrer Animation drängt die Menschen in den Hintergrund. Für einen Anime aus dem Jahre 2006 finde ich das leider ungenügend, da mir allein durch die Zeichnungen sehr wenig Zugang geboten wurde. Die deutsche Synchronisation pendelt sich irgendwo im Mittelfeld ein und kann nur teilweise überzeugen. Gut, bei Re-L’s Figur mag es ihrem Charakter geschuldet sein, dennoch: Da wäre mehr drin gewesen, zumal mir die Synchronstimmen gegen Ende hin etwas durcheinander schienen. Wenigstens konnte man sich an Vincents (Philipp Brammer) toll gesprochene Stimme klammern. Über das kraftvolle Opening sowie den Soundtrack von Yoshihiro Ike hingegen muss ich nicht viele Worte verlieren. Waren diese einsilbig wirkenden Klänge, die sich an bestimmten Stellen mit choralen Gesängen im Wechselspiel befanden wie gemacht für die dystopische Welt von Ergo Proxy, und war es mir stellenweise zu eintönig, so verflüchtigte sich jeder Zweifel daran mit dem letzten Einsetzen des Soundtracks, welcher das Ende einläutete. Ein pulsierender, erwachender Drumbeat, ruhig und beständig, dazu langsam ausklingende verzerrte Gitarren und Synthesizer. Dieses Stück, Centzontotochtin, ertönt stellvertretend für all das, was in dieser Serie geschah. Zudem ist es etwas Endgültiges. Und das geht durch und durch.

„Ich denke, also bist du.“

Ergo Proxy ist sicherlich nicht für jeden gemacht. Dieser Anime aus Dai Satōs Feder ist herausfordernd und gibt sich grundlegend der Philosophie hin, beschäftigt sich mit allem und nichts und lädt dabei herzlichst zur Selbstreflexion ein. Ein Anime, der seinen eigenen Willen folgt und keinen Hehl daraus macht, Realität und Vision undurchsichtig verschwimmen zu lassen. Gerade das macht ihn so widerwillig fesselnd. Wo ich also am Anfang noch vor Zweifeln stand, ob ich dieser Serie einen Rewatch gönne, so mündet dieser Gedanke nach den letzten Folgen in einem eindeutigen „Ja“. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne noch einmal. Aber zunächst muss dieser Durchgang verdaut werden.

6,5/10 Punkte

Ergo-Proxy-Boxset-Cover
© manglobe/GENEON UNIVERSAL ENTERTAINMENT/WOWOW

Ergo Proxy [エルゴ プラクシー]
Jahr: 2006 JP
Genre: Mystery, Psychological, Sci-Fi
Regie: Shukō Murase | Drehbuch: Dai Satō
Sprecher (original – deutsch):

Vincent Law: Kouji Yusa – Phillip Brammer
Re-L Mayer: Rie Saitou – Kathrin Gaube
Pino: Akiko Yajima – Rachel Hirschfeld
Iggy: Kiyomitsu Mizuuchi – Walter von Hauff
Raul Creed: Hikaru Hanada – Hans-Georg Panczak
Daedalus Yumeno: Sanae Kobayashi – Shandra Schadt

Trailer (orig. w/ engl. sub):

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28 Kommentare zu „[Serie] Ergo Proxy (2006 JP)“

  1. Puuh, das liest sich anspruchsvoll, aber auch schwer verdaulich von der Thematik her. Und beim Trailer hab ich ein wenig an Ghost in the Shell und NGE denken müssen. Gut, preislich ist das auf Deutsch gnadenlos übertrieben, kurzer Blick beim Onlinehändler ist jenseits von Gut und Böse, während es in Frankreich die komplette Serie für 18 € gibt. Himmel, die Franzosen schmeißen die Serien ja raus, Ghost in the Shell Stand Alone Complex, Noir, Hellsing, komplette Serien für 17-18 €!? 😯
    Verflixt, da werd ich zuschlagen müssen…

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    1. Was täte ich jetzt nur dafür, fließend französisch sprechen zu können (und du ausgerechnet noch mit diesen ♥-Titeln anrückst)?
      „Ergo Proxy“ ist halt nichts, was man schnell nebenher wegfrühstückt, aber gerade das macht einiges her. Hier ist auch die Frage, ob man dem objektiven oder dem subjektiven Eindruck mehr Raum lässt. Im Endeffekt muss das jeder Zuschauer für sich entscheiden. Wäre gespannt wie du es findest.

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      1. Sorry! 😳
        Ein paar davon bieten auch englische Untertitel, aber die meisten sind wahlweise Franz oder Japanisch mit französischen Untertiteln. Hab ich eben einen Vorteil, gerade, wenn ich mir die Preise in Deutschland anschaue. Und „Noir“ oder „Ghost in the Shell“ konnte ich damals auf Viva/MTV leider nie wirklich verfolgen, da es so spät lief.

        Hm, „Ergo Proxy“ scheint mir vom Ansatz her schon spannend zu sein, aber ich werd vorher noch ein paar Videos schauen, um mich mal in die Optik und das Setting einzufinden. Ich halte dich auf dem Laufenden und bestellte jetzt schon Grüße vom SuS, der nicht wachsen mag. 😛

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        1. Ich habe es zugegeben nicht so mit Untertiteln.Deswegen hänge ich seit Monaten auch bei Folge 20 von „Monster“ fest. So gut es auch ist, ich halte das nicht lange aus…
          Mach das. Und Gruß zurück an deinen SuS, meine SuF und SuGs erhielten heute auch kleinen Zuwachs. 😛

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          1. Ach, seit NGE kann ich gut damit leben. Immerhin hab ich den Anime nur so kennengelernt. 😉
            Und vor die Wahl gestellt, 80€ zu zahlen für die deutsche Synchro, oder eben 20€ und es mit Untertiteln oder eben auf Französisch zu schauen… 😉
            Puuh, gerade nach „Monster“ gegooglet, das hört sich auch heftig an.

            Was kam denn auf deine Stapel? 😀

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            1. Hmm, bin da dann doch zu muffelig für, zumal ich selten mehrere Folgen schauen kann, ohne nebenbei was anderes machen zu müssen. Aber klar, in der Not frisst der Teufel fliegen und holt sich den Import. Aber gerade bei Hellsing und Noir habe ich die deutsche Synchro richtig lieb gewonnen. 😉
              Und „Monster“ ist bisher verdammt stark. Du denkst vielleicht womit sie die 70+ Folgen vollkriegen wollen, aber das läuft bisher wie geschmiert und ist wahnsinnig spannend aufgezogen. Unbedingt mal reinschauen! 😉
              Neu hinzugekommen sind MGSV Ground Zero und „KillZone SPL“. Bin eben ein kleiner Hong Kong-Kino Afficionado. 🙂

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              1. Ah, siehste, das kann ich dafür ganz gut. Zwei, drei, vier Folgen am Stück, und selbst wenn es nur eine ist, dann hat die meine volle Aufmerksamkeit. Sonst verpass ich doch ständig was! 😮
                Gut, manchmal kann ich auch gar nicht mehr als zwei, drei Folgen am Stück sehen, weil es dann wieder von der Handlung oder der Stimmung reicht.
                Hellsing hab ich ja nie geschaut, aber bei Noir hat mir Mireilles Stimme sehr gut gefallen. *schmacht*
                Ok, dann wird zu Monster mal recherchiert! 🙂
                Haha, das mit MGS hätte ich mir ja denken können. :mrgreen:

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                1. Ich bekomme ja trotzdem noch alles mit. Naja, fast… aber dann wird eben zurückgespult. x)
                  Stimmt. Mehr als vier Folgen schaffe ich nur selten (schaue meist auch erst spät abends), aber manchmal geht auch etwas mehr. Je nachdem wo sich die Handlung gerade befindet. Teils ist es so nervenzerreißend spannend, dass ich mich förmlich zwingen muss, aufzuhören.
                  Lass mich raten, „Noir“ im Original oder doch auf französisch? Die deutsche Stimme hat mir ja auch schon sehr gut gefallen.

                  Ja, hättest du. 😛 Du hast aber auch ein „Pech“, dass du mich gerade in so einer heftigen MGS-Phase erwischst. So schlimm war es glaube ich noch nie bei mir. Also sorry dafür. *lach*

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                  1. Haha, siehste, das mag ich gar nicht, zurückspulen. 😉
                    Ja, das Gefühl der zerreißenden Spannung kenn ich auch, weshalb ich fluchend auf nächsten Dienstag und der neuen Folge „Person of Interest“ warte. Aber auch bei Serien auf DVD kommt das vor. Und schwupps isses 1 Uhr morgens…

                    Nene, „Noir“ hab ich nur auf Deutsch gesehen, aber Mireilles Stimme… *schmacht*

                    Ach, iwo, halb so wild, da kann ich dann nachhaken, wenn ich irgendwas nicht verstehe oder nicht mehr weiß. 😛

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                    1. Ich ja auch nicht, aber ich kann es auch nicht leiden etwas (einen Satz) nicht komplett mitzubekommen. Dann ärgere ich mich nur und joa. Dann doch lieber zurückspulen und unnötigen Stress vermeiden. 😉
                      Ganz genau. Und deswegen schaue ich Serien meist nur in einem Rutsch. Oder eben staffelweise. Bei GoT kann ich mir derzeit schön die Folgen aufnehmen und nach dem Run gemütlich weggucken.
                      Vom Ton her (also wirklich Sound) fand ich „Noir“ ja ohnehin sehr sehr schön gemacht. Kaum denke ich an die Serie schon bin ich gedanklich auf Korsika oder in Frankreich.
                      Ach, profitieren willst du also davon? Na schön. 😀

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                    2. Hahaha, deswegen schau ich gleich gaaaanz aufmerksam! 😉
                      Ja, gut, aber dazu muss man die Serien ja entweder aufnehmen oder kaufen. Ersteres, öhm, naja, ich hab noch nen VHS, und zweiteres, öhm, kostet halt. :mrgreen:

                      Jepp, „Noir“ war wirklich sehr gut gemacht. Und durch die Korsin hat es natürlich deutlich Pluspunkte gesammelt. 😀

                      Ja sicher doch! Bei allen Fragen wende ich mich vertrauensvoll an dich. 😉

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                    3. Ja sorry, aber so oft, wie mal was Gescheites im TV läuft, da brauch ich nicht auf einen Festplattenrecorder umsteigen. 😉
                      Ich geh nämlich davon aus, dass ihr nicht nur FreeTV habt, sondern netflix/was Ähnliches, richtig? Da lohnt es sich schon sehr viel eher. 🙂

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                    4. Naja, das sind schon einige Vorteile. Aber andererseits genieße ich die wenigen Fernsehhighlights dann umso mehr, weil sie sich so deutlich vom Rest abheben. 😀
                      Was mich reizen würde, das wäre der Sender „Animax“, aber gut, dafür braucht es gleich ein ganzes Paket. *seufz*

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  2. Wow … ich bin ein bisschen geschockt. Habe es selten erlebt, dass wir bezüglich eines Films oder eines anderen Mediums so wenig einer Meinung sind. Ergo Proxy hat sich in kürzester Zeit zu einer meiner Lieblings-Animeserien gemausert. Beginnend bei dem Character design, das ich sehr gelungen finde. Die Animationsqualität wird leider nicht in jeder Folge gehalten und hat hier und da deutliche Schwächen und Standbildrecycling – nichtsdestotrotz mag ich den Stil und auch das düstere. Romdeau kann ich mir auch nicht in Regenbogenfarben vorstellen.
    Die Episode Bored doing nothing ist eine meiner Lieblingsepisoden, wo wir endlich mal in Re-Ls Innenleben blicken können und sie sich für Vincents menschliche Seite trotz aller Vorbehalte dann doch mehr erwärmen kann. Fand ich genial. Zu meinen anderen Lieblingsepisoden zählt aber auch Who wants to be in jeopardy – eine der Episoden, die wahrscheinlich die meisten Fragen beantwortet. Man bekommt kaum einen Hinweis wie die Figuren in diese Lage gekommen sind, aber das Geschehen war für mich umso witziger. Die abwechslungsreiche Erzählstruktur war für mich einer der überraschenden und angenehm andersartigen Sachen an der Serie – ich habe das sehr gemocht.

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    1. Manchmal muss sowas doch passieren. 😉
      Ich finde ihn ja nicht schlecht. So. Nur finde ich Ergo Proxy nach dem ersten Durchlauf (weitere werden ja sicherlich noch folgen) nicht soo stark. Subjektiv betrachtet. Objektiv sähe das etwas anders aus, leider konnte ich mit so manchem einfach nichts anfangen. Das Charakterdesign hat mich nicht angesprochen, auch wenn ich schon wesentlich älteres gesehen habe. So war mir das hier leider nicht „spektakulär“/einzigartig genug. Die Stimmung hingegen wurde grandios eingefangen. Daran besteht auch gar kein Zweifel.
      Anfangs hatte ich mir wohl auch etwas gänzlich anderes unter der Serie vorgestellt, so ging ich dann doch einige Male baden. Trotzdem habe ich es mit manchem Ausrutscher wirklich gerne geschaut und bin sogar etwas traurig, dass es schon wieder vorbei ist. Eben weil es gegen gängige Konventionen verstieß. War definitiv ein Erlebnis.

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  3. Ergo Proxy mag ich sehr. Setting, Atmosphäre Art Design, aww yeah! Aber na gut, kann nicht jedem so zusagen. Vielleicht gefällt dir bei Sci-Fi-Animes sowas wie „Texhnolyze“ besser, wobei das eigentlich noch undurchdringlicher und kryptischer ist, hm…
    Na und deutsche Synchro bei Animeserien: Selber Schuld. 😛
    Im Gegensatz zu US-Serien und Hollywoodfilmen ist das bei Animes meistens absolut lustlos und lowbudgetmäßig hingerotzt (bei englischen Dubs auch nicht besser), sodass das Schauen mit Untertiteln inzwischen alternativlos ist. 🙂

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    1. Hey, ihr klingt alle so, als ob ich „Ergo Proxy“ schlecht fand. Keineswegs! Ist nur nicht ganz so meins, wobei es sich im zweiten Durchlauf ohnehin bessern dürfte.
      Toll, „Texhnolyze“ wollte ich eigentlich als nächstes angehen. Gucke ich besser doch was anderes zuerst? „Psycho-Pass“? „Paranoia Agent“?
      Jaja… mir fällt es eben schwer, mich bei manchen Formaten vollkommen der Mattscheibe hinzugeben und dann noch UT mitlesen… geht mal, aber nicht auf Dauer. Außerdem habe ich bisher meist recht brauchbares gehört, einen Totalausfall hatte ich eigentlich noch nicht. „Black Lagoon“ vielleicht, aber das lag nur an einer Sprecherin, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann…

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      1. Na gut! 🙂
        „Texhnolyze“ finde ich jedenfalls noch ein wenig schwerer von der Zugänglichkeit her, aber sowas mag ich ja. Allein dass in der ersten Episode gefühlt nur fünf Worte kurz vor dem Abspann gesprochen werden, ist schon ein krasser Einstieg in eine Serie.
        „Boogiepop Phantom“ und „Serial Experiments Lain“ wären beispielsweise dann sogar noch eine Komplexitätsstufe höher, würde ich sagen. „Psycho-Pass“ habe ich noch nicht gesehen, aber „Paranoia Agent“ ist toll. Satoshi Kon eben, also garantierte Qualität und auch nicht zu abweisend, denke ich.

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        1. Jetzt machst du es mir wirklich nicht leicht. 😉
          Dann schaue ich mich vorher nach einer Alternative um oder versuche „Monster“ (ja, im O-Ton sogar) wieder aufzunehmen. Nach etwas richtig schwerem ist mir dann nämlich doch nicht.
          „Boogiepop Phantom“ sagt mir gar nüscht, bei SEL meinte schon ein anderer, dass es die Serie einem nicht allzu leicht macht. Hmpf…Jetzt bin ich wieder genauso schlau wie vorher und weiß nicht, ob ich „Paranoia Agent“ angehen soll, oder nicht. Aber wenn du meinst es sei recht zugänglich, dann sollte ich es wagen? Mal sehen…

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          1. „Monster“ hatte ich mal vielleicht 15 oder 20 Episoden lang geschaut, bis mir das zu langweilig mit dem Schema F wurde, das jede Folge unwichtige Nebenfiguren einführte, deren poplige Konflikte der Doktor immer erst lösen musste, bevor er seinem Haupthandlungsstrang weiter folgen durfte.
            „Boogiepop Phantom“ ist auch ziemlich obskur und unbekannt, wundert mich also nicht.
            Na dann probiere es ruhig mal mit „Paranoia Agent“. Das ist natürlich ein intelligenter, psychologischer Anime, aber wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, trotzdem nicht so monolithisch verschlossen und unnahbar wie beispielsweise „Serial Experiments Lain“.
            Oder du schaust alternativ mal in „Steins;Gate“ rein, einer der besten Mainstream-Animeserien der letzten Jahre.

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            1. Na die Handlung wurde ja trotzdem, wenn auch arg entschleunigt, vorangetrieben. Mir gefiel’s, gerade auch wegen der schönen Landschaftsdetails. Da fühlt man sich gleich so heimelig.
              Habe gerade mal nach „Boogiepop Phantom“ geschaut und es klingt gar nicht so uninteressant. Wird mal unter Beobachtung gestellt.
              Von „Steins;Gate“ habe ich schon einiges gehört, das möchte ich auch unbedingt noch sehen. An den schweren Stoff à la SEL und Co. werde ich mich allerdings auch mal vorsichtig rantasten müssen. Die Neugierde ist doch zu groß und wenn das Setting mitsamt dem ganzen Pipapo stimmt, dann fällt es mir sicherlich auch etwas leichter mit dem Stoff zurecht zu kommen. Bin ja nicht gänzlich auf den Kopf gefallen *hust*

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